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Der US-Dollar tracauf die schwächste Wochenperformance seit Juni zu

In diesem Beitrag:

  • Der Dollar ist diese Woche um 0,8 % gefallen und steuert damit auf den größten wöchentlichen Rückgang seit Juni zu.
  • Händler erwarten weitere Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026, da sich Inflation und Arbeitsmarktdaten abschwächen.
  • Die Renditen von US-Staatsanleihen sanken, während risikoreiche Währungen wie der australische Dollar zulegten.

Der Dollar steht vor einem schwierigen Jahresende 2025, und Händler machen daraus kein Geheimnis. Laut Bloomberg fiel der DXY-Index diese Woche um 0,8 % und steuert damit auf den größten Wochenverlust seit Juni zu.

Der Dollar wird das Jahr voraussichtlich mit einem Rückgang von 8 % abschließen, dem größten Einbruch seit 2017, und befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit September.

Da die britischen Börsen am Freitag geschlossen waren und die Handelsaktivität aufgrund der Feiertage gedämpft war, richten die Anleger ihr Augenmerk nun auf die US-Wirtschaftsdaten, die im Januar veröffentlicht werden. Besonders gespannt warten alle auf den Arbeitsmarktbericht und die Inflationszahlen für Dezember.

Die US-Notenbank hat im letzten Monat zum dritten Mal in Folge die Leitzinsen gesenkt. Was als Nächstes passiert, hängt ganz davon ab, ob die Daten positiv oder negativ ausfallen. Aktuell deuten die Märkte auf weitere Zinssenkungen hin.

Devisenhändler wetten gegen den Dollar, da die Liquidität versiegt

Der Kursverfall des Dollars in dieser Woche wurde durch die steigende Nachfrage nach risikosensitiven Währungen wie dem australischen Dollar und der norwegischen Krone begünstigt, die beide eine überdurchschnittliche Wertentwicklung zeigten.

Am Anleihenmarkt profitierten US-Staatsanleihen vom Dollar-Schwäche. Die Renditen zehnjähriger Anleihen sanken um etwa drei Basispunkte auf 4,12 % und bewegten sich damit in einer engen Spanne, was auf anhaltende Käufe hindeutet. Händler gehen mit nahezu 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Fed die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung nicht anheben wird. Dennoch erwarten die Märkte bis Jahresende mindestens zwei weitere Zinssenkungen um jeweils 0,25 Basispunkte, eine bis Mitte des Jahres und eine weitere vor Beginn des Jahres 2026.

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Während der Dollar schwächelte, feierten die Aktienmärkte ausgelassen. Der S&P 500 erreichte am Freitag ein neues Allzeithoch. Auch Dow Jones und Nasdaq verzeichneten Wochengewinne von über 1 %. Für den S&P 500 war es die vierte Gewinnwoche in den letzten fünf, obwohl das Handelsvolumen nach den Weihnachtsfeiertagen geringer war.

Der Mittwoch war bereits ein Rekordtag: Der S&P 500 erreichte neue Höchststände im Tagesverlauf und zum Handelsschluss. Die US-Märkte blieben am Donnerstag geschlossen, doch die Händler kehrten am Freitag zurück und setzten ihre positive Entwicklung fort.

Anleger befinden sich mitten in der sogenannten Weihnachtsrallye, jener ruhigen Phase zum Jahresende, die traditionell die Aktienkurse beflügelt. Seit 1950 verzeichnete der S&P 500 in diesem siebentägigen Zeitraum laut Daten des Stock Trader's Almanac einen durchschnittlichen Anstieg von 1,3 %.

Tom Hainlin, nationaler Anlagestratege bei US Bank Asset Management, sagte: „Manche realisieren hier und da Gewinne oder kaufen zu Tiefstständen, aber es gibt nicht viele Informationen. Es werden keine Unternehmensgewinne veröffentlicht. Es gibt nicht viele Wirtschaftsdaten, daher dürften vor allem technische Faktoren und Positionierungen eine Rolle spielen.“

Tom wies außerdem auf eine Veränderung der treibenden Kräfte am Markt hin: Nicht die Technologieaktien, sondern Finanz- und Industriewerte seien für die jüngsten Kursgewinne verantwortlich.

„Das stärkt das Vertrauen für 2026, denn es zeigt, dass nicht nur die Technologiebranche und ihre Partner hier eine entscheidende Rolle spielen“, sagte Tom. „Der Markt profitiert vom im Juli verabschiedeten Steuergesetz und den Zinssenkungen im vierten Quartal dieses Jahres. Das sind positive Faktoren für 2026.“

Siehe auch:  Hartnett von der Bank of America warnt, dass Trumps Steuersenkungen spekulative Hysterie an den Märkten auslösen könnten.

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