Facebook steht kurz vor der Veröffentlichung seiner eigenen Kryptowährung. Gleichzeitig passt das Unternehmen seine Werberichtlinien an, sodass auch andere, die ihre Kryptowährungen bewerben möchten, Facebook wieder nutzen können.
Laut Facebook ist die Genehmigung zur Werbung auf ihrer Website eine Folge der massiven Kritik, die sie nach dem Verbot von Krypto-Werbung erhalten haben. Sie steht in keinem direkten Zusammenhang mit der Einführung ihres eigenen Stablecoins.
Werbetreibende müssen zwar weiterhin einen Antrag stellen, um Werbung im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu schalten. Die im Juni des Vorjahres eingeführte Vorabgenehmigungspflicht für solche Anzeigen wird jedoch aufgehoben.
Eine Anzeige, die auf eine Landingpage eines eingeschränkten Produkts verweist, bedarf jedoch weiterhin einer vorherigen Genehmigung und kann abgelehnt werden, wenn es sich um ein verbotenes Produkt handelt.
Darüber hinaus erklärt Facebook, dass Werbung im Zusammenhang mittrac(CFDs), wie beispielsweise Initial Coin Offerings (ICOs), die ausbeuterischen Charakter hat, nicht zulässig sein wird.
All dies fällt laut Facebook-Verantwortlichendentmit der Suche des Unternehmens nach einer Milliarde Dollar (1 Mrd. USD) für sein eigenes Projekt „Libra“ zusammen. Ein Medienportal berichtete, dass Facebook diesbezüglich mit großen Organisationen wie VISA und MasterCard verhandelt.
Das Projekt Libra war ursprünglich als einfache Möglichkeit für WhatsApp-Nutzer gedacht, Geld zu überweisen. Mittlerweile umfasst es jedoch ein viel größeres Spektrum und bietet unter anderem Zahlungen für Werbebewertungen, Online-Shopping und E-Commerce-Funktionen – und zwar nicht nur für Facebook.
Facebook hält weiterhin daran fest, Werbung im Finanzbereich zu unterbinden, die Nutzer in die Irre führen könnte. Daher müssen sich Anbieter von Kryptowährungen weiterhin einer Überprüfung unterziehen.
Facebook zeigt sich vor dem Start der Kryptowährung zurückhaltend gegenüber Krypto-Werbung