Die Weltwirtschaft ist durch den amerikanischen Retro-Isolationismus bedroht

- China hat den Yuan geschwächt, und Trumps Team sieht darin eine direkte Bedrohung, was die Befürchtungen eines neuen Währungskrieges schürt.
- Währungskriege haben in den 1930er Jahren den Welthandel zerstört, und Trumps isolationistischer Ansatz birgt die Gefahr, die Geschichte zu wiederholen.
- Die US-Wirtschaft wächst, aber die globalen Märkte sind instabil, insbesondere die Schwellenländer und die Eurozone haben zu kämpfen.
Die Weltwirtschaft steht am Rande des Chaos, und Amerika befindet sich im Zentrum des Geschehens. China hat seine Währung, den Yuan, gerade unter ein Niveau fallen lassen, das es wochenlang vehement verteidigt hatte.
Diese Entscheidung ist ein erster Schuss in einem potenziell ausgewachsenen Wirtschaftskrieg, und Washington ist nicht untätig. Präsidentdent Trump, der China und andere Länder jahrelang beschuldigt hat, US-Unternehmen mit billigen Währungen zu ruinieren, ist zurück und bereit, für Aufsehen zu sorgen.
Trump hatte schon immer ein Problem mit Wechselkursen. Im vergangenen Juni griff er China und Japan an und warf ihnen vor, ihre Währungen zu manipulieren, um amerikanischen Unternehmen eine „enorme Last“ aufzubürden.
Seine bevorzugte Waffe? Zölle. Während seiner ersten Amtszeit drohte er mit Zöllen und verhängte sie auch, um ausländische Währungen aufzuwerten. Da der Yuan nun schwächer ist als je zuvor, ist dies der Auftakt zu dem, was das Jahr 2025 defikönnte.
Währungskriege sind nichts Neues, aber sie sind immer eine schlechte Nachricht
Währungskriege sind ein uraltes Phänomen und enden meist schlecht. Die 1930er Jahre sind ein gutes Beispiel dafür. Damals griffen die Nationen zu unlauteren Mitteln, indem sie ihre Währungen abwerteten und die Zölle in die Höhe trieben. Diese Politik, die als „Beggar-thy-Neighbor-Ökonomie“ bekannt war, ruinierte den Welthandel.
Eine Studie der Ökonomen Kris Mitchener und Kirsten Wandschneider zeigte, dass diese Taktiken den Handel um 18 % einbrechen ließen. Die Länder begannen, sich nach innen zu wenden, konzentrierten sich auf ihre eigenen Probleme und ließen das globale System verfallen.
Franklin D. Roosevelt verdeutlichte dies 1933, als er eine Weltwirtschaftskonferenz in London schwänzte und stattdessen segeln ging. Dies löste einen Dominoeffekt aus – über 70 Länder werteten ihre Währungen ab und brachten den internationalen Handel ins Wanken.
Die Folgen hörten damit nicht auf. Die Welt lernte ihre Lektion auf die harte Tour, und nach dem Zweiten Weltkrieg änderten die USA ihre Strategie. Sie trieben den Aufbau von Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds voran und förderten so Zusammenarbeit und Handel.
Selbst 2008, als das globale Finanzsystem am Rande des Zusammenbruchs stand, arbeiteten die USA mit den G20-Staaten zusammen, um Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Doch Trump? Er greift auf Strategien aus den 1930er-Jahren zurück, und es steht viel auf dem Spiel.
Trumps Drohungen mit Zöllen sind eine tickende Zeitbombe für die Wirtschaft
Während seines Wahlkampfs brachte er einen allgemeinen Zoll von 20 % und einen Zoll von 60 % auf chinesische Waren ins Gespräch. Diese Zahlen wurden nicht durchgesetzt, die Haltung jedoch schon. Ökonomen prognostizieren, dass Trump und der chinesischedent Xi Jinping eine Vereinbarung treffen könnten, um Zölle und Exportkontrollen auf einem überschaubaren Niveau zu halten.
Aber der springende Punkt ist: Abkommen funktionieren nur, wenn beide Seiten kooperativ sind. Sollte sich Washington oder Peking verkalkulieren, könnten die Folgen schnell eskalieren. Und die Geschichte hat uns gezeigt, was passiert, wenn wirtschaftliche Spannungen außer Kontrolle geraten.
Der Wertverfall des Yuan ist ein politisches Signal. Chinas Binnennachfrage stagniert, und die Zinsen sind auf einem Tiefststand. Für Peking mag eine Yuan-Schwäche sinnvoll erscheinen, doch für Trump ist sie ein Warnsignal. Ihn interessiert das „Warum“ nicht. Er konzentriert sich auf das „Was“, und was er sieht, ist eine Währung, die die Wettbewerbsfähigkeit der USA untergräbt.
Die Auswirkungen dieses Kräftemessens sind bereits spürbar. Goldman Sachs prognostiziert für 2025 ein stagnierendes globales Wachstum von 2,7 %, analog zu 2024. Die US-Wirtschaft soll um 2,5 % wachsen und damit deutlich über dem Wachstum der Eurozone von 0,8 % liegen.
Die Inflation schwächt sich ab und sinkt von 6,8 % im Jahr 2023 auf 4,5 % bis 2025. Dies verschafft den Zentralbanken Spielraum für Zinssenkungen; die US-Notenbank (Fed) strebt einen Zinssatz zwischen 3,25 % und 3,5 % an. Schwellenländer haben weniger Glück. Ihr Wachstum verlangsamt sich auf 4,2 %, gebremst durch Handelsspannungen und strukturelle Probleme.
Auch die Eurozone kämpft mit Schwierigkeiten, belastet durch neue Zölle und unsichere Wirtschaftsaussichten. Und all dies geschieht vor dem Hintergrund einer möglichen Konfrontation zwischen den USA und China.
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