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Modelabel „Collina Strada“ sieht sich wegen KI-generierter Drucke mit Gegenwind konfrontiert

In diesem Beitrag:

  • Collina Strada und Baggu nutzten KI für ihre Entwürfe, was Kontroversen auslöste.
  • Der hohe Energieverbrauch von KI gibt Anlass zu Umweltbedenken.
  • Die Kunden reagierten in den sozialen Medien negativ, doch Collina Strada verteidigte die KI als Experiment.

Das 15 Jahre alte Modelabel Collina Strada hat mit seiner jüngsten Zusammenarbeit mit dem Taschenhersteller Baggu für Kontroversen gesorgt. Eine kürzlich erschienene Kollektion der beiden Marken wurde offenbar mithilfe von KI generiert, was Zweifel an Collinas Engagement für die erklärten Umweltbelange aufkommen lässt.

Pferdetasche, entworfen mit Midjourney. Quelle: New York Post.

Die Kooperation zeichnete sich durch besondere Designs wie pferdeförmige Handtaschen und farbenfrohe Prints aus. Ein Reddit-Nutzer nutzte ein Programm zur Erkennung KI-generierter Bilder und kam zu dem Schluss, dass das Design mit einer Wahrscheinlichkeit von 86,4 % von einer KI oder einem Deepfake erstellt wurde. Dies hat bei den Käufern viele Fragen und große Unzufriedenheit ausgelöst. 

Kommentar
vonu/doobadada aus der Diskussion
InBAGGU

Die Umweltbedenken verstärken sich aufgrund des hohen Energieverbrauchs von KI

Collina Strada beschreibt sich auf ihrer Website als Marke, die sich für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, Wandel und Ausdruck einsetzt. Künstliche Intelligenz (KI) wird jedoch häufig mit hohem Energieverbrauch in Verbindung gebracht. Berichten zufolge dürfte der Stromverbrauch von KI den Strombedarf von Rechenzentren in den nächsten sechs Jahren mehr als verdoppeln, was ein Problem für Strategien im Bereich grüner Energie darstellt. Auch der Einsatz von KI in der Kreativwirtschaft ist umstritten, da die Werke von Kreativen ohne deren Zustimmung zum Training von KI genutzt werden.

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Nach der Kritik veröffentlichte Baggu auf seiner Website, dass die Designs „Blue Thorns“ und „Boxer Plaid“ mithilfe der generativen KI Midjourney „KI-konzeptualisiert“ wurden. In der Beschreibung hieß es, die Mitarbeiter von Collina Strada hätten Midjourney genutzt, um die alten Drucke neu zu gestalten und sogar zu verbessern. Das Grafikteam habe diese KI-generierten Konzepte anschließend durch die Integration von Logos und weiteren Details in die finalen Designs umgesetzt. 

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Kreativdirektor Taymour verteidigt KI als experimentelles Werkzeug

Collina Strada hat sich zu den negativen Reaktionen geäußert und erklärt, dass man die Bedenken berücksichtigt habe. 

„Wir haben diese Prints ursprünglich für unsere SS24-Kollektion ‚Soft is Hard‘ entwickelt, indem wir Collina-Prints aus früheren Saisons verwendet und sie mithilfe der ‚Blend‘-Funktion neu kombiniert haben.“

 Collina Strada Kreativdirektorin Hillary Taymour

In einer Stellungnahme gegenüber Mashable erklärte das Label, dass Midjourney nicht die menschlichen Designer überflüssig gemacht, sondern lediglich ein experimentelles Werkzeug für die Saison gewesen sei. In den sozialen Medien äußerten Nutzer auf einen Instagram-Post von Collina Strada ihre Unzufriedenheit.

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Einer der Befragten erinnerte sich, dass er die Bestellung stornierte, als er von den KI-Mustern erfuhr. Ein anderer Rezensent lehnte KI ab und merkte an, dass sie Künstlern und der Umwelt schade. Eine dritte Person äußerte sich zu dem Thema und wünschte sich, dass andere Unternehmen verdeutlichen, dass ein unkontrollierter und unmoralischer Einsatz von KI unerwünscht sei. 

Reddit-Nutzer zeigten sich bestürzt über Screenshots, die Collina Stradas Art Director Charlie Engman dabei zeigten, wie er Bedenken scheinbar abtat. Engman reagierte mit einer Instagram-Story auf die Kommentare und schrieb: „Ich bin immer wieder fasziniert von dem Drang, im Namen des Künstlerschutzes öffentliche Verurteilungen über einen künstlerischen Prozess zu provozieren.“ Engman hat sich offen für den Einsatz künstlicher Intelligenz in seinen Kreationen ausgesprochen. Die Debatte um den KI-Einsatz bei Collina Strada verdeutlicht die gesellschaftlichen Probleme im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Authentizität in der Modebranche. 

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Cryptopolitan Berichterstattung von Brenda Kanana

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