Zusammenfassung (TL;DR)
- Der IWF äußert Bedenken hinsichtlich der Kryptoregulierung.
- Fordert Staaten auf, Krypto-Dienstleister zu lizenzieren und Krypto weltweit zu regulieren.
- Er sagt, Kryptowährungen seien überbewertet.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat eine „umfassende, einheitliche und koordinierte“ globale Regulierung der Kryptoindustrie gefordert, nachdem die Weltfinanzorganisation Bedenken geäußert hatte, dass digitale Vermögenswerte durch den wachsenden Kryptosektor „systemische“ Risiken für die Finanzstabilität auslösen könnten.
Der IWF äußerte sich in einem Blogbeitrag auf seiner Website, verfasst von Tobias Adrian, Dong He und Aditya Narain. Sie argumentierten für die Notwendigkeit umfassender internationaler Standards, um die Risiken von Kryptowährungen für das Finanzsystem zu bewältigen. Gleichzeitig forderten sie ein förderliches Umfeld für sinnvolle Krypto-Asset-Produkte und -Anwendungen.
Die Autoren schlugen in ihrem Blogbeitrag vor, dass Länder Krypto-Dienstleister wie Börsen und P2P -Anbieter lizenzieren oder genehmigen sollten. Sie forderten eine klare Unterscheidung zwischen Dienstleistungen und Produkten für Investitionen und solchen für Zahlungen, wobei erstere von der Wertpapieraufsichtsbehörde und letztere von der Zentralbank oder der Zahlungsaufsichtsbehörde beaufsichtigt werden sollten.
Sie empfahlen außerdem, dass Finanzinstitute mit Krypto-Engagement „klare Anforderungen“ erfüllen müssen, darunter Beschränkungen des Engagements, Eignungsprüfungen für Anleger und Risikobewertungen.
Kryptowährungen überbewertet? Die wahre Befürchtung des IWF
In dem Blogbeitrag äußerte der IWF Bedenken hinsichtlich der „Kryptisierung“ von Schwellenländern und Entwicklungsländern, wo Kryptowährungen „die Landeswährung ersetzen und Devisenbeschränkungen sowie Kapitalmanagementmaßnahmen umgehen“
In einem Tweet erklärte der IWF, der Kryptomarkt sei mit einem Marktwert von 2,5 Billionen Dollar überbewertet.
„Der Marktwert von Kryptowährungen in Höhe von 2,5 Billionen US-Dollar unterstreicht die Bedeutung von Innovationen wie Blockchain – und zeigt gleichzeitig, dass sie überbewertet sind. Unser #IMFBlog erklärt, wie Regulierung die Finanzstabilität sichern kann“, schrieben sie.
Warum der IWF eine Strategie für die globale Kryptoregulierung benötigt
Der IWF erläuterte die Notwendigkeit einer globalen Krypto-Regulierungsstrategie und wies darauf hin, dass Kryptowährungen eine branchen- und grenzübergreifende Herausforderung darstellen, da sie aufgrund unterschiedlicher Strategien verschiedener Länder gegenüber dieser Anlageklasse nicht überwacht werden können.
„Viele Krypto-Dienstleister agieren grenzüberschreitend, was die Aufsicht und Durchsetzung zusätzlich erschwert“, so die Autoren.

