Edinburgh, Großbritannien – Die Stadt Edinburgh hat sich zu einem bedeutenden Zentrum für Innovationen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) entwickelt und konnte sich eine beträchtliche Förderung in Höhe von 24 Millionen Pfund vom Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC) sichern. Diese Investition ist Teil der umfassenderen EPSRC-Initiative mit einem Volumen von 80 Millionen Pfund, die darauf abzielt, das Potenzial der KI zur Bewältigung realer Herausforderungen und zur Förderung der Forschung zu nutzen.
Edinburgh ist führend in der KI-Forschung
Edinburgh wird eine Schlüsselrolle in der KI-Entwicklung spielen und ist an mehr als der Hälfte der neun KI-Forschungszentren beteiligt, die im Rahmen der landesweiten Initiative des EPSRC gegründet wurden. Diese Leistung festigt Edinburghs Position als treibende Kraft für den Fortschritt der KI-Technologie im Vereinigten Königreich.
Unter der Leitung von Professor Themis Prodromakis wird Edinburgh das KI-Zentrum für produktive Forschung und Innovation in dertron(APRIL) ins Leben rufen. APRIL hat sich zum Ziel gesetzt, KI-Werkzeuge zu nutzen, um die Entwicklung wichtigertronKomponenten wie neuer Halbleitermaterialien, komplexer Mikrochip-Designs und Systemarchitekturen zu beschleunigen. Dieses Vorhaben verspricht schnellere, kostengünstigere, umweltfreundlichere und energieeffizienteretron.
KI-Hub für Kausalität in der Gesundheits-KI mit realen Daten (CHAI)
Edinburgh wird außerdem das EPSRC AI Hub for Causality in Healthcare AI with Real Data (CHAI) unter der Leitung von Professor Sotirios Tsaftaris, Inhaber des Canon Medical/RAEng Lehrstuhls für KI im Gesundheitswesen, führen. Das Hauptziel von CHAI ist die Entwicklung innovativer Methoden zur Aufdeckung signifikanter Zusammenhänge in komplexen Gesundheitsdaten. Durch die Entwicklung von KI-Technologien will CHAI Entscheidungshilfen stärken und so Früherkennung, Diagnose und Krankheitsprävention verbessern, während gleichzeitig die Sicherheit dieser Technologien im Gesundheitswesen gewährleistet wird.
Die innovativen KI-Anwendungen von CHAI haben weitreichende Auswirkungen auf die Bewältigung kritischer gesellschaftlicher Gesundheitsherausforderungen. Dazu gehören das Verständnis von Infektionen, die Bekämpfung von Alzheimer, die Verbesserung von Krebsbehandlungen, die Optimierung der sozialen Betreuung, das Diabetesmanagement und die Unterstützung der Rehabilitation.
Gemeinsame Anstrengungen
Sowohl APRIL als auch CHAI erhalten jeweils 12 Millionen Pfund vom EPSRC und werden Forscher der School ofmatic, der School ofmaticund des College of Medicine and Veterinary Medicine der Universität einbeziehen, mit Beiträgen des Bayes Centre – dem Zentrum der Universität für Datenwissenschaft und KI-Innovation.
Neben der Leitung der bereits erwähnten KI-Zentren werden Experten aus Edinburgh auch in zwei weiteren, von der Regierung initiierten KI-Zentren eine entscheidende Rolle spielen. Das von der Universität Lancaster geleitete ProbAI-Zentrum wird Pionierarbeit in der Forschung im Bereich probabilistischer KI leisten. Das von der University College London geleitete KI-Zentrum für generative Modelle konzentriert sich hingegen auf die Entwicklung von Werkzeugen, die von Industrie, Regierung und Wissenschaft zur Optimierung von KI-Modellen eingesetzt werden können, welche Daten wie Texte, Bilder, Videos und Computercode generieren.
Überbrückung der Gräben verantwortungsvoller KI
Edinburghs Engagement für verantwortungsvolle KI wurde maßgeblich unterstützt: Das Programm „Bridging Responsible AI Divides“ (BRAID) erhielt zusätzliche 9,6 Millionen Pfund. BRAID startete im November 2022 und wurde vom Arts and Humanities Research Council (AHRC) mit 2 Millionen Pfund gefördert, um zehn sechsmonatige Studien zu finanzieren, die verantwortungsvolle KI in Sektoren wie Bildung, Polizei und Kreativwirtschaft defisollen.
Darüber hinaus erhält BRAID 7,6 Millionen Pfund für die zweite Phase seines Programms. Diese umfasst die Schaffung neuer BRAID-Stipendienrunden und die Entwicklung beruflicher KI-Kompetenzen in Zusammenarbeit mit Industriepartnern. BRAID wird von Professorin Shannon Vallor und Professorin Ewa Luger geleitet, die beide dem Edinburgh Futures Institute der Universität angehören.
Edinburghs wegweisendes KI-Erbe
Diese bedeutende Investition unterstreicht die Stellung der Universität Edinburgh als weltweit führendes Zentrum für KI-Forschung. Die Universität blickt auf eine lange Tradition in diesem Bereich zurück, die bis ins Jahr 1963 reicht, als sie die erste Forschungsgruppe für KI und Informatik in Europa gründete. Ende 2023 wurde Edinburgh als Standort für drei UKRI-Zentren für Doktorandenausbildung im Bereich KI ausgewählt, die sich der Ausbildung der nächsten Generation von Experten in den Bereichen Robotik, biomedizinische Innovation und Verarbeitung natürlicher Sprache widmen.
Das Engagement der Universität im Bereich KI zeigt sich auch in der kürzlich erfolgten Gründung des Generative AI Laboratory (GAIL), das die Grenzen der generativen KI zum Wohle der Gesellschaft und des Wirtschaftswachstums erweitern soll. Zu den Aufgaben des GAIL gehört die Entwicklung innovativer Techniken für generative KI in wichtigen Bereichen wie Robotik, Wirkstoffforschung, medizinische Diagnostik, neuartige Halbleitertechnologien und der Bekämpfung des Klimawandels.
Edinburghs Fortschritte in der KI-Forschung und -Innovation festigen nicht nur seine Position als Vorreiter auf diesem Gebiet, sondern versprechen auch bedeutende Beiträge zur Bewältigung drängender globaler Herausforderungen durch modernste KI-Technologien. Dank substanzieller Fördermittel und umfassender Expertise sieht die Zukunft der KI in Edinburgh vielversprechender denn je aus.

