Rallye-Müdigkeit erfasst die globalen Märkte: Citi-Veteranen warnen vor „geborgter Zeit“

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Der Markt erlebte 2025 und Anfang 2026 einen starken Aufschwung, doch das Ausbleiben einer größeren Korrektur hat die Risiken erhöht.
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Laut Timothy zeigt die Geschichte, dass ein Rückgang von 10 % normalerweise alle acht bis neun Monate eintritt, und dieser Zyklus wurde verpasst.
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Trumps Rückzieher bei den Zöllen und die Ignorierung geopolitischer Risiken haben die Händler zwar beruhigt, aber diese Ruhe könnte schnell kippen.
Die globale Marktrallye, die uns alle im Jahr 2025 in Erstaunen versetzt hat, beginnt nun endlich zu bröckeln, da Branchenveteranen laut CNBC On Air davor warnen, dass wir uns auf „geliehener Zeit“ befänden.
Der MSCI All Country World Index, der mehr als 2.500 Aktien aus aller Welt trac, legte im Jahr 2025 um 20,6 % zu. Er erreichte am 15. Januar sogar ein neues Hoch und liegt in diesem Jahr immer noch über 2 % im Plus.
Doch diese ununterbrochene Rallye hält nun schon seit neun Monaten ohne größere Zwischenfälle an.
Timothy Moe, Chefstratege für Aktien im asiatisch-pazifischen Raum bei Goldman Sachs, meint, es sei überfällig. „Nach einem sehr guten Jahr 2025, insbesondere den asiatischen Märkten, und nachdem es seit über neun Monaten keine nennenswerte Korrektur gab, tickt die Uhr für eine längst überfällige Marktkorrektur.“
Timothy wies darauf hin, dass die Märkte historisch gesehen alle acht bis neun Monate eine Korrektur von 10 % verzeichnen. „Und das ist bisher nicht der Fall. Sollten geopolitische Risiken als Auslöser auftreten, müssen sich Anleger meiner Meinung nach darauf einstellen, dass es zu einer Kurskorrektur kommen könnte“, sagte er.
Trumps Rückzieher und die globalen Spannungen sind die Ursache für die aktuelle Unsicherheit an den Märkten
Trotz des ganzen politischen Trubels ignorieren die Händler das einfach. Selbst der Konflikt um Grönland konnte den Markt nicht erschüttern. Und als Präsidentdent Trump kürzlich eine weitere angedrohte Zollerhöhung abschwächte, stiegen die Aktienkurse erneut.
Das befeuerte die Diskussionen um die sogenannte „TACO“-Strategie, kurz für „Trump Always Chickens Out“ (Trump macht immer einen Rückzieher). Dahinter steckt die Annahme, dass Trump zwar droht, aber stets zurückrudert. Händler gehen daher davon aus, dass die Gefahr nie von Dauer ist.
Miroslav Aradski von BCA Research befürchtet jedoch, dass dies nach hinten losgehen könnte. „Im Kern des ‚TACO-Handels‘ liegt ein tiefgreifendes Paradoxon. Mangels Marktdisziplin hat Trump mehr Spielraum für potenziell destabilisierende Maßnahmen. Das bedeutet, dass die nächste Krise noch gravierender ausfallen könnte als die letzte.“ Aradski betonte, dass die Tatsache, dass Aktienkurse nicht gefallen sind, keine Sicherheit bedeute. Er führte aus, dass der S&P 500 seit 185 Tagen keinen Rückgang von 10 % verzeichnet habe (basierend auf gleitenden Höchstständen). Das beweise zwar allein noch nichts, zeige aber, wie lange diese Ruhephase anhalte.
Kevin Gordon vom Schwab Center for Financial Research warnte ebenfalls davor, sich zu sehr darauf zu konzentrieren, wie lange der letzte Kursrückgang zurückliegt. „Wenn die Bewertungen hoch und die Stimmung überhitzt sind,trondie Wahrscheinlichkeit für stärkere Kurskorrekturen. Es braucht einen negativen Auslöser“, so Gordon.
Gordon sagte, Maßnahmen wie Kreditkarten-Zinsdeckel oder eskalierende geopolitische Spannungen könnten Aktien belasten, wenn sie ein nennenswertes oder wesentliches Risiko für die Unternehmensergebnisse darstellen oder die Anleiherenditen stark in die Höhe treiben.
Jay Woods von Freedom Capital Markets erklärte, dass Aktien Anzeichen einer Spätphase des Konjunkturzyklus zeigen. Große Unternehmen erzielen zwar weiterhintronGewinne, diese halten aber nicht an. „Die wichtigsten Indizes stagnieren vorerst, die Marktbreite insgesamt ist jedoch weiterhin gut“, so Woods. Er erwähnte, dass Kapital nun vermehrt in Nebenwerte, Rohstoffe und Energie fließt, die größten Aktien aber nach wie vor den Markt bestimmen.
Jay fügte hinzu, dass der Nasdaq 100 seit Oktober kein neues Hoch mehr erreicht hat und möglicherweise als erster fallen wird. Das ist problematisch, denn wenn die Tech-Giganten nachgeben, könnte der Markt stärker getroffen werden. Kevin meinte außerdem, dass der Hype um künstliche Intelligenz allmählich nachlässt.
Anleger werden zunehmend nervös, ob sich die hohen Investitionen auf Dauer auszahlen werden. „Das wird nicht ewig so bleiben“, sagte Kevin. Der Fokus verlagert sich langsam hin zu kleineren Aktien und etablierten Branchen, die die Konjunkturentwicklung stärker widerspiegeln.
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