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Chinas Roboter-Hype gerät ins Stocken, da die Gläubigen angesichts spektakulärer Börsengänge und Kursrallyes vorsichtig werden.

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Chinas Roboter-Hype gerät ins Stocken, da die Gläubigen angesichts spektakulärer Börsengänge und Kursrallyes vorsichtig werden.
  • Pekings oberste Planer warnten vor einer Blase in der Roboterindustrie, nachdem 150 Firmen den Markt mit ähnlichen Produkten überschwemmt hatten.

  • Der Solactive China Humanoid Robotics Index ist um fast 20 % gesunken, nachdem er Anfang des Jahres um 60 % gestiegen war.

  • UBTech und Ningbo Zhongda verzeichneten trotz hoher Verluste und sinkender Gewinne deutliche Kursgewinne.

Das Interesse der Anleger an chinesischen Roboteraktien schwindet rapide. Nach monatelangen viralen Robotertanzvideos und absurden Kursanstiegen zeigen sich nun die ersten Risse, nachdem die chinesische Nationale Entwicklungs- und Reformkommission am 20. November gewarnt hatte, der Sektor sei von Hype und Überfüllung überflutet.

Der Solactive China Humanoid Robotics Index ist im Oktober seit Jahresbeginn um fast 60 % gestiegen, dank staatlicher Unterstützung und Videos von Robotern, die Kickboxen und Rennen fahren und auf TikTok, Instagram und Twitter viral gingen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels ist der Index um 20 % gesunken, und laut Bloomberg bauen mehr als 150 Unternehmen nahezu identischedent. Diese Flut an Gleichförmigkeit könnte die eigentlichen Forschungs- und Entwicklungsbemühungen zunichtemachen.

Der Aktienkurs des chinesischen Unternehmens UBTech Robotics hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt, obwohl es allein im ersten Halbjahr einen Verlust von 414 Millionen Yen (58,5 Millionen US-Dollar) verbucht hat.

Sogar Morgan Stanley äußerte sich kritisch. Ihre Analysten warnten, dass die tatsächlichen industriellen Anwendungsfälle schwach ausgeprägt seien und die Effizienz humanoider Roboter noch immer hinter der des Menschen zurückbleibe. Während Optimisten auf 100.000 verkaufte Einheiten im Jahr 2026 setzen, rechnet Morgan Stanley in diesem Jahr lediglich mit rund 12.000 Einheiten und bis 2030 mit 114.000.

Lokale Regierungen drängen auf Schrottroboter, während China hart durchgreift.

Die Zentralregierung ist zudem besorgt darüber, dass lokale Regierungen ohne angemessene Planung übereilt Technologieprojekte angehen. Dieses Jahr startete China eine „Anti-Involutions“-Kampagne, um zu verhindern, dass sich Branchen durch den Wettbewerb durch Produktkopien selbst vernichten.

Der Hype begann Anfang des Jahres, nachdem die Roboter des in Hangzhou ansässigen Unternehmens Unitree Technology während der Frühlingsfestgala viral gingen. Dadurch rückten humanoide Roboter in Chinas neuem Fünfjahresplan in den Mittelpunkt, in dem die Branche als einer von sechs wichtigen Wachstumstreibern bis 2030 genannt wurde. Dies führte zu mehr Investitionen, mehr Nachahmern und nun auch zu verstärkter Besorgnis seitens der Regierung.

Dennoch wollen nicht alle den Markt verlassen. Citigroup prognostiziert für das nächste Jahr ein exponentielles Wachstum in der Produktion humanoider Roboter. Manche glauben, Chinas niedrigere Produktionskosten und die massive Entwicklungsbasis verschaffen dem Land einen langfristigen Vorteil. Doch selbst Optimisten räumen ein, dass es kurzfristig schwierig werden könnte.

Laut Goldman Sachs hängt der zukünftige Erfolg von zwei Dingen ab: praktischen Anwendungen und einertronProduktleistung. Ohne diese sind virale Videos und spektakuläre Börsengänge bedeutungslos.

„Mit Blick auf die Zukunft, wenn die Skalenproduktion die Kosten senkt, Kernkomponenten lokalisiert werden und B2B-Anwendungen an tracgewinnen, wird der Wachstumspfad der Branche klarer und die Rentabilität wird sich allmählich einstellen“, sagte Cheng Qiang, Chefökonom bei Topsperity Securities.

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