Hitachi Research & Development und die Blockchain-Entwicklerfirma Concordium Foundation arbeiten gemeinsam an einem wegweisenden Projekt: einer innovativen biometrischen Kryptowährungs-Wallet. Ziel der gemeinsamen Initiative ist der Nachweis der Technologietauglichkeit dieser neuartigen Wallet, die Nutzern mehr Sicherheit und Komfort bieten soll.
Hitachi hat sich zum Ziel gesetzt, die Interaktion mit dem Portemonnaie zu revolutionieren
Die kommende biometrische Wallet von Hitachi Research wird die Art und Weise, wie Nutzer mit ihren Kryptowährungen interagieren und diese schützen, revolutionieren. Der Hauptunterschied liegt in ihrer Fähigkeit, ausschließlich über biometrische Daten – insbesondere Fingerabdrücke oder Gesichtsscans – ein Schlüsselwort zu generieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wallets, bei denen Nutzer Schlüsselwörter speichern und sich merken müssen, entfällt diese Notwendigkeit bei dieser biometrischen Wallet. Nutzer können ihre Wallet-Konten durch einen zweiten biometrischen Scan wiederherstellen, wodurch das Auswendiglernen von Schlüsselwörtern überflüssig wird.
Es ist wichtig zu betonen, dass sich die Wallet noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet und eher als „Technologienachweis“ denn als vollständig ausgereiftes Produkt dient. Nach Fertigstellung wird die Wallet die Public Biometric Infrastructure (PBI) von Hitachi und das selbstbestimmtedentdes Concordium-Netzwerks nutzen, um biometrische Konten zu erstellen. Vertreter von Concordium heben die potenzielle Bedeutung einer solchen biometrischen Wallet innerhalb des Concordium-Netzwerks hervor, das von den Nutzern vor der Kontoerstellung einen Identitätsprüfungsprozess verlangt, um betrügerische Aktivitäten wie Hacking und Rug Pulling zu verhindern.
Die Einzigartigkeit des Concordium-Netzwerks macht den Zugriff der Nutzer auf ihre Identität unerlässlich, und eine biometrische Wallet erfüllt diese Anforderung optimal. Die Entwickler betonen jedoch, dass die Anwendung biometrischer Wallets nicht auf das Concordium-Netzwerk beschränkt ist; die Technologie könnte theoretisch zukünftig auf jede Blockchain erweitert werden. Das Entsperren der biometrischen Wallet erfolgt entweder durch die Neugenerierung von Seed-Wörtern per biometrischer Abtastung oder durch die Entschlüsselung einer Kopie der Seed-Wörter mithilfe eines aus der Abtastung abgeleiteten Schlüssels.
Die Zusammenarbeit und die Zukunft biometrischer Krypto-Wallets
Wichtig ist, dass Angreifer ohne Gesichts- oder Fingerabdruckdaten des Nutzers erhebliche Hürden beim Zugriff auf dessen Konto überwinden müssen. Ein herausragendes Merkmal dieser biometrischen Wallet ist ihre Anpassungsfähigkeit an Gerätewechsel oder -verlust. Verliert ein Nutzer sein Gerät, kann er seine Wallet nahtlos auf ein anderes Gerät importieren, indem er auf diesem einen biometrischen Scan durchführt. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, Kopien der Seed-Wörter zu speichern, was die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit der Wallet insgesamt erhöht.
Das Entwicklungsteam von Hitachi stieß bei der Erstellung des PBI auf Herausforderungen, insbesondere aufgrund der inhärenten Unschärfe biometrischer Daten. Gesichts- oder Fingerabdruckscans derselben Person liefern niemalsdentDaten, was eine präzisedenterschwert. Um dieses Problem zu lösen, implementierte das Team eine Technologie zur Generierung unscharfer Schlüssel und zur Fehlerkorrektur, um Merkmalsvektoren aus den Scans zutrac. Dieser Ansatz ermöglichte es der Software, zwischen Scans verschiedener Personen und denen derselben Person zu unterscheiden.
Im Bereich der Kryptowährungs-Wallets ist es üblich, dass Nutzer ihre Seed-Wörter als Backup speichern, falls das Gerät ausfällt. Der Verlust dieses Backups führt oft zum dauerhaften Verlust des Zugriffs auf das Konto und die darin enthaltenen Guthaben, was die breite Akzeptanz von Kryptowährungen behindert. Die Zusammenarbeit zwischen Hitachi und Concordium bietet mit der Entwicklung einer biometrischen Wallet eine mögliche Lösung für dieses Problem.
Das Konzept der biometrischen Wallet passt zu den branchenweiten Bestrebungen, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit zu verbessern. Alternativen sind beispielsweise Wallets mit Mehrparteienberechnung und Magic Links, die jeweils die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Verwaltung von Seed-Wörtern angehen. Im Zuge des Fortschritts dieses Gemeinschaftsprojekts besteht das Potenzial, die Art und Weise, wie Nutzer mit ihren Kryptowährungen interagieren und diese sichern, grundlegend zu verändern und so Hindernisse für eine breite Akzeptanz zu überwinden.

