China steht kurz davor, die USA als Deutschlands größten Handelspartner im ersten Halbjahr 2025 abzulösen

- In der ersten Hälfte des Jahres 2025 hat China aufgrund von Zollstörungen die Vereinigten Staaten beinahe als Deutschlands größten Handelspartner überholt.
- Diese Verschiebung deutet auf einen breiteren Trend im Welthandel hin, bei dem China zunehmend zu einem dominanten Akteur auf dem europäischen Markt wird und den Einfluss der USA herausfordert.
- Die Welthandelsorganisation hat davor gewarnt, dass der Welthandel erheblich beeinträchtigt werden wird, wenn die zunehmenden Spannungen nicht beigelegt werden.
Im ersten Quartal 2024 lösten die USA China als Deutschlands wichtigsten Handelspartner ab und beendeten damit Chinas achtjährige Vormachtstellung. Die USA haben diese Position seither behauptet, doch Berichten zufolge steht China kurz vor einem Comeback.
Laut vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes wird China in der ersten Hälfte des Jahres 2025 die USA beinahe als Deutschlands größten Handelspartner überholt haben, da die deutschen Exporte in die USA unter höheren Zöllen litten.
Amerika konnte seine Position letztendlich verteidigen, obwohl der Vorsprung gegenüber China im deutschen Handel jetzt „hauchdünn“ sei, sagte Vincent Stamer, Ökonom bei der Commerzbank.
Die USA bleiben zwar führend, aber nur mit einem knappen Vorsprung
Chinas Versuch, die Vereinigten Staaten als Deutschlands größten Handelspartner abzulösen, wurde durch einen Rückgang der deutschen Exporte in die USA um 3,9 % ausgelöst, eine Folge der unter der Trump-Administration eingeführten neuen US-Zölle.
Die Importe aus China stiegen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 % und überschritten die 80-Milliarden-Euro-Marke. Beobachter sehen in diesem Anstieg einen Beweis dafür, dass China begonnen hat, den Handel von den USA nach Europa umzulenken. Die Waren sind dank einer deutlichen Unterbewertung des Yuan gegenüber dem Euro günstiger, was die Handelsbeziehung profitabel macht.
Die deutschen Exporte nach China sanken um 14,2 % auf 41,4 Milliarden Euro, da die Exporteure mit zunehmendem Wettbewerb durch chinesische Hersteller zu kämpfen hatten.
Der starke Rückgang der Exporte nach China sowie die gleichzeitig stark gestiegenen Importe haben zu einem defivon 40 Milliarden Euro geführt, ähnlich dem von 2022. Beobachter befürchten jedoch, dass sich die Lage noch verschlimmern könnte.
„Im Laufe des Jahres dürften die Verluste bei den deutschen Exporten in die USA anhalten und sich sogar noch verstärken“, sagte Jürgen Matthes, Leiter der Abteilung für internationale Wirtschaftspolitik am Institut für Wirtschaftsforschung Köln.
Die Commerzbank rechnet nun damit, dass die neuen US-Zölle die deutschen Exporte in den nächsten zwei Jahren um 20 bis 25 Prozent dämpfen werden. Dies eröffnet China im Laufe des Jahres noch mehr Möglichkeiten, die Spitzenposition unter Deutschlands Handelspartnern zurückzuerobern.
Der Welthandel durchläuft eine Neuausrichtung
Die Welt hat sich drastisch verändert, seit Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten wurde. Er führte weitreichende Reformen sowie Zölle ein, die die Normen durcheinanderbrachten und zu einer Neuausrichtung des Welthandels führten.
Diese Zölle haben den transatlantischen Handel erheblich geschwächt und den Ländern keine andere Wahl gelassen, alsmaticvorzugehen, da sie ihre Interessen schützen wollen, ohne sich mit Trump anzulegen, der gezeigt hat, dass er bereit ist, die Zölle als Kontrollinstrument einzusetzen.
Im April warnte die Welthandelsorganisation (WTO) vor der aktuellen Lage und gab bekannt, dass der Welthandel mit Waren in diesem Jahr voraussichtlich um 0,2 % zurückgehen wird, wobei Nordamerika mit einem erheblichen Rückgang der Exporte um 12,6 % konfrontiert sein wird.
Es wurde behauptet, der Rückgang könne sogar noch stärker ausfallen und auf 1,5 % ansteigen, sollten sich die Handelsspannungen verschärfen. Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala sprach über die globalen Auswirkungen: „Die anhaltende Unsicherheit droht, das globale Wachstum zu bremsen, mit gravierenden negativen Folgen für die Welt, insbesondere für die am stärksten gefährdeten Volkswirtschaften.“
Die Brookings-FT Trac-Indizes für die globale wirtschaftliche Erholung teilten eine ähnliche Einschätzung und kamen ebenfalls zu entsprechenden Ergebnissen. Ein Analyst prognostizierte eine düstere Zukunft für „jede offene Volkswirtschaft, die auf Handel angewiesen ist“, da diese voraussichtlich unter Druck geraten würden.
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