Deutschlands Wirtschaft steht nach Trumps Wahlsieg am Rande eines dramatischen Zusammenbruchs

- Trumps Rückkehr ins Weiße Haus bedroht die deutsche Wirtschaft mit hohen Zöllen, die insbesondere wichtige Exportgüter wie Autos und Chemikalien treffen.
- Das europäische Land entging in diesem Jahr nur knapp einer Rezession, steht nun aber vor politischem Chaos, nachdem Bundeskanzler Scholz seinen Finanzminister entlassen und damit die Koalitionsregierung aufgelöst hat.
- Ökonomen prognostizieren, dass die deutsche Wirtschaft einen Schaden von 33 Milliarden Euro erleiden könnte, wenn Trump die von ihm angekündigten Zölle verhängt.
Deutschlands Wirtschaft stürzt in eine tiefe Krise, und die Wiederwahl von Donald Trump könnte der endgültige Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Mit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus gerät Europas ehemalige Wirtschaftsmacht unter Druck und steht vor dem, was manche Ökonomen als ihren „schwierigsten Moment“ bezeichnen. Schon zuvor hatte Deutschland mit Mühe das Gleichgewicht gehalten – das BIP wuchs im dritten Quartal lediglich um 0,2 Prozent, nach einemtracvon 0,3 Prozent im zweiten Quartal. Nun, da neue US-Handelsbeschränkungen drohen, blickt die ohnehin schon angeschlagene deutsche Wirtschaft in den Abgrund.
Moritz Schularick,dent des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, meint, die deutsche Wirtschaft stehe vor „massiven außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen, auf die wir nicht vorbereitet sind“. Trumps Rückkehr bedeute Ärger, großen Ärger, für den „kranken Mann Europas“
Zölle bedrohen Deutschlands wichtigste Exportindustrien
Deutschland lebt vom Export, und die USA sind sein wichtigster Abnehmer. Seit 2021 sind die USA nach China Deutschlands zweitgrößter Handelspartner – und in der ersten Hälfte des Jahres 2023 haben sie China überholt und sind zur Nummer eins geworden.
Ganze 9,9 % der deutschen Exporte gingen 2023 in die USA. Das ist ein enormer Anteil der deutschen Einnahmen. Doch Trump will Zölle. Und zwar hohe. Wir sprechen von 10 bis 20 % auf fast alle US-Importe, unabhängig vom Herkunftsland.
Die Auswirkungen dieser potenziellen Zölle sind verheerend. Das ifo Institut warnte: „Deutsche Exporteure müssen mit erheblichen Verlusten rechnen, sollte Trump seine Drohung wahr machen und Zölle von 20 Prozent auf US-Importe aus allen Handelspartnerländern erheben.“
Das Institut schätzte den Schaden allein in Deutschland auf 33 Milliarden Euro. Ein Rückgang der Exporte in die USA um 15 % ist durchaus im Bereich des Möglichen.
Die deutsche Automobil- und Chemiebranche, wichtige Säulen der deutschen Industrie, sind besonders betroffen. Morningstar DBRS, ein führendes Wirtschaftsanalyseunternehmen, hat die Automobil- und Chemiebranche als die am stärksten gefährdeten Sektoren identifiziert. Trumps Zölle würden sie hart treffen.
Lisandra Flach, Direktorin des ifo Zentrums für Internationale Wirtschaft, ist der Ansicht, dass es für Deutschland und die EU an der Zeit sei, aufzuwachen. „Deutschland und die EU müssen ihre Position jetzt durch eigene Maßnahmen stärken“, sagte sie.
Ihre Vorschläge? Die EU-Marktintegration vertiefen, glaubwürdige Vergeltungszölle gegen die USA verhängen und sich auf einen wirtschaftlichen Kampf vorbereiten.
Politisches Chaos inmitten der Wirtschaftskrise
Deutschlands Wirtschaft ist nicht der einzige Sektor in der Krise – die Regierung des Landes steht kurz vor dem Zusammenbruch. Stunden nach Trumps Wahlsieg entließ Bundeskanzler Olaf Scholz Finanzminister Christian Lindner und brachte damit die Koalitionsregierung faktisch zum Scheitern. Lindners FDP verließ die Regierung im Streit und beendete die ohnehin schon unpopuläre Koalition. Zu dem wirtschaftlichen Chaos gesellt sich nun die politische Instabilität.
Die Entlassung Lindners hat in Deutschland ein Führungsvakuum hinterlassen – und das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Scholz' Plan? Am 15. Januar ein Misstrauensvotum anstreben. Verliert er, sind Neuwahlen im März zu erwarten, also genau zu dem Zeitpunkt, an dem Deutschland möglicherweise mit den Folgen von Trumps Handelskrieg zu kämpfen hat.
Auch Scholz sparte nicht mit Kritik an Lindner, nannte ihn „egoistisch“ und „unverantwortlich“ und warf ihm vor, sich „nur um seine eigene Klientel und das kurzfristige Überleben seiner Partei zu kümmern“
Lindner ließ den Angriff nicht auf sich sitzen. Er konterte, Scholz habe „nicht die Kraft, einen Neuanfang für unser Land zu ermöglichen“
Das Hauptproblem? Die „Schuldenbremse“, eine verfassungsrechtliche Obergrenze für Kreditaufnahmen, von der Lindner sich weigert, abzuweichen.
Scholz wollte die Schuldenbremse aufheben, um höhere Kreditaufnahmen zu ermöglichen, was seiner Ansicht nach die Ukraine unterstützen und die deutsche Wirtschaft stabilisieren würde. Lindner lehnte dies entschieden ab und erklärte, die Aussetzung der Schuldenbremse verstoße gegen seinen Amtseid.
Das ist kein neuer Streit. Scholz und Lindner liegen schon seit Monaten im Clinch, doch die Spannungen erreichten ihren Höhepunkt, als die Wirtschaft weiter in die Krise geriet. In einem letzten verzweifelten Versuch, eine Einigung zu erzielen, schlug Scholz Maßnahmen zur Deckelung der Netzentgelte, zur Senkung der Energiekosten für die Industrie und zum Schutz der Arbeitsplätze in der wichtigen deutschen Automobilindustrie vor.
Lindner lehnte sie alle ab. Scholz' Reaktion? Eine sofortige Entlassung.
Zunehmender Druck durch Handelsspannungen und innenpolitische Herausforderungen
Unterdessen hat Goldman Sachs seine Wachstumsprognose für die Eurozone im Jahr 2025 von düsteren 1,1 % auf lediglich 0,8 % gesenkt, wobei Deutschland voraussichtlich am stärksten betroffen sein wird. Trumps Politik dürfte das europäische Wachstum über drei Hauptwege stark beeinträchtigen: Handelsspannungen, erhöhte Verteidigungsausgaben und Auswirkungen auf die Finanzmärkte.
Die Ökonomen von Goldman Sachs prognostizieren einen Rückgang des BIP der Eurozone um 0,5 Prozentpunkte, wobei Deutschland 0,6 Prozent und Italien 0,3 Prozent einbüßen dürften. Der Großteil dieser Auswirkungen wird voraussichtlich zwischen dem ersten und vierten Quartal 2025 eintreten. Trumps angedrohte Zölle verunsichern die Märkte bereits und könnten die Anleiherenditen aufgrund steigender defiin die Höhe treiben.
Zu allem Übel wurden auch die deutschen Wachstumsprognosen nach unten korrigiert. Erstmals seit Anfang der 2000er-Jahre steht Deutschland vor einer möglichen zweijährigen Rezession. Und obwohl Trumps Zölle die lauteste Bedrohung darstellen, sind sie nicht das einzige Problem.
Die steigenden Verteidigungskosten Europas als Reaktion auf Trumps Politikwechsel belasten den Haushalt zusätzlich und erhöhen die Wahrscheinlichkeit weiterer Verschuldung und höherer Anleiherenditen.
Auch die deutsche Industrie steckt in Schwierigkeiten. Angesichts sinkender Exporte kämpfen die Unternehmen ums Überleben. Der deutsche Einkaufsmanagerindex (PMI) für Oktober verdeutlicht die Realität: ein leichter Anstieg, aber immer noch imtracBereich. Daten von S&P Global und der Hamburg Commercial Bank zeigen, dass sich der angeschlagene Produktionssektor nicht schnell genug erholt, um den Abschwung auszugleichen.
Es gibt einen Mittelweg zwischen dem Geld auf der Bank lassen und dem riskanten Spiel mit Kryptowährungen. Beginnen Sie mit diesem kostenlosen Video zum Thema dezentrale Finanzen.
Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtrondentdentdentdentdentdentdentdent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)















