Kehrt die Risikobereitschaft bei ETH zurück, wenn Anleger Hebelwirkung einsetzen?

- Das Leverage-Verhältnis von ETH hat sich wieder auf das Niveau vor dem Crash vom 11. Oktober erholt.
- Die Hebelwirkung Binance stieg im November, was darauf hindeutet, dass Händler eher bereit waren, auf eine Erholung des ETH-Marktes zu setzen.
- ETH akkumulierte überwiegend Long-Positionen im Bereich von 2.800 US-Dollar, während Short-Positionen eher konservativ angestrebt wurden.
ETH zeigt Anzeichen einer Erholung im gehebelten Handel. Da der Kurs bei rund 3.000 US-Dollar liegt, steigt das Hebelverhältnis an den Börsen.
Der ETH-Hebel hat sich, gemessen am Hebelverhältnis der Börsen, erholt. Binance ist in dieser Hinsicht erneut führend, was auf eine Rückkehr zu risikoreicheren Positionen hindeutet. Als ETH um die 3.000-Dollar-Marke notierte, eröffneten Händler neue Positionen in Erwartung einer Kursbewegung.
Das ETH-Hebelverhältnis ist auf allen Börsen, insbesondere auf Binance, seit seinem lokalen Tiefstand am 14. Oktober wieder gestiegen. Aktuell liegt das Verhältnis wieder bei 0,7 und damit wieder auf dem Niveau vor dem Crash vom 11. Oktober.

Das Verhältnis misst das offene Interesse einer Börse geteilt durch die Coin-Reserve und dient als Indikator für den durchschnittlichen Hebel der Nutzer. Ein steigender Wert deutet darauf hin, dass mehr Anleger durch den Handel mit Derivaten Kursrisiken eingehen. Der Anstieg des Hebels folgt auf ein kürzlich verzeichnetes Rekordhandelsvolumen für ETH auf der Binance Plattform.
ETH baut den Gesamthebel nur langsam wieder auf.
mit ETH -Derivaten auf Binance hat sich beschleunigt, da die Börse weiterhin führend in Bezug auf verfügbare Liquidität ist. Insgesamt bleibt das offene Interesse an ETH jedoch verhalten.
In den letzten Tagen erholte sich das offene Interesse an ETH auf über 17 Milliarden US-Dollar und bewegte sich damit innerhalb seiner üblichen Spanne. Über 74 % der ETH-Positionen sind Long-Positionen, wobei der Großteil der Liquidität in Long-Positionen akkumuliert ist und damit unterhalb der aktuellen Spanne liegt.
Trotz der gestiegenen Liquidität an einzelnen Börsen agieren Händler insgesamt vorsichtiger. Auch die Anzahl hochgehebelter Positionen nimmt nicht mehr so stark zu wie zuvor, was auf ein geringeres Vertrauen in die Erholung von ETH hindeutet. Insgesamt sind hochgehebelte Positionen im Vergleich zu früheren ETH-Bullenzyklen um rund 50 % zurückgegangen
ETH ist in den letzten drei Monaten um über 42 % gefallen und hat damit den Versuch, die 5.000-Dollar-Marke zu durchbrechen, aufgegeben. Aktuell hat ETH seinen lokalen Tiefpunkt noch nicht erreicht und den Anstieg über 3.000 Dollar noch nicht begonnen. ETH notiert weiterhin bei etwa 0,033 gegenüber BTC und dominiert hinsichtlich der Marktkapitalisierung mit 11,3 %.
Die Kursentwicklung von ETH ist aufgrund gehebelter Long-Positionen gefährdet.
Nach dem aktuellen Marktabschwung bauten die ETH-Leverage-Positionen in einer neuen Preisspanne ab 2.866 US-Dollar wieder auf. Laut der Liquidations-Heatmap stehen bei diesem Preisniveau über 51 Millionen US-Dollar an Leverage zur Liquidation bereit.
Um 2.857 US-Dollar wurden Positionen im Wert von über 52 Millionen US-Dollar aufgebaut. Im aktuellen Preisbereich konzentriert sich die Großteil der ETH-Short-Liquidität knapp über 3.000 US-Dollar, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines Short Squeeze deutlich geringer ist. Auf Hyperliquid agieren Leerverkäufer etwas aggressiver und halten über 43 % des offenen Interesses.
Die Erholung von ETH nach dem jüngsten Kursrückgang hat auch die Long-Liquidität erhöht. Aktuell gilt ETH weiterhin als potenziell volatil. Der Ethereum Fear and Greed Index liegt bei 32 Punkten, was darauf hindeutet, dass Derivatehändler weiterhin verunsichert sind.
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Hristina Vasileva
Hristina Vasileva ist Expertin für DeFi, Wirtschaft und Finanznachrichten. Nach einem vierjährigen Bachelor-Studium in Betriebswirtschaft, Journalismus und Massenkommunikation absolvierte sie ein Masterstudium in Philosophie an der Universität Sofia. Sie arbeitete für eine der führenden Zeitungen des Landes und berichtete über Rohstoffe und Unternehmensergebnisse. Derzeit ist Hristina als freie Autorin für Cryptopolitantätig.
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