Die Spannungen zwischen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC und der Kryptobörse Binancenehmen zu. Es wird ihr vorgeworfen, dass Binance, eine Tochtergesellschaft des globalen Konzerns, Kunden durch eine angeblich verbundene Verwahrstelle potenziellen ausländischen Geschäftsrisiken ausgesetzt hat.
Dermatic CEO von Binance, Changpeng „CZ“ Zhao, nimmt kein Blatt vor den Mund. In seiner Antwort auf die Vorwürfe stellte er entschieden klar, dass weder „Ceffu“ noch Binance Custody mit Binance US in Verbindung stehen. Auf dem vielbesuchten sozialen Netzwerk, das kürzlich Twitter an Popularität überholt hat, bekräftigte Zhao: „So etwas kann man sich nicht einfach ausdenken.“
Die SEC ist jedoch nicht so leicht zu besänftigen. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf „Ceffu“, das sie als „neu umbenannte Binance Einheit“ wahrnimmt, die für die Verwahrung von Kundengeldern verantwortlich ist. Laut einer kürzlich ergangenen Einverständniserklärung ist BinanceUS-amerikanische Tochtergesellschaft BAM nicht befugt, „ausländische, mit Binance verbundene Drittanbieter“ mit der Verwahrung von Wallets zu beauftragen. Die Aufsichtsbehörde hat diesen Punkt genau im Blick und fordert weitere Informationen zur Sicherheit der Kundengelder auf Binance.
Zusätzlich verkompliziert wurde die Angelegenheit durch Gerichtsakten, die enthüllten, dass BAM eine von Binance Holdings Limited entwickelte Wallet-Verwahrungssoftware einsetzt. Um die Verwirrung noch zu steigern, bezeichnete BAM diese Software in der Kommunikation mit der SEC als „Ceffu“. BAMs Verteidigung? Es handele sich lediglich um eine Kurzform, da ein offizieller Name für die Software benötigt wurde. Diese Ansicht wurde von BAMs Anwaltsteam bestätigt, das argumentierte, die Verwendung von „Ceffu“ beruhe auf einer Verwechslung der Terminologie im Zusammenhang mit der markenlosen Software.
Trotz dieser Klarstellungen muss die SEC noch überzeugt werden, da sie argumentiert, dass die Aussagen von BAM bezüglich 'Ceffu' und der Beteiligung von Binancewidersprüchlich seien.
In einer Anhörung in Washington, D.C., zeigte sich das Gericht sehr an einer Lösung interessiert. Der vorsitzende Richter forderte die SEC und die BAM auf, einen Kompromiss zu finden, und deutete an, dass man die angespannte Lage etwas beruhigen müsse
Es ist nicht das erste Mal, dass Binance mit der US-Börsenaufsicht SEC aneinandergerät. Die Behörde erhob Anfang Juni Anklage gegen die Börse und Zhao. Die schwerwiegenden Vorwürfe wiesen auf mögliche Verstöße gegen mehrere US-amerikanische Wertpapiergesetze hin. Im Kern ging es um eine angebliche Falschdarstellung der Aufsichtsbehörde für die Binance-Plattform.
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