Kupfer-, Nickel- und Silberminenaktien steigen, da Wall-Street-Fondsmanager ihre Gewichtung erhöhen

- Die Aktien von Bergbauunternehmen sind seit Anfang 2025 um fast 90 % gestiegen, allen voran Kupfer, Silber und Nickel.
- Fondsmanager sind in diesem Sektor stark übergewichtet, insbesondere in Europa.
- Die Kupfernachfrage treibt Fusionen und Übernahmen an, da das Angebot knapp bleibt und die Preise steigen.
Minenaktien sind wieder ganz oben mit dabei, diesmal vor allem Kupfer, Silber und Nickel. Seit Anfang 2025 ist der MSCI Metals and Mining Index um fast 90 % gestiegen und hat damit Halbleiter, Banken und sogar Technologiekonzerne deutlich überholt.
Wall-Street-Fondsmanager, die diese Aktien einst ignorierten, investieren jetzt massiv. Und das nicht zum Spaß. Die Nachfrage nach Metallen explodiert, und das Angebot kann nicht mithalten.
Diese Rallye hält unvermindert an. Kupfer hat in diesem Jahr bereits um 50 % zugelegt. Grund dafür ist seine unverzichtbare Bedeutung für die Energieinfrastruktur, Elektrofahrzeuge und KI-Rechenzentren. Doch nicht nur Kupfer ist im Aufwind. Auch Silber, Nickel, Aluminium und Platin gewinnen an Wert. Selbst Gold hält sichtron. Investoren setzen weiterhin verstärkt auf Gold, um sich gegen die Entwicklungen in der US-Geldpolitik und die zunehmenden globalen Spannungen abzusichern.
Fondsmanager erhöhen trotz Vorsicht ihr Engagement im Bergbau
Früher galten Bergbauaktien als Ladenhüter. Alle konzentrierten sich auf Technologie und Banken, insbesondere da Chinas Wirtschaft instabil wirkte. Das änderte sich, als Peking begann, die Zinsen zu senken und Wirtschaftshilfen zuzusagen. Plötzlich erschien der Metallsektor gar nicht mehr so schlecht.
Dilin Wu von Pepperstone sagte: „Bergbauaktien haben sich still und leise von einer langweiligen defensiven Anlage zu einem unverzichtbaren Portfolioanker entwickelt, einem der wenigen Sektoren, die sowohl auf eine sich ändernde Geldpolitik als auch auf eine instabile geopolitische Lage reagieren können.“
Interessant ist, dass Kupfer und Aluminium nicht mehr so stark von der Konjunktur abhängen wie früher. Sie haben sich zu langfristigen Anlagen entwickelt. Deshalb kaufen Anleger bei fallenden Preisen. Europäische Fondsmanager halten derzeit eine Nettoübergewichtung von 26 % im Bergbausektor. Das ist der höchste Wert seit vier Jahren, auch wenn er noch unter den 38 % von 2008 liegt.
Fusionen und Übernahmen nehmen zu, da die Bewertungen niedrig bleiben
Selbst nach der Rallye erscheint der Sektor weiterhin unterbewertet. Der Stoxx 600 Basic Resources Index notiert mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,47, während der Durchschnitt eher bei 0,59 liegt. In vergangenen Zyklen erreichte er Höchststände über 0,7. Es besteht also noch Aufwärtspotenzial.
Alain Gabriel von Morgan Stanley sagte: „Diese Bewertungslücke bleibt groß, obwohl natürliche Ressourcen wichtiger denn je sind.“ Gabriel wies außerdem darauf hin, dass Unternehmen eher andere Firmen übernehmen, als neue Standorte zu errichten. Das ist günstiger, schneller und weniger riskant.
Anglo American kauft gerade Teck Resources. Und es gibt Gerüchte über eine Zusammenarbeit von Rio Tinto und Glencore. Bergbauunternehmen streben nach Größe und besseren Portfolios. Kupfer steht im Fokus. Jeder weiß, dass es ein Angebotsproblem gibt. Und wenn die Nachfrage weiter steigt, werden auch die Preise steigen. Das bedeutet, dass die Aktien noch Aufwärtspotenzial haben.
Große Konzerne wie BHP und Rio Tinto sind nach wie vor stark vom Eisenerz abhängig. Doch der Eisenerzmarkt schwächelt. Der letzte von China angeführte Superzyklus ist vorbei. Deshalb verlagern sie ihren Fokus auf Kupfer. Derzeit bieten nur wenige Unternehmen reine Kupferbeteiligungen an; Freeport-McMoRan und Antofagasta gehören dazu.
Manche bleiben vorsichtig. Die Bank of America hat den Sektor in Europa sogar herabgestuft. Sie warnte vor dem Risiko negativer wirtschaftlicher Überraschungen.
Nick Ferres von Vantage Point erklärte, er habe seine Goldposition vorerst reduziert. „Ich mache mir Sorgen, wenn der Preis eines Vermögenswerts parabolisch steigt“, sagte Ferres. „Aber die Minenaktien sind günstig. Wenn der Goldpreis stabil bleibt, würden wir bei einem Kursrückgang wieder einsteigen.“
Bloomberg Intelligence prognostiziert, dass aufweisen wird defi, das sich sogar noch vergrößern könnte als 2025. Beim Goldpreis hingegen wird ein Anstieg auf 5.000 US-Dollar erwartet. Goldman Sachs geht sogar von einem noch höheren Preis von 5.400 US-Dollar bis Ende 2026 aus, was einem Plus von rund 8 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht.
Gerald Gan von Reed Capital hält an seiner Position fest. „Die Aufwärtstreiber für Rohstoffe sind jetzt stärker und vielfältiger“, sagte er. „In den kommenden Monaten planen wir, unser Engagement im Bergbausektor auszubauen.“
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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