Steigende Zinskosten treiben die globale Verschuldung auf über 100 Billionen Dollar

- Die globalen Schulden haben die Marke von 100 Billionen Dollar überschritten, wobei steigende Zinskosten die Kreditaufnahme für Regierungen und Unternehmen verteuern.
- Fast die Hälfte der Staatsschulden der OECD- und Schwellenländer wird bis 2027 fällig, was massive Refinanzierungen zu höheren Zinssätzen erzwingen wird.
- Schwellenländer sehen sich wachsenden Risiken gegenüber, wobei Volkswirtschaften mit Ramschrating mittlerweile über 8 % Zinsen auf auf Dollar lautende Schulden zahlen.
Die globalen Schulden haben die Marke von 100 Billionen US-Dollar überschritten, und Regierungen und Unternehmen ertrinken in den steigenden Zinskosten. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bestätigte diese erschreckende Zahl am Donnerstag und warnte, dass Kredite heute teurer seien als seit zwei Jahrzehnten. Die Zinszahlungen sind in den OECD-Mitgliedstaaten auf 3,3 % des BIP gestiegen – mehr als die Verteidigungsausgaben dieser Länder.
Die Regierungen stecken in einem Dilemma. Günstige Kredite aus der Zeit vor 2022 verschwinden und werden durch teure Darlehen ersetzt, die die Staatshaushalte belasten. Gleichzeitig steigt der Ausgabenbedarf.
Das deutsche Parlament hat soeben ein umfangreiches Infrastrukturprogramm verabschiedet und gleichzeitig eine europaweite Initiative für höhere Militärausgaben unterstützt. Die Kosten der Energiewende und die alternde Bevölkerung erhöhen den finanziellen Druck zusätzlich.
Massive Refinanzierungen stehen bevor, da Regierungen mit Rückzahlungen zu kämpfen haben
Die Zinsen mögen zwar sinken, doch Schulden bleiben teuer. Die OECD stellte klar, dass Kredite weiter verteuert werden, da ältere, niedrig verzinste Kredite durch höher verzinste ersetzt werden. „Diese Kombination aus höheren Kosten und höherer Verschuldung birgt das Risiko, die Möglichkeiten für künftige Kreditaufnahmen einzuschränken – und das in einer Zeit, in der der Investitionsbedarf so hoch ist wie nie zuvor“, heißt es in dem Bericht .
Fast die Hälfte aller Staatsschulden der OECD- und Schwellenländer – sowie etwa ein Drittel der Unternehmensanleihen – werden bis 2027 fällig. Das bedeutet, dass in den nächsten Jahren Billionenbeträge refinanziert werden müssen, voraussichtlich zu deutlich höheren Zinssätzen. Für einkommensschwache Volkswirtschaften ist die Lage noch gravierender. Mehr als die Hälfte ihrer Staatsschulden wird innerhalb der nächsten drei Jahre fällig, und über 20 % davon müssen noch in diesem Jahr zurückgezahlt werden. Diese Länder laufen Gefahr, zahlungsunfähig zu werden, wenn sie keine Refinanzierung sichern können.
Serdar Celik, Leiter der Abteilung Kapitalmärkte und Finanzinstitutionen der OECD, betonte die Bedeutung verantwortungsvoller Kreditaufnahme. „Wenn sie so vorgehen, sind wir nicht besorgt… Wenn sie es nicht so handhaben, wenn dadurch zusätzliche, teure Schulden entstehen, ohne die Produktionskapazität der Wirtschaft zu steigern, dann werden wir schwierigere Zeiten erleben.“
Auch Unternehmen stehen nicht viel besser da. Seit 2008 haben sie ihre Kreditaufnahme zwar deutlich erhöht, doch anstatt in Wachstum zu investieren, haben viele das Geld für Refinanzierungen oder Aktionärsausschüttungen verwendet. Dieser Trend setzt sich fort, und die OECD hat klargestellt, dass diese Finanzstrategie nicht nachhaltig ist. Für Schwellenländer könnte die Lösung im Aufbautronlokaler Kapitalmärkte liegen, um die starke Abhängigkeit von Fremdwährungsschulden zu verringern.
Geopolitische Risiken und Klimaausgaben verschärfen die Krise
Die in US-Dollar denominierten Kredite sind teurer geworden und haben sich von 4 % im Jahr 2020 auf über 6 % im Jahr 2024 erhöht. Für risikoreiche Volkswirtschaften mit Ramschrating liegt der Zinssatz sogar bei über 8 %. Viele dieser Volkswirtschaften haben Schwierigkeiten, auf inländische Ersparnisse zuzugreifen, wodurch sie externen Schocks ausgesetzt sind.
Die OECD wies zudem auf den Übergang zu Netto-Null-Emissionen als große finanzielle Herausforderung hin. Bei den derzeitigen Investitionen werden Schwellenländer außerhalb Chinas bis 2050 mit einem Finanzierungsdefizit von 10 Billionen US-Dollar konfrontiert sein. Sollten die Regierungen versuchen, diese grünen Initiativen allein zu finanzieren, könnte dies ihre Schuldenquote in den Industrieländern um 25 Prozentpunkte und in China um 41 Prozentpunkte erhöhen. Übernehmen private Investoren die Last, müssten sich die Unternehmensschulden in den Energiemärkten außerhalb Chinas bis 2035 vervierfachen.
Die Zentralbanken ziehen sich vom Anleihemarkt zurück. Ausländische Investoren und private Haushalte haben die entstandene Lücke gefüllt und ihre Bestände an OECD-Staatsanleihen auf 34 % bzw. 11 % erhöht. Im Jahr 2021 lagen diese Werte noch bei lediglich 29 % bzw. 5 %. Die OECD warnte jedoch, dass diese Entwicklung nicht von Dauer sein könnte.
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