Huawei verzeichnet zum ersten Mal seit Jahren einen Quartalsverlust angesichts von KI- und F&E-Initiativen

- Huawei meldete aufgrund hoher Investitionen in die Chipforschung und Elektrofahrzeuge zum ersten Mal seit Jahren einen Quartalsverlust.
- Der chinesische Smartphone-Hersteller verzeichnete im Jahr 2024 ein Wachstum seines Geschäftsbereichs für Endverbraucher um 38 %, wobei die Smartphone-Verkäufe in China um über 20 % stiegen.
- Die Cloud-Computing-Sparte von Huawei wuchs um 8,5 % und profitierte dabei von US-Sanktionen, die den Zugang chinesischer Unternehmen zu Nvidia-GPUs einschränkten.
Huawei Technologies Company verzeichnete aufgrund starker Ausgaben für die Forschung in Chips und Elektrofahrzeugen seinen ersten Quartalsverlust seit Jahren. Gleichzeitig verlangsamt sich das Gesamtgeschäft des Unternehmens.
Das Unternehmen hat stark in Projekte wie EV-Software investiert, da mehrere US-Sanktionen den Zugang zu kritischen Technologien eingeschränkt haben.
Huawei profitiert von Huawei Cloud, da die neuesten Nvidia-GPUs für chinesische Verbraucher zu teuer sind
Als Huawei letztes Jahr sein eigenes Inhouse-Betriebssystem vorstellte und im Inland mit Nvidia Corp. bei KI-Serverchips konkurrierte, machte es einen bedeutenden Schritt in der Chipfertigung und bei Smartphones.
Im Jahr 2024 wuchs die Verbraucher-Sparte, die Laptops, Wearables und Telefone umfasst, um 38 %. Laut der Marktforschungsfirmen IDC wuchsen Huawei-Smartphones im chinesischen Smartphone-Markt im jüngsten Quartal um mehr als 20 %, während Apple einen Rückgang verzeichnete.
Da das Wachstum Chinas nach DeepSeek durch den Bedarf an KI angetrieben wurde, expandierte die Cloud-Computing-Sparte im Jahr 2024 um 8,5 %. Aufgrund der US-Sanktionen hat Huawei profitiert, da chinesische Verbraucher keine hochmodernen Nvidia-GPUs kaufen konnten.
Basierend auf den Jahresergebnissen meldete der in Shenzhen ansässige Netzwerk- und Elektronikführer einen Anstieg der Einnahmen um 9,5 % auf rund 276 Milliarden Yuan, was im Dezember-Quartal 38,1 Milliarden US-Dollar entspricht.
Dies folgt auf zweistellige Steigerungen aufgrund der steigenden Nachfrage nach seinen Mate-Geräten auf Kosten von Apple Inc.
Laut dem Unternehmen investierte es im Jahr 2024 179,7 Milliarden Yuan in Forschung und Entwicklung, ein Anstieg von 9,1 % gegenüber 2023 und rund ein Fünftel des Gesamtumsatzes.
Im Vergleich zu einem Nettogewinn von 13,9 Milliarden Yuan im Vorjahr, als das Unternehmen Gewinne aus dem Verkauf vorheriger Vermögenswerte meldete, verzeichnete es im jüngsten Quartal einen Nettoverlust von rund 300 Millionen Yuan. Im Jahr 2020 verkaufte es Honor Device Co.; im Jahr 2021 veräußerte es einen Teil seines Servergeschäfts.
Dank der schnellen Einführung von Elektrofahrzeugen in China verzeichnete die Branche der intelligenten Fahrlösungen von Automobilherstellern im vergangenen Jahr zum ersten Mal einen Gewinn. Der Umsatz stieg mehr als verfünffacht.
Darüber hinaus enthüllte Bloomberg Anfang dieses Monats, dass die von Jack Ma unterstützte Ant Group Company ihre Modelle mit chinesischen Halbleitern, einschließlich der von Huawei hergestellten, trainierte.
Huawei verzeichnete im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang von 28 % angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit
Huawei meldete kürzlich einen Rückgang der jährlichen Gewinne im vergangenen Jahr um 28 % und führte dies auf schwache inländische Konsumausgaben und globale wirtschaftliche Unsicherheit als Schlüsselfaktoren zurück.
Das Unternehmen steht seit langem im Mittelpunkt eines geopolitischen Streits zwischen China und den USA. Seit Washington Bedenken geäußert hat, dass Huaweis Ausrüstung für Spionagezwecke verwendet werden könnte – eine Behauptung, die das Unternehmen bestreitet –, haben sich die Spannungen verschärft.
US-Beschränkungen, die 2019 verhängt wurden, sperrten Huawei vom Zugang zu in den USA hergestellten Komponenten und Technologien ab und zwangen das in Shenzhen ansässige Unternehmen, seine Wachstumsstrategie grundlegend zu überarbeiten.
Laut jüngsten Berichten fiel der Nettogewinn des Unternehmens für 2024 auf 62,6 Milliarden Yuan, im Vergleich zu 87 Milliarden Yuan im Jahr 2023.
In einer Erklärung sagte ein Huawei-Sprecher, die Gewinne seien im vergangenen Jahr gesunken, weil „die zukunftsorientierten Investitionen weiter zugenommen haben und es keine Gewinne aus dem Verkauf von Unternehmen gab.“
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Nellius Irene
Nellius ist Absolventin der Betriebswirtschaftslehre und Informatik mit fünf Jahren Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie hat zudem Bitcoin Dada absolviert. Nellius hat bereits für führende Medienpublikationen wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
















