Zusammenfassung (TL;DR)
- Ghana beginnt mit der Arbeit an seiner digitalen Zentralbankwährung
- Andere afrikanische Länder arbeiten an einer digitalen Zentralbankwährung
Ghana gehört nun zu den afrikanischen Ländern, die mit der Entwicklung ihrer eigenen digitalen Zentralbankwährung (CBDC) beginnen wollen.
Die Zentralbank des Landes, die Bank von Ghana (BoG), unternimmt Berichten zufolge Schritte zur Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) im Land.
Ernest Addison, Gouverneur der ghanaischen Zentralbank, gab bekannt , dass die Bank von Ghana (BoG) sich in fortgeschrittenen Phasen der Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) befinde. Dies erklärte er am Montag auf einer Pressekonferenz in Ghanas Hauptstadt Accra.
Der Gouverneur erklärte, die digitale Währung, die den Namen e-Cedi trägt, werde Entwicklungs- und Evaluierungsphasen durchlaufen, bevor über eine landesweite Einführung entschieden werde, da die Arbeiten noch im Gange seien.
Er verriet außerdem, dass die letzte Phase des Projekts eine Pilotstudie sein werde, die Machbarkeitsfragen abschließend klären solle, bevor die CBDC landesweit eingeführt werde.
Addison erklärte, die Designphase der digitalen Währung sei nahezu abgeschlossen, und die Implementierungsteams stünden bereits für die zweite Projektphase bereit. Die Pilotstudie werde Berichten zufolge eine begrenzte Einführung des geplanten E-Cedi für mobile Zahlungen umfassen.
Addison erklärte, Ghana prüfe derzeit, wie es in Afrika eine Vorreiterrolle bei der Einführung digitaler Währungen einnehmen könne. Die ghanaische Zentralbank (BoG) untersucht die Möglichkeit der Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) bereits seit Ende 2019. Im Juni 2020 bestätigte sie ihre Bereitschaft, ein Pilotprojekt für den elektronischen Cedi (E-Cedi) zu starten.
Kenia und Südafrika ebenfalls im CBDC-Rennen
Ostafrika, genauer gesagt Kenia, kündigte letztes Jahr seinen Plan zur Einführung einer eigenen digitalen Währung an.
Laut Dr. Patrik Njoroge, Gouverneur der kenianischen Zentralbank (CBK), ist das Land aufgrund des rasanten Wachstums privater Kryptowährungen gezwungen, sich mit der Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) auseinanderzusetzen. Er erklärte außerdem, Kenia fühle sich abgehängt und müsse sich auf die Zukunft vorbereiten.
Südafrika, die zweitgrößte Volkswirtschaft Afrikas, begann bereits früher über die Einführung einer digitalen Währung zu diskutieren. Die südafrikanische Zentralbank (SARB) untersucht seit 2016 das Potenzial einertronDigitalwährung.
Bank von Tansania