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Krypto-Investor erhält 75 Millionen Dollar Entschädigung für SIM-Karten-Hack

VonGiorgi MichelidzeGiorgi Michelidze
2 Minuten Lesezeit
Kryptogesetz

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Nachdem sein Handy Opfer eines schweren SIM-Karten-Hacks geworden war, konnte der junge Krypto-Unternehmer Michael Terpin einen Gerichtsprozess gegen einen Angeklagten gewinnen, der angeblich seine persönlichen Handydaten gestohlen hatte, um an seine Kryptowährungsbestände zu gelangen.

Das Gericht hat den 21-jährigen Nicholas Truglia für schuldig befunden, Anfang 2018 Kryptowährungen im Wert von über 3,8 Millionen Dollar von Terpin gestohlen zu haben. Die 3,8 Millionen Dollar entsprechen jedoch dem heutigen Kurs; 2018 betrug der gestohlene Betrag knapp 24 Millionen Dollar, so CoinDesk.

Was ist ein SIM-Hack?

Ein SIM-Hack, auch bekannt als SIM-Swap-Hack, existiert schon seit geraumer Zeit und wurde bei zahlreichen Kryptowährungsbetrügereien.

Beispielsweise wird dem Opfer vorübergehend das Telefon abgenommen. Der Täter überzeugt dann den Telekommunikationsanbieter des Opfers, dass er der Inhaber der Nummer ist, und beantragt anschließend eine weitere SIM-Karte mit ähnlichen Informationen. Durch die Verbindung der beiden Nummern kann der Täter alle Nachrichten und Anrufe des Opfers mitlesen und so Zugriff auf persönliche Daten wie die Zwei-Faktor-Authentifizierungsmethoden verschiedener Anlageplattformen erlangen.

Wie reagieren die Telekommunikationsunternehmen?

Viele würden erwarten, dass Telekommunikationsriesen wie AT&T direkt an der Verhinderung solcher Fälle beteiligt wären, doch bei weiteren polizeilichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass mehrere Mitarbeiter von Telekommunikationsunternehmen an den SIM-Karten-Tauschgeschäften teilnahmen und direkt davon profitierten.

Selbstverständlich verklagte Terpin auch den Telekommunikationsriesen AT&T, da dieser seiner Ansicht nach nicht genügend Ressourcen für den Schutz seinerdentund seiner persönlichen Daten aufgewendet habe.

Dennoch wurde Truglia bereits vor einiger Zeit verhaftet, nachdem er Ende November 2018 von der Polizei festgenommen worden war, und sieht sich nun mit bis zu 21 Anklagen wegen schwerer Verbrechen konfrontiert, weil er ähnliche Betrügereien an sechs Opfern begangen hat.

Diese Verhaftung bedeutet jedoch nicht, dass SIM-Swap-Betrug nicht weiterhin vorkommt. Früher handelte es sich um Anlagebetrug, Phishing und diverse andere Betrugsarten, doch mittlerweile gehen die Täter dazu über, direkt fremdes Eigentum zu stehlen, um anschließend Kryptowährungen zu erbeuten.

Es gibt keinen klaren Fahrplan, was Telekommunikationsunternehmen unternehmen können, um die zukünftige Entwicklung solcher Aktivitäten zu verhindern.

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Giorgi Michelidze

Giorgi Michelidze

Der aus Georgien stammende Blockchain-Enthusiast Giorgi nutzt seine Erfahrung in der Softwareentwicklung für treffende Marktkommentare und -analysen. Nach einem kurzen Engagement bei Finance Makers berichtet er nun für renommierte Websites über Krypto-News. Dabei hat er aus seiner Erfahrung gelernt: „Wenn Leute die Schwächen deiner Idee ansprechen, betrachte das nicht als Kritik.“

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