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Der IWF warnt, dass tokenisierte Märkte Flash-Crashs auslösen und das Risiko staatlicher Eingriffe erhöhen.

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth
3 Minuten Lesezeit
  • Der IWF warnt davor, dass die Tokenisierung trotz des Versprechens schnellerer und kostengünstigerer Märkte die Gefahr birgt, Flash-Crashs zu verschärfen und staatliche Eingriffe nach sich zu ziehen. 
  • Der hochrangige IWF-Ökonom Itai Agur merkt an, dass die Natur tokenisierter Märkte es ermöglicht, Ketten von Programmen übereinander zu stapeln, was die Gefahr exponentiellen Versagens birgt.
  • Der Fonds beschäftigt sich seit Jahren mit tokenisierten Märkten und räumt ein, dass diese mittlerweile eher dem Mainstream angehören als einer experimentellen Nische.

Der IWF warnt davor, dass die Tokenisierung trotz des Versprechens schnellerer und kostengünstigerer Märkte die Gefahr von Flash-Crashs birgt und staatliche Eingriffe erforderlich macht. Der leitende IWF-Ökonom Itai Agur merkt an, dass die Struktur tokenisierter Märkte es ermöglicht, Programmketten übereinander zu stapeln, was die Gefahr exponentiellen Versagens (eines Dominoeffekts) birgt.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass viele Märkte entstehen könnten, und wenn deren Token nicht interoperabel sind, könnte dies zu einer stärkeren Fragmentierung der Märkte führen. Das Problem dabei ist, dass diese Fragmentierung dazu führen kann, dass die Märkte keinen schnelleren und kostengünstigeren Handel ermöglichen, betont Agur. 

Der Ökonom des Fonds merkt zudem an, dass spezifische Maßnahmen erforderlich sein könnten, damit die Tokenisierung ihre Versprechen tatsächlich einlösen und gleichzeitig Risiken begrenzen kann. Er fügte hinzu, dass Regierungen sich bei notwendigen Anpassungen des Geldsystems selten damit zufriedengegeben hätten, abseits zu bleiben, und wies darauf hin, dass sie in Zukunft eine aktivere Rolle bei der Tokenisierung einnehmen könnten.

Agur vom IWF verteidigt die Tokenisierung teilweise.

Der leitende Wirtschaftswissenschaftler erklärte , dass Menschen Geld zum Kaufen, Konsumieren und Sparen benötigen und der Besitz von Vermögenswerten eine gängige Sparmethode darstellt. Gleichzeitig merkte er an, dass Token schnellere und kostengünstigere Transaktionen beim Kauf, Besitz und Verkauf von Vermögenswerten ermöglichen können.

Laut Agur tragen tokenisierte Märkte dazu bei, die lange Kette von Zwischenhändlern zu vermeiden, die üblicherweise bei den meisten Transaktionen zwischen Investoren und Unternehmen, wie dem Kauf von Aktien oder Anleihen, involviert ist. Er merkte außerdem an, dass die meisten herkömmlichen Transaktionen, die einen Vermittler wie eine Clearingstelle oder ein Register erfordern, mit längeren Wartezeiten verbunden sind. Er betonte, dass Zeit im Finanzwesen Geld ist.

Agur betont jedoch, dass tokenisierte Märkte Programme bieten, die die Rolle und Funktionen von Intermediären automatisieren oder reduzieren können. Er merkt zudem an, dass Forscher, die sich kürzlich mit tokenisierten Märkten befasst haben, erhebliche Kosteneinsparungen festgestellt haben. Der Wirtschaftswissenschaftler argumentiert weiter, dass das Potenzial der Tokenisierung in den Zahlen deutlich sichtbar sei, warnt aber gleichzeitig davor, dass Effizienzgewinne durch neue Technologien oft mit neuen Risiken einhergehen.

Laut Agur hat der automatisierte Handel bereits zu plötzlichen Markteinbrüchen geführt. Er fügte hinzu, dass tokenisierte Märkte volatiler sein können, insbesondere aufgrund der sofortigen Ausführung von Transaktionen.

Die Tokenisierung bietet flexible Abwicklungsoptionen

Der IWF untersucht seit Jahren die Struktur digitaler Vermögenswerte und tokenisierter Märkte und bestätigt, dass die Tokenisierung mittlerweile weit verbreitet ist und kein experimentelles Nischenphänomen mehr darstellt. Gleichzeitig ist der Fonds überzeugt, dass die Tokenisierung flexible Abwicklungsmöglichkeiten bietet.

Die Tokenisierung kann den Wettbewerb zwischen Intermediären ankurbeln und es Anlegern erleichtern, Angebote zu vergleichen und zwischen Brokern zu wechseln, um den besten Preis zu finden. Der Fonds merkte zudem an, dass die Tokenisierung zwar nicht alle Intermediäre überflüssig macht, aber die Finanzbranche transformiert und den Bedarf an bestimmten Rollen reduziert. Der IWF wies darauf hin, dass einige spezialisierte Intermediäre auch Marktineffizienzen in verschiedenen Phasen des Vermögenslebenszyklus verringern. 

Das IFM stellte fest, dass die Tokenisierung am besten funktioniert, wenn Vermögenswerte und Geld reibungslos fließen. Der Fonds merkte außerdem an, dass die Anhäufung von Schulden über tokenisierte Märkte einfacher ist, da Investoren oder Institutionen die Token als Sicherheiten für Kredite und Investitionen nutzen können.  

„Physische Vermögenswerte lassen sich jedoch nicht vollständig digitalisieren – sie benötigen weiterhin physische Pflege, um ihren Wert zu erhalten… Die Tokenisierung nichtfinanzieller Vermögenswerte lässt sich am besten als Hybrid zwischen physischer und finanzieller Technologie verstehen.“

Itai Agur, leitender Ökonom beim IWF

Agur argumentiert jedoch auch, dass die Programmierbarkeit tokenisierter Vermögenswerte zwar die Entwicklung komplexer Finanzprodukte erleichtert, die Regulierungsbehörden die damit verbundenen Risiken aber möglicherweise erst dann vollständig erkennen, wenn es zu spät ist. Er wies darauf hin, dass dies bereits in der Krise von 2008/09 der Fall war, da die Programmierbarkeit tokenisierter Vermögenswerte es den Regulierungsbehörden erschwerte, potenzielle Risiken zu trac. 

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