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Die Inflation in der Eurozone erreichte im September 2,2 % und übertraf damit erstmals seit April das EZB-Ziel

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
  • Die Inflation in der Eurozone stieg im September auf 2,2 %, nach 2,0 % im August, hauptsächlich aufgrund höherer Dienstleistungspreise.
  • Laut Eurostat-Daten blieb die Kerninflation trotz steigender Dienstleistungskosten bei 2,3 %.
  • Es wird erwartet, dass die EZB die Zinssätze am 30. Oktober unverändert lässt; die Märkte sehen die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in diesem Jahr lediglich bei 10 %.

Die Inflation in der Eurozone stieg im September auf 2,2 Prozent und überschritt damit erstmals seit April das Ziel der Europäischen Zentralbank. Der Anstieg gegenüber 2,0 Prozent im August ist auf gestiegene Dienstleistungspreise und einen langsameren Rückgang der Energiekosten zurückzuführen.

Neue Zahlen von Eurostat bestätigten, dass die Entwicklung den Prognosen einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen entsprach. Der Bericht bestätigte zudem, dass ein wichtiger Indikator für die Kerninflation, der Nahrungsmittel und Kraftstoffe ausklammert, trotz steigender Dienstleistungskosten unverändert bei 2,3 % blieb.

Der Anstieg beeinflusst bereits die Einschätzung der Märkte und politischen Entscheidungsträger hinsichtlich der nächsten Schritte der EZB. Die Zentralbank hat die Zinsen nach einer Reihe deutlicher Senkungen bei 2 % belassen und steht nun vor der Frage, ob der Preisanstieg zukünftige Maßnahmen verzögern wird.

Die am Mittwoch veröffentlichten Daten bestätigten den Trend stabiler Kernpreise bei gleichzeitigtronDienstleistungsinflation. Die Details deuten auf eine komplexe Situation für die politischen Entscheidungsträger vor ihrer Sitzung am 30. Oktober hin. Sollte keine Änderung beschlossen werden, wäre dies die dritte Sitzung in Folge, in der die Zinsen unverändert bleiben.

EZB prüft Zinspolitik nach Septemberdaten

Die Europäische Zentralbank (EZB) bemüht sich seit vier Jahren um die Senkung der Inflation. Dennoch sehen die Verantwortlichen den Anstieg in diesem Monat nicht als Anzeichen eines neuen Problems. Sie argumentieren, dass die allgemeinen Trends weiterhin darauf hindeuten, dass die Preise wieder in Richtung des 2%-Ziels und darunter fallen werden. EZB-dent Christine Lagarde sagte am Dienstag: „Soweit wir die Zukunft modellieren können, scheinen die Inflationsrisiken in beide Richtungen recht begrenzt zu sein.“.

Da der Leitzins nun bei 2 % liegt, sind wir gut aufgestellt, um zu reagieren, falls sich die Inflationsrisiken verändern oder neue Schocks auftreten, die unser Ziel gefährden.“ Dies signalisiert, dass die Bank zum Handeln bereit ist, aber wegen der Zahlen eines einzelnen Monats nicht in Panik gerät.

Einige Entscheidungsträger werden die September-Zahlen jedoch voraussichtlich als Argument nutzen, um von weiteren Lockerungsmaßnahmen abzusehen. Dazu gehören diejenigen, die befürchten, dass eine erneute Zinssenkung die Preiserwartungen destabilisieren könnte. Die EZB wird die Zinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit bei ihrer dritten Sitzung in Folge am 30. Oktober auf dem aktuellen Niveau belassen. Finanzinvestoren teilen diese Ansicht. Sie sehen die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung im Laufe dieses Jahres lediglich bei 10 % und die Wahrscheinlichkeit einer Senkung bis Mitte 2026 bei 30 %. Diese Markterwartungen spiegeln das Vertrauen in die aktuelle Haltung der EZB trotz des Anstiegs der Gesamtinflation wider.

Politische Entscheidungsträger warnen vor einer zu niedrigen Inflation

Innerhalb der Eurozone befürchten einige Verantwortliche nicht eine hohe, sondern eine anhaltend niedrige Inflation. Die EZB prognostiziert für das kommende Jahr ein Preiswachstum von 1,7 Prozent, das sechs Quartale in Folge unter dem Zielwert bleiben soll. Dies gäbe Einzelhändlern und Arbeitgebern ausreichend Zeit, ihre Preis- und Lohnstrukturen anzupassen. Manche politische Entscheidungsträger argumentieren, dies könne das schwache Preiswachstum verfestigen, ähnlich wie im Jahrzehnt vor der Pandemie, als die EZB die Zinsen unter null senkte und Billionen von Euro druckte, um die Wirtschaft anzukurbeln, aber dennoch die Inflation nicht anheben konnte.

Dieses Argument wird durch schwache Zahlen für Industrie, Investitionen und private Konsumausgaben gestützt, die allesamt auf eine Konjunkturabschwächung hindeuten. Die Wirtschaft steht zudem unter Druck durch US-Zölle, was ein zusätzliches Risiko darstellt. Die restriktivere Seite der EZB hält diese Befürchtungen jedoch für übertrieben. Sie ist überzeugt, dass die Wirtschafttrongenug ist, um die Handelsspannungen zu bewältigen, da sich die Industrie erholt, die Arbeitsplätze stabil bleiben und die Verteidigungsausgaben steigen, um das Wachstum zu stützen.

Die Bank wird vorerst abwarten, bevor sie die Zinsen erneut anpasst. Dies geschieht, nachdem sie die Zinsen im laufenden Geschäftsjahr bis Juni bereits um zwei volle Prozentpunkte gesenkt hat. Der weitere Kurs hängt davon ab, wie schnell sich die Lage beruhigt und ob die Inflation tatsächlich wieder unter das Zielniveau sinkt oder sich als hartnäckiger als erwartet erweist.

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