NEUESTE NACHRICHTEN
FÜR SIE AUSGEWÄHLT
WÖCHENTLICH
BLEIBEN SIE AN DER SPITZE

Die besten Krypto-Einblicke direkt in Ihren Posteingang.

Die Krypto-Community ist momentan sehr wütend auf Vanguard

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die Krypto-Community ist momentan sehr wütend auf Vanguard
  • Vanguard sieht sich Kritik ausgesetzt, weil das Unternehmen keine neuen Bitcoin -ETFs anbietet und damit seiner konservativen Anlagestrategie treu bleibt.
  • Die #BoycottVanguard-Bewegung gewinnt in den sozialen Medien an trac, Nutzer drohen mit dem Rückzug ihrer Investitionen.
  • Die Entscheidung des E-Commerce-Unternehmens steht im Gegensatz zu Konkurrenten wie BlackRock und Fidelity, die Bitcoin ETFs eingeführt haben.

In der dynamischen Finanzwelt können Entscheidungen einflussreicher Akteure rippleFolgen für die gesamte Branche haben und Reaktionen von Beifall bis Empörung hervorrufen. Aktuell wehrt sich die Krypto-Community gegen Vanguard, einen Giganten der Vermögensverwaltung, wegen dessen unnachgiebig konservativer Haltung gegenüber Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin ETFs (börsengehandelten Fonds). Diese Haltung erinnert stark an die Ansichten des verstorbenen Firmengründers Jack Bogle, der 2017 bekanntlich von Bitcoinabriet.

Vanguards unnachgiebige Haltung löst Empörung aus

Die kürzliche Einführung vollwertiger Bitcoin -ETFs in den USA, ein Meilenstein für die Kryptowelt, wurde von Vanguard mit Ablehnung aufgenommen und löste heftige Proteste aus. Die bewusste Entscheidung des Unternehmens, diese neuen ETFs nicht auf seiner Handelsplattform anzubieten, führte zum Hashtag #BoycottVanguard. Es entwickelte sich ein regelrechter Online-Kampf, in dem Tausende von Beiträgen die Enttäuschung der Community und Drohungen zum Ausdruck bringen, ihre Investitionen bei dem Unternehmen abzuziehen.

Vanguard, mit einem verwalteten Vermögen von gigantischen 8,6 Billionen US-Dollar, bekräftigt seine Position und hat nicht nur Bitcoin-Spotprodukte abgelehnt, sondern auch Futures-gedeckte Bitcoin Fonds von seiner Plattform entfernt. Damit bietet das Unternehmen keine Kryptoprodukte mehr an. Diese Entscheidung steht im deutlichen Gegensatz zu den Wettbewerbern und verdeutlicht Vanguards tief verwurzelte Anlagephilosophie, ein Vermächtnis seines Gründers Bogle. Seit seiner Gründung im Jahr 1975 konzentriert sich das Unternehmen auf traditionelle Vermögenswerte wie Aktien und Anleihen und meidet Rohstoffe, einschließlich Kryptowährungen.

Branchenfolgen und entschlossene Philosophie

Die Kontroverse ist kein Sturm im Wasserglas. Vanguards Ablehnung von Kryptowährungen steht im krassen Gegensatz zu Branchenkollegen wie BlackRock Inc., Fidelity und Invesco Ltd., die allesamt eigene Bitcoin ETFs aufgelegt haben. Franklin Templeton hingegen hat seinen Bitcoin Fonds aggressiv vermarktet und sogar das „Laseraugen“-Meme als Profilbild in den sozialen Medien verwendet – ein beliebtes Symbol unter Bitcoin Enthusiasten.

Die Online-Reaktionen waren heftig. In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Kritikpunkte und Forderungen nach Maßnahmen gegen Vanguard. Beiträge mit Tausenden von Likes drücken die Enttäuschung über das Unternehmen aus, und Anleger teilen ihre Pläne mit, ihre Gelder auf kryptofreundlichere Plattformen umzuschichten. Die Stimmung ist eindeutig: Die Krypto-Community ist frustriert über die ihrer Ansicht nach bestehende Gatekeeping-Maßnahmen traditioneller Finanzinstitute.

Trotz des Aufruhrs glauben Branchenexperten wie Dave Nadig, dass die Boykottbewegung Vanguards riesigem Geschäft kaum schaden wird. Der stetige cash in die ETFs des Unternehmens zeugt von dessen anhaltender Attraktivität. Mit einer einzigartigen Unternehmensstruktur und dem Ruf niedriger Gebühren hat Vanguard einen treuen Kundenstamm aufgebaut. Selbst angesichts des Unmuts der Krypto-Community baut Vanguard seinen Anteil am 8 Billionen Dollar schweren ETF-Markt weiter aus und kommt dem Marktführer BlackRock immer näher.

Die Geschichte verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen traditionellen Finanzinstitutionen und der aufstrebenden Welt der Kryptowährungen. Vanguards Ansatz, der auf der Philosophie des inneren Wertes und stetiger Renditen beruht, steht im Widerspruch zur volatilen, aber potenziell lukrativen Natur von Kryptowährungen. Die konsequente Haltung des Unternehmens, die zwar die Missbilligung der Krypto-Community hervorruft, spiegelt sein Bekenntnis zu einer langjährigen Anlagestrategie wider, die sich in verschiedenen Marktphasen und Umbrüchen bewährt hat.

Trotz der Empörung und der Boykottdrohungen scheint Vanguards Position ungebrochen. Die Weigerung des Unternehmens, sich mit Krypto-ETFs zu befassen, mag zwar jüngere, an digitalen Vermögenswerten interessierte Anleger abschrecken, ist aber ein kalkuliertes Risiko. Ein Risiko, das Vanguard mit seiner jahrzehntelangen tracund seinem unerschütterlichen Bekenntnis zu seinen Gründungsprinzipien offenbar bereit ist einzugehen.

Vanguards Entscheidung, standhaft zu bleiben, ist ein mutiger Schritt. Er stellt nicht nur den Status quo infrage, sondern auch die Loyalität der Kundenbasis auf die Probe. Während die Krypto-Community weiterhin ihren Unmut äußert, wird sich erst mit der Zeit zeigen, ob diese Episode nur ein kurzer Ausrutscher in Vanguards traditionsreicher Geschichte bleibt oder einen Wendepunkt in der Beziehung zu einer neuen Generation von Anlegern darstellt.

Lesen Sie Krypto-News nicht nur, sondern verstehen Sie sie. Abonnieren Sie unseren Newsletter. Er ist kostenlos.

Diesen Artikel teilen

Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

MEHR … NACHRICHTEN
DEEP CRYPTO
CRASH-KURS