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Elon Musk sagt, Teslas Zukunft hänge von Robotern ab, nicht von Autos

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Elon Musk sagt, Teslas Zukunft hänge von Robotern ab, nicht von Autos
  • Elon Musk sagte, Teslas Zukunft werde zu 80 % auf dem Roboterprojekt Optimus beruhen, nicht auf Autos.
  • Der neueste Masterplan von Tesla sieht erstmals auch Roboter vor, nennt aber keinen klaren Zeitplan.
  • Die weltweiten Fahrzeugauslieferungen von Tesla gingen im ersten Halbjahr 2025 um 13 % zurück.

Tesla-Chef Elon Musk erklärte am Montag, die Zukunft des Unternehmens hänge nicht mehr von Autos ab. Unmittelbar nach der Veröffentlichung eines neuen „Masterplans“ sagte Musk, 80 % des Unternehmenswerts von Optimus, dem humanoiden Roboterprojekt, das er 2021 erstmals vorgestellt hatte, stammen würden.

Das ist eine bedeutende Veränderung für ein Unternehmen, das mit Robotern noch keinen Cent verdient. Diese Aussage, über die Bloomberg berichtete, erfolgte zeitgleich mit Teslas erstmaligem öffentlichen Eingeständnis, dass Roboter zu den zentralen Zukunftsplänen des Unternehmens gehören. Elon schrieb dazu auf X, der sozialen Plattform von Elon Musk:

„Wir entwickeln Produkte und Dienstleistungen, die KI in die reale Welt bringen. Seit fast zwei Jahrzehnten arbeiten wir unermüdlich daran, durch die Entwicklung von Elektrofahrzeugen, Energieprodukten und humanoiden Robotern die Grundlage für diese technologische Renaissance zu schaffen.“

Optimus befindet sich noch in der Entwicklung, ist nicht lieferbereit und wird erst in einigen Jahren Umsätze generieren. Das hielt Elon Musk jedoch nicht davon ab, Optimus künftig in den Mittelpunkt der Unternehmensbewertung von Tesla zu stellen.

Elon lenkt die Aufmerksamkeit von den gescheiterten Elektroauto-Plänen ab

Diese neue, auf Roboter ausgerichtete Denkweise entstand unmittelbar nach der Veröffentlichung von Teslas neuestem Masterplan. Elons erster Plan, der 2006 vorgestellt wurde, konzentrierte sich auf die Entwicklung eines teuren elektrischen Sportwagens und die Verwendung der Gewinne zur Herstellung günstigerer Modelle.

Dieser Plan wurde tatsächlich umgesetzt. Der zweite Plan, der 2016 veröffentlicht wurde, ist jedoch noch immer nicht fertiggestellt. Er versprach elektrische Lkw und Busse, vollautonome Fahrzeuge und eine autonome Fahrdienstplattform. Fast nichts davon existiert in der Realität.

Als Elon 2023 seinen dritten Plan veröffentlichte, gab selbst er zu, dass dieser nicht ankam. „Zu komplex für fast jeden“, sagte er. Die neueste Version ist kurz, unter 1.000 Wörtern, enthält aber weder konkrete Zahlen noch detaillierte Fahrpläne.

Und dazu gehört auch Optimus. Bereits im Januar sagte Elon, eine „sehr grobe Schätzung“ sei, dass Tesla Optimus-Roboter voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 an externe Unternehmen ausliefern könne.

Auch ohne funktionierende Prototypen oder einen überzeugenden Business Case preist Elon Musk den Roboter immer wieder an. Und der Zeitpunkt ist kein Zufall. Teslas Autoverkäufe sind rückläufig.

Die weltweiten Fahrzeugauslieferungen gingen im ersten Halbjahr 2025 um 13 % zurück, womit das Unternehmen auf den zweiten jährlichen Rückgang in Folge trac. Dies ist das schlechteste Ergebnis, das der Elektroautohersteller seit Jahren verzeichnet hat.

Tesla erlebt einen Einbruch in Europa, während Norwegen treu bleibt

das Elektroauto-Geschäft des Unternehmens bricht. Teslas Fahrzeugverkäufe in der Region sanken im Juli um 40 Prozent, und im August verschärfte sich die Lage weiter. Die Neuzulassungen in Frankreich gingen um 47 Prozent zurück, in Schweden brachen sie sogar um 84 Prozent ein.

Teslas sinkende Verkaufszahlen fallen mit dem zunehmenden Markteintritt von Wettbewerbern, insbesondere aus China, zusammen. Marken wie BYD verkaufen günstigere Elektromodelle und gewinnen große Teile von Teslas Kundschaft.

Das andere Problem ist Teslas eigene Modellpalette. Käufer warten seit Jahren auf bedeutende Verbesserungen, und es ist nichts wirklich Neues auf den Markt gekommen. Hinzu kommt, dass Elons häufige politische Äußerungen in Europa heftige Kritik hervorrufen. Das wirkt sich negativ auf die Verkaufszahlen aus.

Doch nicht alle Märkte schwächeln. In Norwegen ist Tesla weiterhin Marktführer. Das Land hat sich praktisch vollständig auf Elektromobilität umgestellt. Im August waren 97 % aller neu verkauften Autos Elektrofahrzeuge. Tesla war in diesem Jahr die meistverkaufte Marke des Landes und verzeichnete im selben Monat einen Absatzanstieg von 22 % im Vergleich zum Vorjahr. Norwegen lässt Tesla etwas Luft zum Atmen, und das Unternehmen konnte im vergangenen Monat auch in Spanien und Portugal einen leichten Absatzanstieg verzeichnen.

Dennoch reicht das nicht aus, um den Einbruch in Frankreich, Schweden und anderen wichtigen Märkten auszugleichen. Elon Musk hat bestritten, dass das Unternehmen in Europa in Schwierigkeiten steckt. Doch Tesla steht eindeutig unter Druck, und Musks Robotervisionen dienen nun alstracvon den schwachen Geschäftszahlen vor Ort.

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