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Brüssel setzt die Ermittlungen gegen X aus, während die Handelsgespräche mit den USA andauern

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth
3 Minuten Lesezeit
Brüssel setzt die Ermittlungen gegen X aus, während die Handelsgespräche mit den USA andauern.
  • Die Europäische Kommission hat ihre Untersuchung gegen Elon Musks Firma X wegen Verstoßes gegen den Digital Services Act der EU inmitten der Handelsgespräche zwischen der EU und den USA ausgesetzt.
  • Große US-amerikanische Technologiekonzerne, die von der Trump-Regierung unterstützt werden, haben der EU unfaire Vorgehensweise vorgeworfen und auf eine Verletzung ihrer Meinungsfreiheit hingewiesen.
  • Auch Frankreich leitete Ermittlungen wegen der unzulässigen politischen Einmischung von X in Deutschland und Brasilien ein.

Die Europäische Kommission beschloss, zunächst die Handelsgespräche mit den USA abzuschließen und setzte eine der zahlreichen Untersuchungen gegen Elon Musks Social-Media-Plattform X aus. Große US-amerikanische Technologiekonzerne erhoben jedoch Vorwürfe unfairer Vorgehensweise seitens der EU und beklagten, dass die Regeln des Blocks ihr Recht auf freie Meinungsäußerung verletzten.

Brüssel führt parallel mehrere Untersuchungen gegen Musks Firma X gemäß dem EU-Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA). Die Untersuchung wegen Verstößen von X gegen Transparenzregeln sollte eigentlich vor dem EU-Sommer abgeschlossen sein, wird aber nach der Unterbrechung voraussichtlich nicht mehr fristgerecht erfolgen. Einer von drei mit dem Fall vertrauten Beamten erklärte, die Untersuchungen stünden still und Klarheit in den EU-US-Handelsverhandlungen sei notwendig, bevor weitere Untersuchungen eingeleitet werden könnten. Die Europäische Kommission bemüht sich seit April um ein Handelsabkommen mit den USA.

Die Präsidentin der Europäischen Kommissiondentdentdentdentdentdentdentdentdent Trump hatte die EU-Untersuchungen und -Strafen gegen US-Unternehmen scharf kritisiert und sie als „Erpressung aus dem Ausland“ und indirekte Besteuerung bezeichnet. Trump verteidigte die US-Technologiekonzerne, obwohl er sich erst vor wenigen Wochen mit Musk überworfen hatte. Die EU verhängte gegen Meta und Apple Strafen von bis zu 700 Millionen Euro wegen Verstößen gegen das Kartellrecht. 

Cavazzini trennt die X-Ermittlungen von den Handelsgesprächen

Die EU-Abgeordnete Anna Cavazzini erwartete, dass die Kommission ihre Untersuchungen zur X-Plattform trotz laufender Zollverhandlungen mit verschiedenen US-Vertretern „entschlossen“ fortsetzen würde. Die Kommission betonte zudem, dass die Untersuchungen gegen Xdent von den Handelsgesprächen geführt würden. Sie fügte hinzu, dass sie sich uneingeschränkt für die Durchsetzung des Digital Markets Act (DMA) und des Digital Security Act (DSA) einsetze.

Die Kommission gab außerdem bekannt, dass sie neben Transparenzverstößen auch die Inhaltsmoderation untersuchte. Die polnische Regierung und einige europäische Abgeordnete drängten die Kommission zudem, den KI-Chatbot Grok von X zu untersuchen. Dieser hatte letzte Woche einige stark antisemitische Stereotype verbreitet. Das Team von X widersprach jedoch der Auslegung des Anwendungsbereichs des DSA durch die Kommission. Es behauptete außerdem, die Kommission habe die umfangreichen Bemühungen des Teams zur Einhaltung der EU-Regeln völlig ignoriert.

„Die Kommission muss weiterhin Änderungen an EU-Vorschriften als absolute rote Linie in den Zollverhandlungen mit den USA durchsetzen.“

Anna Cavazzini, europäische Abgeordnete der Grünen

Brüsseler Beamte erklärten, alle Entscheidungen mit Bezug zu den USA seien aufgrund der laufenden Handelsverhandlungen besonders politisch heikel. Es sei wichtig, Trump und seine Regierung nicht zu verärgern und keine Konflikte im transatlantischen Handel zu verschärfen. Gleichzeitig warnten sie jedoch, dass Unternehmen, die gegen das DSA verstoßen, mit Geldstrafen von bis zu 6 % ihres weltweiten Umsatzes belegt werden könnten und Wiederholungstäter sogar ein vollständiges Verbot ihrer Geschäftstätigkeit in Europa befürchten müssten.

Frankreich leitet strafrechtliche Ermittlungen gegen X ein

Frankreich leitete Ermittlungen gegen die X-Plattform ein, nachdem in Deutschland und Brasilien Vorwürfe wegen hochrangiger politischer Einflussnahme laut geworden waren. Die Pariser Staatsanwaltschaft warf X die „Manipulation“ der Funktionsweise automatisierter Datenverarbeitungssysteme und den „betrügerischen“ Datenabgrifftracorganisierte Gruppen vor. Diese Vorwürfe berechtigten die französischen Staatsanwälte, polizeiliche Vernehmungen und Durchsuchungen gemäß französischem Recht anzuordnen.

Neun aus der EU haben ebenfalls Beschwerden gegen X wegen der Verwendung von Nutzerdaten für gezielte Werbung eingereicht. Die Organisationen – das Center for Democracy and Technology Europe, Global Witness, AI Forensics, die Panoptykon Foundation, Entropy, VoxPublic, European Digital Rights, die Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. (GFF) und die Stichting Bits of Freedom – wandten sich mit ihren Beschwerden an die französische Medienaufsichtsbehörde Arcom und die Europäische Kommission.

Die Organisationen forderten die Regulierungsbehörden nachdrücklich auf, den DSA durchzusetzen, der zielgerichtete Werbung auf Basis sensibler Nutzerdaten wie Sexualität, ethnischer Zugehörigkeit und Religion verbietet. Sie begründeten ihre Bedenken mit ihrer Untersuchung der öffentlich zugänglichen Werbedatenbank von X, deren Einrichtung Unternehmen gemäß dem DSA vorschreiben.

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