Die US-Staatsanwaltschaft in New Jersey ist entschieden gegen eine berüchtigte Drogenhändlergruppe vorgegangen. Laut einer Akte droht der Gruppe, die mit Christopher Castelluzzo und seinen Komplizen Luke Atwell und Brian Krewson in Verbindung steht, nun ein zivilrechtliches Einziehungsverfahren. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der umfangreiche Einsatz von Kryptowährungen in ihren illegalen Geschäften.
Kryptowährung im Mittelpunkt der Operation
Der Drahtzieher der Operation, Castelluzzo, der derzeit zwei 20-jährige Haftstrafen verbüßt, soll versucht haben , eine große Summe Kryptowährung zu transferieren, um Steuern zu hinterziehen. Dieser Schritt legte die ausgeklügelten finanziellen Strukturen ihrer Drogenhandelsaktivitäten offen und offenbarte eine starke Abhängigkeit von digitalen Währungen.
FBI-Agent James Dennehy hob die Kompetenz der Behörde bei tracsolcher illegalen Finanzaktivitäten hervor. Der Erfolg bei der Beschlagnahmung von Kryptowährung im Wert von 54 Millionen US-Dollar unterstreicht die Fähigkeit des FBI, diese modernen kriminellen Organisationen aufzudecken und zu zerschlagen.
Der beschlagnahmte Betrag ist zwar beträchtlich, stellt aber nur einen Teil der Geschäfte der Gruppe dar. Seit 2013 haben sie Gewinne aus dem Drogenverkauf in verschiedene Kryptowährungen, nicht nur Bitcoin, investiert. Ihr Portfolio umfasste unter anderem bedeutende Anteile an Ether, Chainlinkund Polkadot.
Fokus auf Ether-Investitionen
Ein bedeutender Teil ihrer digitalen Vermögenswerte bestand aus Ether, von denen 30.000 ETH beschlagnahmt wurden. Diese wurden ursprünglich während des ersten ICO von Ethereumerworben und belegen ihr frühes und breit gefächertes Engagement im Bereich Kryptowährungen.
US-Staatsanwalt Phillip R. Sellinger unterstrich das Engagement der Justiz, Erträge aus kriminellen Aktivitäten tracund zurückzuerlangen.
Er sagte: „Mit der heutigen Zivilklage wollen wir Kryptowährung im Wert von Millionen Dollar zurückerlangen, die der Angeklagte mutmaßlich aus Drogengeschäften erlangt hat. Ob es sich nun um einfache cash oder um komplexe Kryptowährungen handelt – wir werden die notwendigen Schritte einleiten, um die finanziellen Gewinne, die Angeklagte aus kriminellen Handlungen erzielen, zu beschlagnahmen.“
Diese Haltung spiegelt die nach dem Urteil im SBF-Fall geäußerten Ansichten wider. Sie vermeidet es, Kryptowährungen in ein negatives Licht zu rücken, und betont stattdessen die Illegalität von Erträgen aus kriminellen Aktivitäten, unabhängig von deren Form.

