Crypto's Circle strebt eine US-amerikanische National Trust Bank-Charter zur Verwahrung seiner eigenen Reserven an

- Circle hat die Zulassung als nationale Treuhandbank der USA beantragt, um ihre Stablecoin-Reserven in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar zu verwahren.
- Die neue Bank, First National Digital Currency Bank, würde auch die Verwahrung von Kryptowährungen für Institutionen anbieten.
- Die Aktien von Circle haben sich nach dem Börsengang verfünffacht, doch Analysten wie JPMorgan warnen vor einer Überbewertung.
Circle strebt eine nationale Treuhandbank an. Das ist der Plan. Nachdem der Aktienkurs nach dem Börsengang rasant gestiegen war, reichte das Unternehmen am Montag beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC) einen formellen Antrag zur Gründung der sogenannten First National Digital Currency Bank (NA) ein.
Wenn es genehmigt wird, hätte Circle endlich die rechtliche Befugnis, seine eigenen Reserven in Höhe von 60 Milliarden Dollar direkt und ohne Zwischenhändler zu verwahren.
Die Reserven, die Circles USDC, den nach Marktkapitalisierung zweitgrößten Stablecoin, decken, umfassen cash und kurzfristig laufende US-Staatsanleihen, wie aus der letzten Bestätigung des Unternehmens vom 26. Juni hervorgeht.
Mit dieser Banklizenz wäre Circle erst das zweite Krypto-Unternehmen, dem jemals eine nationale Treuhandlizenz erteilt wurde, nach Anchorage, das 2021 von den Aufsichtsbehörden unter Auflagen die Zulassung zur Anchorage Digital Bank erhielt.
Die Aktien von Circle explodieren nach dem Börsengang, geraten dann aber in die Kritik der Wall Street
Dieser Vorstoß für eine nationale Bank erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Circle an der Börse einen regelrechten Höhenflug erlebt. Seit dem Börsengang Anfang des Monats haben sich die Aktien des Unternehmens mehr als verfünffacht und sind von ihrem Ausgabepreis von 31 US-Dollar auf bis zu 298,99 US-Dollar gestiegen – ein Anstieg, der durch einen Kaufrausch nach der Verabschiedung des Stablecoin-Gesetzes durch den US-Senat am 17. Juni ausgelöst wurde.
Dieser Optimismus hat eine Welle von Aktivitäten in der gesamten Branche ausgelöst. Fiserv und Mastercard haben beide weitere Stablecoin-Initiativen angekündigt. Auch Amazon und Walmart erwägen Berichten zufolge die Einführung eigener Stablecoins.
JPMorgan, die den Börsengang von Circle begleitete, ist jedoch nicht überzeugt, dass der Kursanstieg nachhaltig ist. Analyst Kenneth Worthington nahm die Aktie mit einem „Underweight“-Rating und dem niedrigsten Kursziel an der Wall Street von 80 US-Dollar in seine Bewertung auf. Er bezeichnete den aktuellen Kurs als nicht tragfähig und wies auf den zunehmenden Wettbewerb als Hauptsorge hin.
„Wir sehen den Wettbewerb als potenzielle Bedrohung für Circle“, schrieb. „Das Risiko besteht darin, dass es einigen wenigen gelingt, genügend Marktanteile zu erobern, um in einem Geschäft mit geringen Wechselkosten eine kritische Masse zu erreichen, wodurch sie das von Circle aufgebaute Netzwerk nutzen können.“
Kenneth wies auf den Aufstieg tokenisierter Einlagenkonten und digitaler Geldmarktfonds als Anzeichen dafür hin, dass neue Akteure in den Markt drängen, um Circles Position im Stablecoin-Bereich herauszufordern. Dieselben Gesetze, die Circles Aktienkurs in die Höhe schnellen ließen, könnten auch Konkurrenten mit besserer Infrastruktur odertronUnterstützung durch traditionelle Finanzinstitute den Weg ebnen.
Analysten sind sich bei Circle uneins, da Regulierungen und Bewertungen aufeinanderprallen
Nicht alle Analysten sind sich über die zukünftige Entwicklung der Circle-Aktie einig. Das Unternehmen wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 120 gehandelt, ein Niveau, das von optimistischen Analysten Vergleiche mit Tesla und KI-Aktien hervorgerufen hat. Von den von Bloomberg tracAnalysten empfehlen sechs den Kauf, sechs raten zum Halten und zwei zum Verkauf.
Bei der Deutschen Bank empfahl Analyst Brian Bedell, die Aktie zu halten, und warnte vor voraussichtlichen Kursschwankungen in absehbarer Zukunft. „Wir sehen zwar Potenzial für einetronlangfristige Akzeptanz von Stablecoins in der Branche, doch die Bandbreite der möglichen Ergebnisse ist sehr groß und dürfte zumindest kurz- bis mittelfristig erhebliche Schwankungen bei den Gewinnrevisionen und dem Aktienkurs verursachen“, schrieb Bedell in einer Analyse.
Needham unterstützt die Aktie und bezeichnet Circle als langfristiges Investment, das aufgrund des von ihm als „Paradigmenwechsel“ im Krypto-Finanzwesen bezeichneten Ereignisses seine hohe Bewertung verdiene. Auch Barclays-Analyst Ramsey El-Assal zeigte sich optimistisch und nahm die Aktie mit einem Übergewichtungsrating und einem Kursziel von 215 US-Dollar in seine Beobachtung auf. Laut El-Assal verschafft der einzigartige Status des Unternehmens als eines der wenigen börsennotierten, auf Stablecoins spezialisierten Unternehmen ihm eine gute Ausgangsposition, um im Zuge der zunehmenden Regulierung Kapital aufzunehmen.
Ramsey geht davon aus, dass Circles USDC über seine Krypto-Wurzeln hinauswachsen und in den traditionellen Finanzsektor vordringen wird – insbesondere in Bereichen wie Zahlungsverkehr, internationale Überweisungen und Geldtransfers. Doch all das hängt davon ab, was als Nächstes in Washington geschieht.
Circle ist jedoch kein Neuling im Umgang mit US-Regulierungen. Bereits 2015 erwarb das Unternehmen eine BitLicense aus New York und besitzt Lizenzen für Geldtransferdienste in mehreren Bundesstaaten. Die nationale Lizenz wäre das Krönchen dieser regulatorischen Maßnahmen und würde Circle einen besseren Zugang zu institutionellen Geldern ermöglichen sowie die Abhängigkeit von externen Verwahrstellen umgehen.
Doch der Markt schenkt dem Unternehmen keine Ruhe. Die Aktien von Circle fielen letzte Woche um 25 Prozent – der erste Wochenverlust seit dem Börsengang. Am Montag erholten sie sich zwar und legten um 6,7 Prozent zu, doch die Kursschwankungen zeigen, dass die Volatilität noch lange nicht vorbei ist.
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