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Europa droht Iran mit UN-Sanktionen wegen der ins Stocken geratenen Atomgespräche

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Europa droht Iran mit UN-Sanktionen wegen der ins Stocken geratenen Atomgespräche.
  • Frankreich, Deutschland und Großbritannien warnten den Iran, dass sie die UN-Sanktionen wieder in Kraft setzen werden, falls die Atomgespräche nicht bis Ende August wieder aufgenommen werden.

  • Der iranische Außenminister wies die Drohung zurück und warf den USA vor, die Verhandlungen im Juni abgebrochen zu haben.

  • Das Atomabkommen von 2015 sieht die Wiedereinführung von Sanktionen vor, falls der Iran gegen die Bestimmungen verstößt.

Frankreich, Deutschland und Großbritannien teilten dem Iran am Donnerstag mit, dass sie die Sanktionen der Vereinten Nationen wieder in Kraft setzen werden, falls Teheran nicht endlich ernsthafte Schritte unternimmt und die Atomgespräche unverzüglich wieder aufnimmt.

Sie wollen noch vor Ende August konkrete Ergebnisse. Keine weiteren Verzögerungen. Der Druck ist diesmal enorm. Die drei Länder, die sogenannte E3, sprachen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi und stellten dabei deutliche Forderungen.

Es war ihr erster direkter Kontakt seit den israelischen und US-amerikanischen Bombenangriffen auf iranische Atomanlagen im letzten Monat. Das hat alles verändert. Nun beobachten die Europäer Irans nächsten Schritt mit äußerster Vorsicht.

Eine französischematic Quelle sagte, die E3 habe sich vehement für ein „überprüfbares und dauerhaftes Abkommen“ eingesetzt und gewarnt, dass der Snapback-Mechanismus ausgelöst würde, wenn der Iran weiterhin verzögere.

Araghchi kontert und wirft den USA vor, sich zurückgezogen zu haben

Araghchi griff X scharf an und machte deutlich, dass er nicht beeindruckt war. Er sagte, er habe den Europäern gesagt: „Es waren die USA, die im Juni dieses Jahres die Verhandlungen verließen und sich stattdessen für eine militärische Option entschieden, nicht der Iran.“ Er sagte, wenn die E3 oder die EU ernst genommen werden wollten, sollten sie aufhören, Drohungen auszusprechen. Er sagte:

„Sie sollten verantwortungsbewusst handeln und die überholten Strategien der Drohung und des Drucks, einschließlich des ‚Snapback‘, für den es absolut keine moralische und rechtliche Grundlage gibt, beiseite lassen.“

Araghchi stellte eines klar: Der Iran ist gesprächsbereit, aber nur, „wenn die andere Seite zu einem fairen, ausgewogenen und für beide Seiten vorteilhaften Atomabkommen bereit ist“. Anders gesagt: Es wird keine Gespräche geben, solange der Westen die harte Linie verfolgt. Der Iran wird nicht klein beigeben.

Das Atomabkommen von 2015 ist formaljuristisch noch immer gültig, zumindest vorerst. Die USA sind 2018 ausgestiegen, aber Frankreich, Großbritannien, Deutschland, China und Russland halten weiterhin daran fest.

Gemäß dem Abkommen kann jedes der verbleibenden Mitglieder die Wiedereinführung der UN-Sanktionen auslösen, falls Iran gegen die Regeln verstößt. Diese Sanktionen würden innerhalb von nur 30 Tagen in Kraft treten. Danach stünde Iran erneut unter internationalem Druck und hätte keine Möglichkeit, sich dieser zu entziehen, sofern es sich nicht an das Abkommen hält.

Eine französische Quelle fügte hinzu: „Die Minister bekräftigten zudem ihre Entschlossenheit, den sogenannten ‚Snapback‘-Mechanismus anzuwenden, falls bis zum Ende des Sommers keine konkreten Fortschritte in Richtung einer solchen Einigung erzielt werden.“ Konkrete Details wurden nicht genannt, doch die Botschaft war unmissverständlich: Europa hat genug gewartet.

Aktuell befinden sich keine IAEA-Inspektoren mehr im Iran. Das ist ein großes Problem. Niemand hat die Atomanlagen im Blick, und das macht ein ernsthaftes Abkommen praktisch unmöglich. Ohne Verifizierung gibt es nichts zu besprechen.

Der Iran erklärt sich zwar offen für Diplomatie, doch konkrete Termine gibt es nicht. Eine sechste Gesprächsrunde mit den USA ist in weiter Ferne. Diplomaten, die angeblich anonym bleiben wollten, bezeichneten den August als realistische Frist.

Dennoch besteht noch Hoffnung. Zwei europäische Diplomaten gaben an, in den kommenden Tagen eine Abstimmung mit Washington anzustreben. Das Ziel? Die Gespräche wieder aufzunehmen. Es ist jedoch unklar, ob dies noch vor Ende August gelingt. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Wiedereinführung der Corona-Maßnahmen wahrscheinlich erfolgen.

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