Genesis Global zahlt im Rahmen eines Vergleichs mit der US-Börsenaufsicht SEC eine Zivilstrafe in Höhe von 21 Millionen US-Dollar.

- Genesis Global wird eine Strafe in Höhe von 21 Millionen Dollar zahlen, um die Vorwürfe der US-Börsenaufsicht SEC beizulegen.
- Die Einigung steht im Zusammenhang mit nicht registrierten Angeboten und Verkäufen von Wertpapieren über das Gemini Earn-Programm.
- Die SEC wird die Strafe erst nach den Zahlungen des Insolvenzgerichts, einschließlich der Zahlungen an Kleinanleger, erhalten.
Genesis Global steckt in Schwierigkeiten und muss nun 21 Millionen Dollar an Bußgeldern zahlen. Warum? Nun, offenbar haben sie sich etwas unrechtmäßig verhalten und über das sogenannte Gemini Earn-Programm Wertpapiere ohne Registrierung angeboten und verkauft. Eine hohe Strafe für einen Fehler, aber wer im Bereich der Krypto-Kreditvergabe ganz oben mitspielt, für den sind die Risiken eben enorm.
Das Drama spielt sich in Washington D.C. ab, wo die US-Börsenaufsicht SEC, quasi die Aufsichtsbehörde der Finanzwelt, Genesis hart bestraft hat. Die Firma hatte es gewagt, ein Krypto-Kreditprodukt für Privatkunden anzubieten, ohne es vorher zu registrieren. Stellen Sie sich vor, Sie verkaufen Konzertkarten ohne Veranstaltungsort – das ist von vornherein unmöglich. Und im Grunde genommen ist diese Strafe von 21 Millionen Dollar die Art und Weise, Genesis eine Lektion zu erteilen und ihnen die Tragweite ihrer Missachtung der so wichtigen Offenlegungspflichten vor Augen zu führen, die Anleger vor unliebsamen Überraschungen schützen sollen.
Die Auswirkungen der Machenschaften der Genesis
Nun wollen wir uns dieses Fiasko etwas genauer ansehen. Die SEC, die in Sachen Wertpapierrecht nicht gerade für ihren Humor bekannt ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, unmissverständlich klarzustellen, dass Krypto-Kreditplattformen sich nicht einfach an Vorschriften halten können. SEC-Chef Gary Gensler, ein Mann, der kein Blatt vor den Mund nimmt, hat dies im Grunde auch so formuliert. Ihm geht es vor allem darum, Anleger zu schützen, das Vertrauen in die Märkte zu sichern und alle daran zu erinnern, dass die Einhaltung des Gesetzes keine bloße Empfehlung, sondern Pflicht ist.
Doch jetzt wird es richtig interessant: Der Zusammenbruch des Gemini-Earn-Programms ist eine lehrreiche Geschichte. Er verdeutlicht die unbekannten Risiken, denen Anleger ausgesetzt sind, wenn Unternehmen die Regeln nicht so genau nehmen. Gurbir S. Grewal, Leiter der Enforcement Division der SEC, betont, dass kein Marketing-Gerede oder Hype die altbewährten Offenlegungspflichten zum Anlegerschutz ersetzen kann, die das Gesetz vorschreibt.
Ein genauerer Blick auf die Folgen
Vergessen wir nicht die wahren Opfer – die Anleger. Laut den Ermittlungen der SEC hielten Genesis und ihr Partnerunternehmen Gemini Trust Company, LLC, die Einführung des Gemini Earn-Programms für eine gute Idee. Dieses Programm versprach im Wesentlichen Zinsen auf Krypto-Assets, die Kunden Genesis geliehen hatten. Klingt einfach, oder? Falsch gedacht. Als der Kryptomarkt im November 2022 in Turbulenzen geriet, stand Genesis völlig unvorbereitet da und konnte aufgrund fehlender liquider Mittel Auszahlungsanfragen nicht bedienen. Stellen Sie sich vor: 900 Millionen Dollar an eingefrorenen Krypto-Assets, 340.000 Anleger standen ohne Geld da. Kein Ruhmesblatt für Genesis.
Doch es kommt noch schlimmer. Wie in einer Seifenoper meldeten Genesis und zwei Tochtergesellschaften kurz nach diesem Debakel Insolvenz nach Chapter 11 an. Dadurch gerieten die Anleger noch tiefer in die Bredouille, da sie weder auf ihre investierten Krypto-Vermögenswerte zugreifen noch diese abheben konnten. Dies verdeutlicht eindrücklich die Volatilität des Kryptomarktes und die weitreichenden Folgen, die das Handeln eines einzelnen Unternehmens für unzählige Einzelpersonen haben kann.
Die Klage der SEC war ein zweischneidiges Schwert juristischer Fachsprache: Genesis und Gemini wurden Verstöße gegen Teile des US-amerikanischen Wertpapiergesetzes von 1933 vorgeworfen. Genesis räumte zwar keine Schuld ein, bestritt die Vorwürfe aber auch nicht. Stattdessen stimmten sie einem Vergleich zu, der eine Strafe von 21 Millionen US-Dollar und eine dauerhafte Unterlassungsverfügung beinhaltet, um weitere Verstöße zu verhindern.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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