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EZB-Präsidentin Christine Lagardedent , das Inflationsziel von 2 % sei „in Sicht“

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 3 Minuten
  • Nach Jahren der Turbulenzen und Fehlentscheidungen ist die EZB endlich auf trac, ihr Inflationsziel von 2 % bis 2025 zu erreichen.
  • Christine Lagarde bestätigte, dass die Inflationsprognosen nun wesentlich genauer seien, da die Daten konsistent eine Übereinstimmung mit dem mittelfristigen Ziel zeigten.
  • Die Eurozone hat Fortschritte erzielt, doch die hartnäckige Inflation im Dienstleistungssektor, geopolitische Risiken und das schleppende Wirtschaftswachstum stellen weiterhin Herausforderungen dar.

Christine Lagarde erklärte, 2025 könnte endlich das Jahr sein, in dem die Europäische Zentralbank (EZB) ihr lang ersehntes Inflationsziel von 2 % erreicht. „Wir haben 2024 bedeutende Fortschritte bei der Senkung der Inflation erzielt“, sagteund fügte hinzu, die EZB halte an ihrer Strategie fest, die Inflation nachhaltig auf diesem Zielniveau zu stabilisieren.

Der Weg war allerdings alles andere als einfach. Die Inflation fiel im vergangenen September unter 2 %, nur um in den letzten Monaten wieder anzusteigen. Lagarde warnte vor diesen Schwankungen, beharrt aber darauf, dass der Plan der EZB funktioniere.

Die Zinssätze wurden bereits viermal um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt, und Ökonomen erwarten bis Juni vier weitere Senkungen. 2025 wird für die EZB ein ereignisreiches Jahr mit Projekten, die von einem digitalen Euro bis hin zu neu gestalteten Banknoten der Eurozone reichen.

Inflationsprognosen: Chaos zu bewältigen

Die Inflation in der Eurozone glich einem Blindflug. Lagarde legte dies in ihrer Rede vom 16. Dezember offen dar: Die Prognosen für den Zeitraum 2022 bis 2023 waren völlig ungenau. Die EZB-Mitarbeiter stützten sich auf Modelle des maschinellen Lernens, die zeigten, dass die Unsicherheit bei den Inflationsprognosen vier- bis fünfmal höher war als üblich. 

Und es war nicht nur Pech. Die eingehenden Daten widerlegten immer wieder die Prognosen. Daher griff die EZB im September 2022 zu einer Korrektur. Das Risiko, dass die Inflationserwartungen außer Kontrolle gerieten, war zu hoch, weshalb sie einen strikten Zeitplan für das Erreichen der 2%-Marke festlegte.

Das Ziel war das Vertrauen der Öffentlichkeit – keine weiteren Verschiebungen des Ziels. Und es hat funktioniert. Bis Ende 2023 zeigten sechs aufeinanderfolgende Prognosen, dass die Inflation 2025 wieder das Zielniveau erreichen würde. Noch besser: Die Prognosen sind inzwischen deutlich zuverlässiger. Lagarde betonte, dass das Unsicherheitsniveau wieder auf das Niveau vor der Pandemie gesunken sei.

Reale Daten bestätigen dies. Die Inflationsprognosen für 2023 wurden präziser, insbesondere die Gesamtinflation. Die Kerninflationsprognosen zogen 2024 nach, während Haushaltsbefragungen und Marktindikatoren für die nächsten drei Jahre Inflationserwartungen von rund 2 % ergaben.

Was steckt hinter den Zahlen?

Von explodierenden Energiepreisen bis hin zu Lieferkettenchaos – jede dieser Störungen hat sich fortgesetzt und die Inflationsbekämpfung erschwert. Es handelt sich nicht um kurzfristige Ausrutscher, sondern um strukturelle Herausforderungen.

Um dieses Problem anzugehen, stützte sich die EZB auf einen Rahmen mit drei Schwerpunkten: den Inflationsaussichten, der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation und der Wirksamkeit der Geldpolitik.

Das Ergebnis: Die Indikatoren für die Kerninflation – also den Faktor, der den langfristigen Trend antreibt – haben sich nun auf historische Durchschnittswerte eingependelt. Die meisten Indikatoren liegen zwischen 2 % und 2,8 %, ein Bereich, den Lagarde als positives Zeichen wertet.

Der von der EZB ermittelte anhaltende und gemeinsame Inflationsindex (PCCI), eine wichtige Kennzahl, liegt seit Ende 2023 stabil bei 2 %. Dennoch zeigen sich einige Entwicklungen hartnäckig. Die Binneninflation, die maßgeblich vom Dienstleistungssektor getrieben wird, ist höher und liegt bei rund 4 %.

Lagarde nannte die Neupreisanpassungen zu Jahresbeginn als Ursache, wies aber auf einen deutlichen Rückgang der Inflationsdynamik im Dienstleistungssektor hin. Auch das Lohnwachstum schwächt sich ab. Der tracder EZB prognostiziert einen Rückgang des Lohnwachstums von 4,8 % im Jahr 2024 auf voraussichtlich 3 % im Jahr 2025 – ein Niveau, das mit dem Inflationsziel von 2 % übereinstimmt.

Was hält die politischen Entscheidungsträger wach?

Und dann ist da noch die Wirtschaft. Sie bereitet Lagarde und ihrem Team schlaflose Nächte. Die Wachstumsprognosen für die Eurozone sinken immer weiter. Im Juni 2023 rechnete die EZB noch mit einem Wachstum von 1,5 % im Jahr 2024. Diese Prognose ist nun auf nur noch 0,7 % gefallen. Ein wesentlicher Teil des Problems sind die schwachen Binneninvestitionen.

Trotz steigender Realeinkommen und hoher Beschäftigung sparen die Haushalte mehr, als sie ausgeben. Lagarde bezeichnete dies als Nachwirkung der hohen Inflation der vergangenen Jahre.

Geopolitische Unsicherheit stellt einen weiteren Unsicherheitsfaktor dar. Sollten die Vereinigten Staaten, der größte Exportmarkt der Eurozone, unterdent Trump auf Protektionismus setzen, dürfte das Wachstum gebremst werden. Hinzu kommt, dass europäische Exporteure anfällig für Schwankungen des globalen Handelsvertrauens sind, was die Politik vor eine schwierige Aufgabe stellt.

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