Die chinesische Kryptobörse FCoin hat ihren Betrieb eingestellt und schuldet Nutzern 125 Millionen Dollar

Nach der Schließung von FCoin gab der Gründer der chinesischen Kryptobörse, Zhang Jian, in einem Beitrag bekannt, dass das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage sein wird, die ausstehenden Zahlungen an seine Nutzer zu leisten. Laut der Mitteilung schuldet FCoin seinen Nutzern 7.000 bis 13.000 Bitcoin , eine Summe im Wert von 67 bis 125 Millionen US-Dollar.
FCoin stellt den Betrieb ein
Laut Zhang wurde die Börse nicht gehackt und es handelt sich keinesfalls um einen Exit-Scam; die Beweislage deutet jedoch auf etwas anderes hin. Zhang behauptet, die Abschaltung sei das Ergebnis einer Reihe interner Probleme, darunter Datenfehler und Entscheidungen, die zu komplex seien, um sie zu erklären.
Exit-Scam?
Fcoin wurde im Mai mit extrem hohen Handelsvolumina eingeführt, die mit denen einiger der größten Börsen der Welt mithalten konnten. Dies wurde durch ein Geschäftsmodell namens „Transaktions-Mining“ erreicht. Ein Reddit-Nutzer behauptete , die Volumina seien gefälscht und das Orderbuch von Fcoin sei mit Bits gefüllt. Derselbe Nutzer schrieb , der Preis von Fcoin werde ständig manipuliert.
Das gesamte Vorhaben wirkte von Anfang an verdächtig, da der native Token der Börse weder über ein ICO noch über einen Airdrop zum Start. Das Unternehmen verteilte über die Hälfte seines Token-Angebots an die Nutzer. Diese wurden zu möglichst häufigen Transaktionen animiert, da die Plattform alle gezahlten Transaktionsgebühren in FT-Token zurückerstattete.
Binance CEO Changpeng Zhao bezeichnete FCoin 2018 als Schneeballsystem. In einem Kommentar zu Zhangs Beitrag erinnerte er daran und merkte an, dass Zhang seine eigene Kreation als besser als Bitcoin. Er erklärte, dass nur Betrüger so etwas tun würden.
Nachwirkungen
Die Plattform wurde vor wenigen Tagen laut eigener Aussage aus Gründen der „Risikokontrolle“ vorübergehend eingestellt. Dieser Schritt warf Zweifel an der Zukunft des Projekts auf, und viele befürchteten, dass es eingestellt und die Betreiber spurlos verschwinden würden.
Zhang versprach, die Nutzer mit den Gewinnen aus seinen anderen Projekten zu entschädigen. Er verriet jedoch weder, an welchen Projekten er arbeitete, noch wann er die Nutzer entschädigen würde.
Titelbild von Pixabay.
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Ahmad Asghar
Als eingefleischter Gamer und Technikfan ist er seit fast zehn Jahren in der Tech-Branche tätig. Mit diesem Wissen und Einblick in die Materie berichtet er nun über Blockchain, Kryptowährungen und alles rund um Fintech, um anderen die Branche verständlicher zu machen.
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