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Kryptogiganten demonstrieren ihre Stärke in Washington mit massiven politischen Spenden

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Kryptowährungen
  • Kryptofirmen wie Coinbase und Circle finanzieren US-amerikanische Wahlkämpfe in großem Umfang.
  • Sie spendeten 78 Millionen Dollar an den Fairshake Super PAC für Krypto-freundliche Führungskräfte.
  • Die Initiative zielt darauf ab, der zunehmenden regulatorischen Kontrolle in Washington DC entgegenzuwirken.

Die politische Landschaft Washingtons erlebt einen beispiellosendentder Kryptoindustrie. Branchengrößen wie Coinbase, der Stablecoin-Riese Circle und a16z, die Krypto-Sparte von Andreessen Horowitz, investieren erhebliche Summen, um kryptofreundliche Gesetze zu gestalten und auf wichtige politische Persönlichkeiten einzuwirken. Ihnen zur Seite stehen prominente Risikokapitalgeber und Investoren digitaler Vermögenswerte, darunter Ron Conway, Fred Wilson und die Wink-Levoss-Zwillinge Winkdie sich aktiv an diesem neuen politischen Engagement beteiligen.

Der Aufstieg von Kryptowährungen bei politischen Spendenaktionen

Diese Woche wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht: Coinbase, Circle und a16z spendeten die enorme Summe von 78 Millionen US-Dollar an Fairshake, ein bundesweites Super-PAC. Dieses PAC, das sich dadurch auszeichnet, dass es unbegrenzte Spenden von Unternehmen und Privatpersonen für Wahlkampfzwecke annehmen kann, hat sich der Förderung einer kryptofreundlichen Führung verschrieben. Dieser Schritt unterstreicht das Engagement der Branche, Kryptowährungen zu entpolitisieren und ihre Vorteile jenseits ihrer Funktion als Instrument politischer Rhetorik hervorzuheben.

Faryar Shirzad, Chief Policy Officer bei Coinbase, betont die Notwendigkeit eines überparteilichen Ansatzes in der Krypto-Debatte, um eine öffentliche Debatte über die Vorzüge der Technologie anzustoßen. Die Gründung von Fairshake gilt als bedeutender politischer Fortschritt für eine Branche, die sich bisher mit vergleichsweise geringen politischen Ausgaben zurückgehalten hat. Obwohl Coinbase in diesem Jahr voraussichtlich nur 4 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit ausgeben wird, erfordert das angespannte politische Klima in Washington, insbesondere im Zusammenhang mit Kryptowährungen, ein deutlich offensiveres Vorgehen.

Den politischen Gegenwind meistern

Die zunehmende Kritik von Krypto-Skeptikern, allen voran der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren, hat diesen strategischen Wandel beschleunigt. Jüngste Entwicklungen, wie der Brief von Senatorin Warren und anderen Abgeordneten an das Weiße Haus und das Finanzministerium, fordern strenge Regulierungen für Kryptoaktivitäten und verweisen auf nationale Sicherheitsrisiken. Diese Ansicht bekräftigte Warren in ihrem Interview mit der Financial Times, in dem sie die Attraktivität digitaler Vermögenswerte für illegale Aktivitäten aufgrund ihrer mangelnden Regulierung hervorhob.

Das politische Klima gegenüber Kryptowährungen ist zunehmend feindseliger geworden, insbesondere nach den Kontroversen um Sam Bankman-Fried, den ehemaligen CEO von FTX, und dem Eingeständnis von Binance Mängel bei den Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche aufzuweisen. Diese verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit hat den Druck auf Krypto-Unternehmen erhöht, politische Verbündete zu finden und einen regulatorischen Rahmen zu gestalten, der dem wachsenden Markt für digitale Vermögenswerte gerecht wird.

Die Gründung von Fairshake ist unter anderem eine Reaktion auf die Untätigkeit des Kongresses bei der Verabschiedung klarer Regulierungsrichtlinien für Kryptowährungen. Die in diesem Jahr gegen Unternehmen wie Binance verhängten Bußgelder und Strafen beziehen sich auf Verstöße gegen geltende Wertpapier- und Geldwäschegesetze und verdeutlichen den Bedarf an spezialisierten Krypto-Regulierungen.

Die jüngsten Krypto-Skandale haben sogar traditionelle Gegner wie Warren und die Bankenbranche vereint. Im vergangenen Dezember brachte Warren einen Gesetzentwurf ein, der die Standards der Kryptoindustrie an die traditionellen Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche angleichen soll. Senator Roger Marshall, einer der Mitinitiatoren des Gesetzentwurfs, argumentiert, dass sich gesetzestreue Krypto-Unternehmen vor diesen Regulierungen nicht fürchten sollten, da sie darauf abzielen, Kryptowährungen denselben Standards wie Banken zu unterwerfen.

Als Reaktion auf diese Entwicklungen sucht die Kryptoindustrie aktiv nach neuen Verbündeten, während ein weiterer politischer Zyklus in Washington zu Ende geht. Bislang waren die Ausgaben von Fairshake bescheiden, doch der Fokus liegt nun auf den bevorstehenden Wahlen. Orlando Cosme, Gründer und geschäftsführender Anwalt von OC Advisory, sieht die verstärkten Lobbybemühungen als Strategie, die Wahl zu beeinflussen und den Sieg kryptofreundlicher Kandidaten zu sichern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die verstärkten politischen Spenden der Kryptoindustrie in Washington D.C. eine strategische Neuausrichtung widerspiegeln, um ihre Interessen zu wahren und ein ihnen günstiges regulatorisches Umfeld zu gestalten. Angesichts der sich wandelnden politischen Dynamik belegt das verstärkte Engagement der Branche im politischen Bereich ihre wachsende Bedeutung und die Erkenntnis, dass ein kooperativer Ansatz bei Regulierung und Politikgestaltung notwendig ist.

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