Das britische Start-up-Unternehmen Oxford Quantum Circuits (OQC) hat den ersten Quantencomputer New Yorks in einem von Digital Realty Trust betriebenen Rechenzentrum im markanten Google-Gebäude in Chelsea installiert.
Das System soll Unternehmen als Möglichkeit zur Beschleunigung künstlicher Intelligenz und anderer datenintensiver Arbeitslasten vermarktet werden und bietet eine schnellere und effizientere Rechenleistung als classicKI-Systeme allein.
Laut dem Geschäftsführer von OQC plant das Unternehmen, in den nächsten drei bis fünf Jahren mehrere zehn Millionen Dollar zu investieren, unter anderem für den Kauf von Nvidia-Chips zur Integration in die Quanteninfrastruktur. Die Inbetriebnahme ist ein Meilenstein für die Stadt und das Unternehmen. Für New York stärkt die Installation den Ruf der Stadt als Zentrum für Spitzentechnologien in den Bereichen Finanzen und KI.
Die Einführung von OQC New York ist die bisher größte internationale Expansion
Durch die Aufstellung des Servers in der Eighth Avenue 111, einem der größten Telekommunikations- und Rechenzentrumsknotenpunkte New Yorks, OQC Zugang zu einem breiten Kundenstamm von Unternehmen aus den Bereichen Finanzen und Technologie, die bereits auf die Konnektivitätsinfrastruktur des Gebäudes angewiesen sind.
Darüber hinaus ist die Unterbringung des Computers in einem kommerziellen Rechenzentrum anstelle einer Forschungseinrichtung Teil des Plans, der darauf abzielt, Quantencomputing für zahlende Kunden zu skalieren, anstatt es auf akademische Experimente zu beschränken.
Andererseits ist die Rolle von Digital Realty von entscheidender Bedeutung. Die Einrichtung muss spezielle Anforderungen für Quantensysteme erfüllen, darunter eine stabile Stromversorgung, fortschrittliche Kühlung für Kryotechnik und Schutz vor Vibrationen und elektromagnetischen Störungen. Diese Modernisierungen unterstreichen, wie sich traditionelle Rechenzentren weiterentwickeln, um neue Technologien zu integrieren.
OQC hat bereits Maschinen in London und Tokio installiert, doch die Installation in New York stellt die bisher bedeutendste internationale Expansion dar. Die Roadmap umfasst größere Systeme und die fortgesetzte Integration mit classicKI-Hardware für Hochleistungsrechner, was auf weitere globale Rollouts hindeutet.
Unterdessen bleibt Großbritannien führend bei Quantentechnologie-Startups und expandiert nun in andere Länder. Nvidia-CEO Jensen Huang erklärte im März jedoch, dass der KI-Chip-Hersteller ebenfalls ein Forschungslabor für Quantencomputing eröffnen werde, nachdem er zuvor Zweifel am Zeitplan für praktische Anwendungen der Technologie geäußert hatte.
Quantum Motion baut einen Quantencomputer unter Verwendung von Siliziumchip-Technologie
Der Schritt von OQC unterstreicht den wachsenden Wettbewerb im Quantensektor, wo Startups und Technologiegiganten gleichermaßen darum wetteifern, Maschinen zu kommerzialisieren, die Probleme lösen können, die für herkömmliche Computer unerreichbar sind.
Quantum Motion hat unterdessen den weltweit ersten Quantencomputer entwickelt, der mit derselben Siliziumchip-Technologie wie Laptops und Smartphones gefertigt wird. Der Computer wurde im britischen National Quantum Computing Centre (NQCC) in Oxfordshire in Betrieb genommen.
Das System wird im NQCC getestet, wo Forscher untersuchen werden, wie es auf reale Probleme angewendet werden kann, beispielsweise bei der Entwicklung neuer Medikamente und der Optimierung von Energienetzen.
Es handelt sich um den ersten „Full-Stack“-Quantencomputer, der mit herkömmlichen Chipfertigungsmethoden hergestellt wurde. Das bedeutet, dass er eines Tages, ähnlich wie die Computer in Smartphones, in Serie produziert werden könnte. Dieser Quantencomputer benötigt im Gegensatz zu den meisten anderen keine umfangreiche Spezialausrüstung. Er passt problemlos in drei handelsübliche Serverracks und ist somit klein genug, um in einem Rechenzentrum betrieben zu werden.
James Palles-Dimmock, Geschäftsführer von Quantum Motion, bezeichnete es als den „Silizium-Moment“ des Quantencomputings. Er verglich es mit dem Durchbruch, der herkömmliche Computer kostengünstig und einfach in Massenproduktion herstellte. Auch Wissenschaftsminister Lord Vallance of Balham erklärte, das Projekt bringe die Technologie „einen weiteren Schritt näher an die kommerzielle Marktreife“

