JD.com, ein chinesisches E-Commerce-Unternehmen, hat eine Partnerschaft mit dem Forschungsinstitut für digitale Währungen der Chinesischen Volksbank (PBoC) geschlossen, um die Entwicklung von Wallets zu fördern, die Chinas digitale Zentralbankwährung (CBDC) unterstützen. Dies geschieht im Zuge der Vorbereitungen Chinas auf die Einführung des digitalen Yuan.
Die Partnerschaft würde die Entwicklung von mobilen Anwendungen und Blockchain-Plattformen fördern, die mit Chinas bevorstehender digitaler Zentralbankwährung (CBDC) im Einklang stehen und in die bestehenden Plattformen und Dienstleistungen der JD Group integriert werden.
PBoC setzt sich für den CBDC-Wettbewerb ein
Bislang liegt China im Wettlauf um digitale Zentralbankwährungen (CBDC) vor anderen Ländern. Das Land schloss die Entwicklung der Backend-Architektur seines digitalen Yuan im Juni ab, wie Wang Zhongmin, Vizepräsident des Nationalen Rates für Sozialversicherungsfonds der Chinesischen Volksbank, bekannt gab.
Chinas digitale Zentralbankwährung (CBDC) befindet sich in der Pilotphase. Unternehmen wie Uber und DiDi Chuxing kooperieren dabei mit der chinesischen Zentralbank (PBoC). JD ist somit nicht das erste Unternehmen, das mit der PBoC an der CBDC-Entwicklung zusammenarbeitet.
Chinas Pilotprojekt für digitale Zentralbankwährungen (CBDC) schreitet jedoch voran. Das chinesische Handelsministerium gab Pläne zur Ausweitung der Tests auf die Provinzen Peking, Tianjin und Hebei bekannt. Der Test startete in der Hong Kong Greater Bay Area unter Beteiligung von Guangzhou, Shenzhen, Hongkong und Macau.
Chinas CBDC und der Westen
Chinas Bemühungen um die Schaffung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) haben im Westen Besorgnis ausgelöst. Auch mehrere Banker weltweit haben Interesse an ähnlichen Projekten bekundet.
Accenture und die Digital Dollar Foundation veröffentlichten im Mai ein Whitepaper mit Vorschlägen zur Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) in den USA.
Berichten zufolge zielt das Projekt darauf ab, den Status des US-Dollars als Weltreservewährung zu sichern. Es wird befürchtet, dass der US-Dollar durch die Überlegungen anderer Regierungen zur Einführung von CBDCs gefährdet sein könnte.
In dem Artikel wurde jedoch auch der Beitrag eines digitalen Dollars zum internationalen Zahlungsverkehr hervorgehoben, wobei auf die Möglichkeiten zur Steigerung des Wettbewerbs im globalen Zahlungsverkehr und zur Integration der Finanzmärkte hingewiesen wurde.
Chinas Vorstoß zur Einführung von CBDCs: Beamte in Changshu werden in digitalen Yuan bezahlt