Die etablierten Finanzanalysten halten weiterhin an der These fest,Bitcoin sei eine Blase und Kryptowährungen seien nur eine Modeerscheinung. Bitcoin-Skeptiker haben über die Jahre hinweg die Fähigkeit von Bitcoin, Finanzdienstleistungen zu ermöglichen und traditionelle Währungen effektiv zu ersetzen, bezweifelt. Auch wenn eine vollständige Übernahme des Finanzsektors durch Kryptowährungen in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist, haben diese die Spielregeln tatsächlich verändert.
In einer aktuellen Studie bezeichnete die weltweit renommierte Hedgefonds-Organisation Man Group Bitcoin als den „Prometheus“ der griechischen Mythologie. Laut dem Bericht entsteht jedes Mal eine neue Bitcoin Blase, wenn eine platzt. Dieses Phänomen unterscheidet sich von classicSpekulationsblasen. Anders als bei früheren Finanzkrisen verhält sich Bitcoin fundamental anders.
Die massive Volatilität deutet auf die finanzielle Stärke von BTC hin
Die Analyse der Man Group stellt fest, dass die hohe Volatilität von Bitcoin auf die Preisfindungsphase zurückzuführen ist. In dieser Phase unterliegt der Kurs massiven Schwankungen im Rahmen seiner finanziellen Stabilisierungs- und Akzeptanzphase.

Ob Bitcoin eine Blase ist oder nicht, erscheint nach der Analyse der Man Group komplexer. Viele Skeptiker haben BTC im Laufe der Jahre abgeschrieben und behauptet, es handle sich lediglich um eine weitere Finanzblase mit einem überbewerteten Vermögenswert. Zugegebenermaßen mag diese Einschätzung angesichts der massiven Kursschwankungen, der Volatilität, der Diskrepanzen zwischen Handelsvolumen und Kaufvolumen, der Angst, etwas zu verpassen (FOMO), und der realen Auswirkungen plausibel erscheinen. Historisch gesehen wirkt der Preis zeitweise tatsächlich überhöht.
Mehrere Analysten haben jedoch auch ihre Ansicht geäußert, dass der Preis deutlich unter seinem tatsächlichen Wert liegt. Der faire Preis ist weit höher als der aktuelle Kurs. Der Bericht der Man Group spiegelt eine ähnliche Einschätzung wider und bezeichnet die Aussage,Bitcoin sei eine Blase, als grenzwertig. BTC weist keine typischen Merkmale einer Blase auf.
Man Group widerspricht der These, dass Bitcoin eine Blase sei
Kryptowährungen sind trotz aller weltweiten Regulierungen hochspekulative Instrumente. Spekulationsblasen folgen bekanntermaßen einem „Pump-and-Dump“-Muster. Selbst etablierte Vermögenswerte wie Gold und Öl können solche Merkmale aufweisen. Reife Vermögenswerte überstehen jedoch in der Regel mehrere Boom- und Crash-Zyklen und erweisen sich letztendlich als wertschöpfend . Zudem kann die Volatilität ihren Höhepunkt erreichen und anschließend über einen längeren Zeitraum stagnieren.
Zentralbanken mögen keinen Wettbewerb bei der Geldschöpfung, und Kryptowährungen stellen offensichtlich Bitcoin dar und sind eine Folge dieser aggressiven Geldpolitik. #Bitcoin https://t.co/MU6Mq9E8Fi
— Daniel Lacalle (@dlacalle_IA) 20. Januar 2021
Von der Tulpenmanie im 17. Jahrhundert bis zum Zusammenbruch des Immobilienmarktes 2008 wiesen Spekulationsblasen stets Merkmale einer Hyperinflation auf. Laut Man Group trifft die Aussage „Bitcoin ist eine Blase“ nicht zu, da BTC in seinen zwölf Jahren des Bestehens fünf massive Abschwünge (und viele kleinere) überstanden hat. BTC hat nicht nur überlebt, sondern auch neue Höchststände erreicht, was auf das Vertrauen der Anleger hindeutet. Kein Wunder, dass BTC als der Prometheus der griechischen Mythologie gilt.

