Die US-Notenbank eröffnet die Sitzungen zur Zinssenkung, aber nicht wirklich

- Es wird erwartet, dass die US-Notenbank Federal Reserve bei ihrer bevorstehenden Januar-Sitzung die Zinssätze unverändert lässt und somit eine sofortige Zinssenkung vorerst hinauszögert.
- Es wird mit Diskussionen über Zinssenkungen gerechnet, tatsächliche Zinssenkungen könnten aber je nach Inflationsentwicklung frühestens in der ersten Hälfte des Jahres 2024 erfolgen.
- Die vorsichtige Vorgehensweise der Fed ist von historischen Lehren beeinflusst; Ziel ist es, verfrühte Zinssenkungen zu vermeiden, die zu wirtschaftlicher Instabilität führen könnten.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) unter ihrem Vorsitzenden Jerome Powell verfolgt eine Geduldsprobe, die jeden Elternteil auf einer endlosen Autofahrt neidisch machen würde. Während die Anleger ungeduldig nach Zinssenkungen fordern und immer wieder fragen: „Sind wir bald so weit?“, bleibt die Antwort der Fed ein beständiges „Bald, aber noch nicht ganz“. Diese vorsichtige Vorgehensweise prägt auch die bevorstehende Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) am 30. und 31. Januar in Washington, von der trotz der großen Aufregung keine unmittelbaren Zinssenkungen erwartet werden.
Sondierung des Marktes: Ein Vorspiel zu Zinssenkungen
Obwohl die Fed in den letzten Sitzungen die Leitzinsen unverändert beibehalten hat, mehren sich die Anzeichen für einen bevorstehenden Kurswechsel. Die Entscheidungsträger deuteten Diskussionen über die Rahmenbedingungen für Zinssenkungen an, die bei ihrer Dezembersitzung nur kurz angesprochen wurden. Einige Mitglieder zeigten sich sogar offen für Zinssenkungen in der ersten Jahreshälfte 2024, abhängig von der Inflationsentwicklung.
Erwarten Sie jedoch keinematic Ankündigungen bei der kommenden Sitzung. Die Idee einer Zinssenkung bereits im März scheint vom Tisch, obwohl wirtschaftliche Entwicklungen in der Zwischenzeit die Fed noch beeinflussen könnten. Mary Daly,dent der Federal Reserve Bank von San Francisco, bezeichnete die Aussicht auf baldige Zinssenkungen kürzlich als „verfrüht“ und betonte die Notwendigkeit soliderer Beweise für einen Rückgang der Inflation in Richtung des 2%-Ziels.
Ellen Zentner, Chefökonomin für die USA bei Morgan Stanley, teilt diese Ansicht und meint, die Fed könne es sich leisten, abzuwarten, da künftige Zinssenkungen nicht als Reaktion auf einetrac, sondern vielmehr als Anpassung der Geldpolitik angesichts des überraschenden Rückgangs der Inflation von ihrem jüngsten Höchststand erfolgen würden.
Vorsicht: Aus der Vergangenheit lernen
Die vorsichtige Vorgehensweise der Fed beruht auch auf historischen Lehren. Die übereilte Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbank in den 1970er Jahren, bevor die Inflation vollständig eingedämmt war, ist ein warnendes Beispiel, das die heutigen politischen Entscheidungsträger unbedingt vermeiden wollen. Selbst Paul Volcker, der als einer der größten US- Zentralbanker gilt, sah sich in den 1980er Jahren mit Herausforderungen konfrontiert, als seine Politikumkehrungen zu einem tieferen wirtschaftlichen Abschwung führten.
Der Präsident der USdent in Atlanta, Raphael Bostic, äußerte diesbezüglich Bedenken und warnte vor einem ständigen Auf und Ab der Zinssätze. Ökonomen, darunter auch Claudia Sahm, eine ehemalige Mitarbeiterin der US-Notenbank, gehen mehrheitlich von einer Verzögerung der Zinssenkungen bis Mai aus. Sobald die Fed jedoch Maßnahmen ergreift, könnten wir deutliche Zinssenkungen erleben, insbesondere bei einer günstigen Inflationsentwicklung.
Die nächste Woche veröffentlichten Daten zum bevorzugten Inflationsindikator der Fed sowie ein vorläufiger Bericht zum Bruttoinlandsprodukt des vierten Quartals werden für diese Entscheidungen von entscheidender Bedeutung sein. Anna Wong, Chefökonomin für die USA bei Bloomberg Economics, geht davon aus, dass die Kerninflation des von der Fed bevorzugten Inflationsindikators über verschiedene Zeiträume hinweg annualisiert unter 2 % fallen wird.
Trotz jüngster Prognosen, die eine Zinssenkung um 75 Basispunkte im Jahr 2024 nahelegen, verfolgt die Fed weiterhin eine vorsichtige Strategie. Bostic betonte in einem kürzlich geführten Interview mit Fox Business seine Bereitschaft, seine Einschätzung zu Zinssenkungen auf Grundlage anstehender Daten anzupassen, bleibt aber gleichzeitig entschlossen, die Inflation nachhaltig zu senken.
Eine zentrale Entscheidung auf der FOMC-Sitzung wird die Frage sein, ob die Prognose für künftige geldpolitische Maßnahmen in der anschließenden Erklärung angepasst wird. Seit März 2022 hat die Fed die Zinsen um mehr als fünf Prozentpunkte angehoben, und ihre aktuelle Haltung lässt die Möglichkeit weiterer Erhöhungen offen. Da die Finanzmärkte jedoch von der Hoffnung auf niedrigere Zinsen beflügelt sind, könnten einige restriktive FOMC-Mitglieder zögern, diese Prognose aufzugeben.
Diedentim November machen die Beratungen der US-Notenbank (Fed) zusätzlich kompliziert. Obwohl Ökonomen von Morgan Stanley betonen, dass die Wahlen keinen Einfluss auf die Geldpolitik haben werden, könnte die Zentralbank dennoch ins Zentrum politischer Debatten geraten, insbesondere wenn Donald Trump, ein führender republikanischer Kandidat, Zinssenkungen der Fed als vorteilhaft fürdent Joe Biden ansieht.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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