Die „Pause Letters“ der FDIC enthüllen die Taktiken der Operation Choke Point 2.0 gegen Kryptobanking

- Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) ist wegen ihrer kryptofeindlichen Taktiken heftig angegriffen worden.
- Paul Grewal, Chief Legal Officer von Coinbase, warf dem Unternehmen in einer Reihetronformulierter Tweets vor, Banken dazu zu drängen, keine Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu verfolgen.
- Der Angriff des CLO folgt auf die Klage seines Unternehmens gegen US-Regulierungsbehörden, weil diese keine klaren Richtlinien für Investitionen in digitale Vermögenswerte bereitgestellt haben.
Paul Grewal, Chief Legal Officer (CLO) von Coinbase, hat die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) scharf kritisiert, weil sie weiterhin eine kryptofeine Agenda verfolge. Grewal wandte sich an die Plattform X und warf der Aufsichtsbehörde vor, Banken, die Interesse an Kryptowährungen bekundet hatten, aktiv daran zu hindern, diese zu erwerben.
Er sagte, die Börse habe Einblick in Korrespondenzen gehabt, in denen die Aufsichtsbehörde Banken dringend aufforderte, den Einstieg in Krypto-Aktivitäten. Grewal fügte hinzu, Coinbase sei an diese Informationen gelangt, nachdem das Unternehmen die FDIC wegen der Erfüllung des Antrags der Börse auf Informationsfreiheit (Freedom of Information Act, FOIA) verklagt hatte.
In ihrer Anfrage hatte die Krypto-Handelsplattform um Aufklärung bezüglich der Schreiben gebeten, mit denen die Bundesbehörde im Rahmen ihrer Initiative „Operation Choke Point 2.0“. Grewal bezeichnete den Inhalt der Schreiben als beschämendes Beispiel für den Versuch der FDIC, legitimen amerikanischen Unternehmen den Zugang zu Finanzmitteln zu verwehren.
Er schrieb:
Langsam aber sicher wird das Bild klarer. Nachdem wir Klage eingereicht hatten, die @FDICgov endlich, uns Informationen zu unserer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) bezüglich der im Rahmen der Operation Chokepoint 2.0 an Finanzinstitute versandten Aussetzungsschreiben zukommen zu lassen. Kurz gesagt, der Inhalt ist beschämend…
— Paul Grewal (@iampaulgrewal) 1. November 2024
Die FDIC hatte Bedenken hinsichtlich Kryptoprojekten geäußert
Die Schreiben der FDIC zeigen, dass die Behörde bestrebt ist, bestimmte Finanzinstitute vom Einstieg ins Kryptogeschäft abzuhalten. So riet beispielsweise Eric T. Guyot, stellvertretender Regionaldirektor der Behörde, einer Bank am 11. März 2022, „alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Krypto-Assets vorübergehend auszusetzen“. Diese Verzögerung, so Guyot, würde es der Behörde ermöglichen, die Sicherheit und Stabilität des vorgeschlagenen Kryptoprodukts zu prüfen.
Ebenso forderte Jessica A. Kaemingk, amtierende Regionaldirektorin der FDIC, am 25. März 2022 den Vorstand einer anderen Bank auf, sein geplantes Krypto-Asset-Produkt zu überdenken. Sie äußerte Bedenken hinsichtlich der „Sicherheit und Stabilität“ des Programms und verlangte zusätzliche Unterlagen zur Bestätigung der Einhaltung der Vorschriften.
Am 22. April 2022 forderte die FDIC ein drittes Kreditinstitut auf, einen aktiven Service für digitale Vermögenswerte vorübergehend einzustellen. Die Aufsichtsbehörde argumentierte, diese Pause sei notwendig, um die Einhaltung der Vorschriften und das Risikomanagement des Services zu klären, bevor eine Ausweitung genehmigt werden könne.
Coinbase drängt auf mehr Klarheit im Kryptobereich
Grewal schloss seinen Beitrag auf X mit der Aussage, dass Coinbase sich weiterhin für mehr Klarheit bei den Regulierungen für Krypto-Investitionen einsetzen werde. Er betonte, dass die Öffentlichkeit Transparenz erwarte, etwas, das die FDIC durch ihre Bürokratie nicht fördere.
Coinbases Antrag nach dem Freedom of Information Act (FOIA) an die FDIC ist der jüngste Versuch des Unternehmens, die Haltung der US-Regierung zur Regulierung digitaler Vermögenswerte zu beeinflussen. Er folgt unmittelbar auf eine Klage, die Coinbase gegen die Securities and Exchange Commission (SEC) in Washington eingereicht hat, weil diese ähnliche Anträge ignoriert hatte.
Die Krypto-Handelsplattform Coinbase ist zudem in einen weiteren Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC vor dem Berufungsgericht in Philadelphia verwickelt. Coinbase fordert in diesem Verfahren von der SEC die Festlegung eindeutiger Regeln für den Umgang mit Kryptowährungen. Sollte die Börse damit Erfolg haben, hätte sie die Kryptoindustrie von einer ihrer größten Hürden befreit: der fehlenden regulatorischen Klarheit.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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