Dänemark und Novo Holdings führen das Angebot zur Unterstützung eines 350 Millionen Dollar schweren Quanten-Venture-Fonds an

- Dänemark und Novo Holdings haben das erste Closing abgeschlossen und 134 Millionen Euro für einen Fonds zur Unterstützung von Startups in den Bereichen Quantencomputing, Sensorik und Kommunikation gesichert.
- Novo und Dänemark haben zuvor gemeinsam einen KI-Supercomputer von Nvidia und den von Microsoft gebauten Quantencomputer „Magne“ finanziert.
- Die Novo Foundation sieht in quantengestützten Simulationen einen Wendepunkt für die Wirkstoffforschung und die Molekülmodellierung.
Die dänische Regierung hat sich mit Novo Holdings, der Investmentgesellschaft der Novo Nordisk-Stiftung, zusammengetan, um einen 300 Millionen Euro (rund 350 Millionen US-Dollar) schweren Venture-Fonds für Quantentechnologie aufzulegen. Dieser Fonds soll Europas Position in einem der wettbewerbsintensivsten Bereiche der Spitzentechnologie stärken.
Der von der in Kopenhagen ansässigen 55 North aufgelegte Fonds hat bereits ein erstes Closing von 134 Millionen Euro erzielt und will zum weltweit größten spezialisierten Vehikel für Quanteninvestitionen werden.
Die Initiative stellt einen der bisher ambitioniertesten Versuche einer europäischen Nation dar, die Kluft zwischen erstklassiger Forschung und kommerziellen Durchbrüchen in den Bereichen Quantencomputing, Sensorik und Kommunikation zu überbrücken.
Die dänische Regierung und Novo haben sich bei der Finanzierung von Technologieprojekten zusammengeschlossen
Der Zielfonds von 55 North wird in Quantencomputing, Sensorik, Kommunikation und zugehörige Komponenten investieren.
„Wenn diese Technologien marktreif sind, könnten sie für einige Bereiche, die uns sehr am Herzen liegen, einen tiefgreifenden Wandel bedeuten“, sagteund unterstrich damit das Interesse der Stiftung an Anwendungen in den Bereichen Biowissenschaften und planetare Gesundheit.
Dieser Schritt folgt auf frühere, ähnliche Investitionen, bei denen die Stiftung und die Regierung im vergangenen Jahr gemeinsam einen KI-Supercomputer mit Nvidia-Technologie finanzierten. Anfang dieses Sommers vereinbarten sie die gemeinsame Finanzierung eines Quantencomputersnamens Magne, der Industrie und Forschern zur Verfügung gestellt werden soll.
Die Magne-Maschine, die in Zusammenarbeit mit Microsoft und Atom Computing gebaut und von einer neuen Einheit namens QuNorth betrieben werden soll, wird voraussichtlich Anfang 2027 ihren Betrieb aufnehmen.
Laborerfolge verwandeln sich in investierbare Unternehmen
Europa ist seit langem führend in der Quantenwissenschaft, und im Laufe der Jahre haben sich Forschungsergebnisse vom Kontinent zu investitionsfähigen Technologieunternehmen entwickelt; dieser Fortschritt vollzieht sich jedoch nicht in dem Tempo, das in Ländern wie den USA und China zu beobachten ist.
Das Gründerteam von 55 North hat bereits frühzeitig in Bereichen wie Quantenhardware und Kryotechnik investiert.
Novo Holdings hingegen ist für seine Aktivitäten im Pharmabereich bekannt. Die Stiftung hat darauf hingewiesen, dass quantenbasierte Simulationen die Wirkstoffforschung und die komplexe Molekülmodellierung erheblich beschleunigen könnten.
Gleichzeitig hat Novo Nordisk Grund zu investieren und zu diversifizieren, da das Unternehmen auf dem US-amerikanischen Markt für Adipositasbehandlungen einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt ist und im Zuge einer Umstrukturierung unter neuer Führung erhebliche Stellenstreichungen angekündigt hat.
Risiken, Geopolitik und das langfristige Spiel
Die Quantentechnologie befindet sich noch weitgehend im experimentellen Stadium, und ihre praktischen Anwendungen nehmen zu. Es kann jedoch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis Anleger nennenswerte Renditen erzielen.
Dänemarks Weg, öffentliche Unterstützung mit einer der mächtigsten Stiftungen Europas zu kombinieren, könnte der richtige sein, da die Finanzierung zukunftsweisender Technologien wie dieser für herkömmliche Risikokapitalgeber in der Regel zu riskant ist.
Analysten heben hervor, dass die Investitionen in Quantentechnologie in den USA am höchsten sind, wobei Unternehmen wie IBM, Google und Amazon Milliarden in diesen Bereich investieren. China hat sich derweil stark für nationale Programme engagiert. Europa steht vor der Herausforderung, neben dem Wachstum seiner Startups und der Bindung von Fachkräften auch die Sicherung essenzieller Lieferketten zu gewährleisten.
Im Erfolgsfall könnte der Fonds Europas Rolle in den Bereichen quantenoptimierte Arzneimittel, künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Klimamodellierung stärken.
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