Elliptic warnt vor Geldwäsche im industriellen Maßstab über Kryptowährungen für Betrugsfälle im Zusammenhang mit der Schweineschlachtung

- Laut Elliptic hat sich die Schweineschlachtung zu einem milliardenschweren globalen kriminellen Geschäft entwickelt.
- Die Blockchain-Analyse ergab, dass die Branche aufgrund von Zwangsarbeit und Menschenhandel in südostasiatischen Lagern gewachsen ist.
- Die Recherchen von Elliptic zeigen, dass mehr als 21 Milliarden Dollar über dezentrale Börsen und Zahlungsbrücken gewaschen wurden.
Die Betrüger im Kryptobereich werden immer erfinderischer. Laut einem Bericht des Blockchain-Analyseunternehmens Elliptic aus dem Jahr 2025 hat sich das sogenannte „Pig Butchering“, eine Form des Liebesbetrugs, bei der Opfer dazu gebracht werden, Geld an gefälschte Krypto-Investitionsprogramme zu überweisen, zu einem Milliardengeschäft entwickelt.
Die Blockchain-Analyse ergab, dass die Branche aufgrund von Zwangsarbeit und Menschenhandel in südostasiatischen Lagern gewachsen ist. Laut Elliptic entstehen chinesischsprachige „Garantie-Marktplätze“, die als Komplettanbieter Technologie, persönliche Daten, Geldwäschedienstleistungen und sogar KI-generierte Deepfakes anbieten.
Diese Betrugsmaschen, bei denen es um die Schlachtung von Schweinen geht, sind komplexe Betrugsversuche, die Menschen dazu verleiten, in gefälschte Kryptowährungen zu investieren. Dies deutet auf zunehmend organisierte Methoden der Geldwäsche hin, bei denen Praktiken angewendet werden, die professionellen Finanztransaktionen ähneln.
Taktiken beim Schlachten von Schweinen
Die Ermittler von Elliptic stellten fest, dass Betrüger die Einlagen ihrer Opfer häufig in selbstverwalteten Wallets bündeln, die ausschließlich zur Konsolidierung und zum Transfer von Geldern dienen. Von dort durchläuft das Geld eine Reihe von Transaktionen, um seine Herkunft zu verschleiern. Es kann auch über Cross-Chain-Verbindungen oder Zahlungsabwicklungsdienste geleitet werden, wodurch der Eindruck entsteht, es handele sich um echtes Geld.
Eine gängige Taktik besteht darin, sogenannte Mule-Konten auf regulierten Krypto-Plattformen zu verwenden. Diese Konten weisen häufig verdächtige Merkmale auf, wie beispielsweisedentdent, wiederholte IP-Logins und bestimmte Transfermuster zwischen den Konten.
Fotos, die im Rahmen von Compliance-Prüfungen eingereicht werden, zeigen mitunter Arbeiter in Callcentern oder Lagerhallen, die bekanntermaßen als Ausgangspunkte für Schweineschlachtbetriebe gelten. Die Studie betont jedoch, dass die Blockchain im Gegensatz zu cashStraftaten lückenlose Transaktionsaufzeichnungen hinterlässt. Diese Transparenz bietet Gesetzgebern und Plattformen neue Möglichkeiten, verdächtiges Verhalten aufzudecken, selbst wenn Betrüger ihre Methoden immer weiter perfektionieren.
Laut Elliptic wurden durch Cross-Chain-Geldwäsche rund 21 Milliarden Dollar erbeutet
Elliptic warnt zudem, dass die Schweineschlachtung nur ein Teil des Gesamtbildes ist. Der Bericht beschreibt außerdem detailliert, wie Personen, die mit offiziellen Sanktionen konfrontiert sind, zunehmend auf Stablecoins für grenzüberschreitende Transaktionen zurückgreifen.
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— Elliptic (@elliptic) 25. September 2025
Russische Unternehmen nutzen beispielsweise A7A5, einen an den Rubel gekoppelten Vermögenswert, um die Regeln zu umgehen. Auch der Rüstungskonzern Rostec hat angekündigt, einen eigenen Token namens RUBx einzuführen, um Transaktionen mit Militärgütern abzuwickeln.
„Es überrascht nicht, dass sanktionierte Akteure Stablecoins nun in ihre Strategien zur Umgehung von Sanktionen integriert haben“, sagte Elliptic. Dazu gehören grenzüberschreitende Geldtransfers, Direktzahlungen für Waren und Dienstleistungen sowie Diebstahl durch Cyberangriffe.
Zudem hat sich die kettenübergreifende Geldwäsche, also die Verschiebung von Geldern zwischen verschiedenen Blockchains, um deren Herkunft zu verschleiern, zu einem wichtigen Bestandteil illegaler Finanzgeschäfte entwickelt. Laut Elliptic sind mittlerweile über 20 % der Geldwäschefälle mit zehn oder mehr Blockchains verbunden.
Die Untersuchungen von Elliptic zeigen, dass über 21 Milliarden US-Dollar durch dezentrale Börsen und Zahlungsbrücken gewaschen wurden. Dies entspricht einer Verfünffachung seit 2022. Der Bericht warnt davor, dass „kettenübergreifende Aktivitäten mittlerweile ein fester Bestandteil illegaler Machenschaften im Krypto-Ökosystem sind“.
Die Lazarus-Gruppe in Nordkorea ist für illegale Cross-Channel-Aktivitäten im Wert von über 2 Milliarden US-Dollar verantwortlich, was 12 % des Gesamtvolumens entspricht. Diese Methoden werden auch von Betrügern, Drogenhändlern und sogar Netzwerken angewendet, die Kinder sexuell missbrauchen.
vermarkten,KI-gestützte bei denen es sich in Wirklichkeit um sogenannte Rug-Pull-Betrügereien handelt. Dabei ziehen die Projektentwickler plötzlich alle von den Nutzern investierten Gelder ab und lassen diese mit wertlosen Token zurück, während feindliche staatliche Akteure KI zur Weiterentwicklung von Schadsoftware und Ransomware einsetzen.
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Florence Muchai
Florence berichtet seit sechs Jahren über Krypto, Gaming, Technologie und KI. Ihr Informatikstudium an der Meru University of Science and Technology sowie ihr Studium des Katastrophenmanagements und der internationalen Diplomatie an der MMUST haben ihr fundierte Sprachkenntnisse, Beobachtungsgabe und technisches Know-how vermittelt. Florence arbeitete bereits für die VAP Group und als Redakteurin für verschiedene Krypto-Medien.
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