Kryptobetrug im Zusammenhang mit dem Coronavirus schießt in die Höhe, um Nutzer aufgrund der viralen Online-Suchanfragen zu COVID-19 anzulocken. Während die Welt mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen hat , sind auch Betrüger im Kryptobereich auf Hochtouren unterwegs. Leider wittern manche Menschen selbst in den schwierigsten Zeiten ihre Chance auf Profit.
Laut Daten von DomainTools ist die Zahl der Domainregistrierungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus deutlich gestiegen, und viele davon sind mutmaßlich Betrug. Die Betreiber dieser Webseiten versuchen höchstwahrscheinlich, angesichts der steigenden Suchanfragen schnell cash zu verdienen. Sollte die Pandemie noch einige Wochen andauern, ist mit einem Anstieg solcher Krypto-Betrügereien im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu rechnen.
Kryptobetrüger cashvon den viralen COVID-19-Suchanfragen
Tarik Saleh, leitender Sicherheitsingenieur bei DomainTools, weist darauf hin, dass viele Websites bereits für Betrugsversuche missbraucht werden oder zukünftig missbraucht werden könnten. Beispielsweise behauptet die Website coronavirusapp[.]site, aktuelle COVID-19-Informationen für die Region des Nutzers bereitzustellen. Interessanterweise werden Nutzer aufgefordert, eine Android-App auf ihre Smartphones herunterzuladen und zu installieren. Diese vermeintliche App enthält jedoch die versteckte CovidLock-Ransomware . Darüber hinaus übernimmt sie die Kontrolle über den Sperrbildschirm des Mobiltelefons, blockiert den Zugriff und macht das Gerät gefangen.
Sobald das Smartphone vollständig von Ransomware infiziert ist, droht diese, alle Daten auf dem Telefon zu löschen, darunter Bilder, Kontakte und Videos. Auch die Social-Media-Konten des Nutzers sind gefährdet. CovidLock fordert 100 US-Dollar Lösegeld für die Freigabe des Geräts, und zwar in Bitcoin. Saleh empfiehlt, das Android-Smartphone zu aktualisieren und ein sicheres Passwort für den Sperrbildschirm einzurichten.
Android Nougat bietet standardmäßig einen gewissen Schutz vor solchen Bildschirmsperrangriffen. Um diesen Schutz nutzen zu können, muss der Nutzer jedoch ein Bildschirmsperrpasswort festlegen. Android-Nutzer ohne Bildschirmsperrpasswort sind anfällig für die Ransomware „CovidLock“. Das Team von DomainTools gibt an, den Entschlüsselungsschlüssel analysiert zu haben und kurz vor der Veröffentlichung einer Lösung für diese Ransomware zu stehen. Die mutmaßliche Bitcoin Wallet wird ebenfalls auf Transaktionen überwacht. Bis dahin stellen Kryptobetrügereien im Zusammenhang mit dem Coronavirus eine Gefahr für Internetnutzer dar.

