Das slowakische Krypto-Börsenunternehmen Eterbase gab am Donnerstag bekannt, dass es gehackt wurde und bei dem Angriff 5,4 Millionen Dollar verloren hat.
Hackern gelang es, in sechs Hot Wallets einzudringen, die BTC , ETH, ALGO, XRP , TRON und TEZOS enthielten, und sie löschten alles.
Die slowakische Kryptobörse nutzt sogenannte Hot Wallets, die nur bei bestehender Internetverbindung funktionieren, um alltägliche Transaktionen auf ihrer Plattform abzuwickeln. Da diese Wallets internetfähig sind, sind sie Hackern schutzlos ausgeliefert.
Reaktion der Kryptobörse Eterbase auf den Hackerangriff
Das Unternehmen teilte jedoch in einer veröffentlichten Erklärung mit, dass der Angriff den Behörden gemeldet wurde und dass es bereit sei, bei den Ermittlungen zu helfen.
Sie versicherten Nutzern und Investoren außerdem, dass sie den Hackerangriff verkraften können, da sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Die Kryptobörse hat als Reaktion auf den Angriff Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Zunächst wurden Ein- und Auszahlungen sowie der Handel ausgesetzt. Laut Eterbase soll der Betrieb der Plattform nach Abschluss einer Sicherheitsprüfung wieder aufgenommen werden.
Das Unternehmen erklärte außerdem, dass der Hack zwar entdeckt, aber nicht verhindert werden konnte. Es gelang ihnen jedoch, die gestohlenen Coins sofort nachzuverfolgen trac
Die Hacker beschatten
Berichten zufolge wurde ein Großteil der Coins an eine Binance Wallet gesendet. Huobi Global und HitBC Eterbase gaben dies auf Twitter bekannt. Sie haben sich auch mit den Börsen in Verbindung gesetzt und die Einfrierung der Gelder gefordert.
Zuvor hatte auch CashAA, eine andere Kryptobörse, 336 BTC durch Hackerangriffe verloren. Das Unternehmen gab daraufhin bekannt, dass der Hacker eine seiner Blockchain.com-Wallets angegriffen hatte, die zur Speicherung von BTC und für Überweisungen von der Börse genutzt wird.
Kryptobörsen geraten zunehmend ins cake von Hackern. Bei dem japanischen Kryptounternehmen Bitpoint wurden 32 Millionen US-Dollar erbeutet, und nur wenige Monate später verlor die südkoreanische Plattform Upbit 52 Millionen US-Dollar. Zaif, eine weitere japanische Börse, wurde 2018 Opfer eines Angriffs, bei dem 60 Millionen US-Dollar erbeutet wurden.

