Der deutsche Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz bekräftigte seine Forderung nach einem digitalen Euro und stichelte gleichzeitig gegen Facebooks digitale Währung Libra.
Da das Internet unsere Kommunikation revolutioniert, stellen sich die rasant fortschreitenden Technologien der Frage, wie Geld in Zukunft funktionieren könnte. Von cash übertronKarten bis hin zu Kryptowährungen – die heutige Finanztechnologie zielt darauf ab, Zahlungsplattformen benutzerfreundlicher zu gestalten. Bedeutet das das Ende von Fiatgeld? Nein, es wird sich lediglich in digitale Formen umwandeln.
Die Idee hinter dem digitalen Euro
Das Konzept einer nationalen digitalen Währung hat daher in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, wobei Chinas staatlich unterstützte Kryptowährung die Entwicklung anführt. Auch die Europäische Zentralbank untersucht die Auswirkungen einer nationalen Kryptowährung, die es den Bürgern ermöglichen würde, ihre digitalen Vermögenswerte bei der Zentralbank zu speichern und für Zahlungen und Transaktionen zu nutzen.
Der digitale Euro soll den Menschen mehr Nutzungsfreiheit und weniger implizite öffentliche Subventionen ermöglichen.
Deutscher Minister unterstützt digitalen Euro
Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz unterstützte die allgemeine Idee, wie Technologie uns bei der Umgestaltung des bestehenden Währungssystems helfen kann, und sagte in einem Interview mit der WirtschaftsWoche am 3. Oktober, dass eine elektronische tron des Euro genau das sei, was Europa brauche, da sie dem Finanzzentrum der Region massiv zugutekommen würde.
Seinen Angaben zufolge wird ein digitaler Euro den Anwendungsbereich der Währung erweitern und dazu beitragen, den Euro wieder auf die Landkarte der Finanzwelt zu bringen.
Scholz ist skeptisch gegenüber dem Projekt Libra.
verabschiedete Deutschland ein Gesetz, das eine Blockchain-Strategie zur Eindämmung des Wachstums von Parallelwährungen im Land vorsieht. Scholz nutzte die Gelegenheit, um Facebooks zwar wichtiges, aber stark kritisiertes Projekt Libra zu kritisieren und betonte, dass private Unternehmen die Ausgabe von Währungen nicht kontrollieren dürften.
Es sei alleinige Aufgabe der Regierung, Änderungen am Währungssystem vorzunehmen, und daher falle die Ausgabe einer Währung in die Zuständigkeit des Staates und nicht in die privater Organisationen wie Facebook, betonte er. Seiner Ansicht nach sollte Deutschland bei der Entwicklung nationaler digitaler Währungen eine Vorreiterrolle einnehmen, lange bevor China, Russland oder die USA aufholen könnten.
Unterdessen haben US-Gesetzgeber angefordert , der den Richtlinien der Zentralbank entsprechen soll. Weit im Osten ist China bereit , seine digitale Version der Landeswährung noch in diesem Jahr einzuführen.
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