China hat Anduril Industries, ein in Silicon Valley ansässiges KI-gestütztes Start-up-Unternehmen für Verteidigungstechnologie, sowie mehrere seiner Führungskräfte mit Sanktionen belegt. Diese umfassen das Einfrieren ihrer Vermögenswerte in China und die Verweigerung der Einreise nach China sowie in die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau.
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Die Sanktion erfolgt, nachdem die Vereinigten Staaten kürzlich eine neue Runde von Waffenverkäufen an Taiwan genehmigt haben, was in China zu Protesten geführt hat.
China übt Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Unternehmen
Die chinesische Regierung betrachtet die Verkäufe als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten und als Bedrohung ihrer Souveränität und territorialen Integrität. Daher hat China beschlossen, gegen die beteiligten US-Firmen und -Beamten vorzugehen, was zu Sanktionen gegen das amerikanische Unternehmen Anduril führte, das KI-gestützte Aufklärungswaffen wie Drohnen und U-Boote herstellt.
Heute hat die Volksrepublik China Sanktionen gegen Anduril und einige unserer Führungskräfte verhängt. Offenbar machen wir etwas richtig. Wir bleiben unserem Engagement für die Verteidigung der Demokratie weltweit treu. pic.twitter.com/Pbccq1TA7M
— Anduril Industries (@anduriltech) 12. Juli 2024
Zu den weiteren Unternehmen, die Sanktionen unterliegen, gehören Maritime Tactical Systems, Pacific Rim Defense, AEVEX Aerospace, LKD Aerospace und Summit Technologies Inc. Die Sanktionen umfassen das Einfrieren all ihrer beweglichen und unbeweglichen Vermögenswerte, einschließlich anderer Vermögenswerte in China.
Die Sanktionsliste umfasste auch Führungskräfte der betroffenen Unternehmen. Dazu gehören Wahid Nawabi, Vorsitzender,dentund CEO von AeroVironment; Kevin McDonnell, Senior Vicedent und CFO von AeroVironment; Brian William Schimpf, CEO von Anduril Industries; Matthew Marley Grimm, COO von Anduril Industries; und Gregory Michael Kausner, Senior Vicedent Global Defense von Anduril Industries.
Dem Bericht zufolge werden auch die Vermögenswerte der betroffenen Führungskräfte in China eingefroren, und ihnen wird die Einreise nach China, einschließlich der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau, verboten.
Sanktionen offenbaren Spannungen zwischen den USA und China in Taiwan
Die Sanktionen verbieten allen Organisationen und Personen in China jegliche Transaktionen, Kooperationen und Geschäftsbeziehungen mit betroffenen Unternehmen und deren Führungskräften. Diese Maßnahme belegt Chinas entschiedene Haltung gegen die US-Waffenverkäufe an Taiwan und den Schutz seiner Souveränität.
Die anhaltenden Waffenlieferungen der USA an Taiwan bereiten China seit jeher Sorgen, da sie die Lage für Taiwan verschärfen. Das chinesische Außenministerium betonte, dass solche Maßnahmen angesichts des Vorgehens der USA, das Chinas Souveränität und territoriale Integrität gefährdet, äußerst zeitgemäß und angemessen seien.
Die Sanktionen sind Teil der chinesischen Gegenmaßnahmen gegen die US-Waffenlieferungen an Taiwan. In der Vergangenheit hat China bereits ähnliche Sanktionen gegen andere große US-Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin und Raytheon verhängt. Diese jüngste Entwicklung kann als Fortsetzung der geopolitischen Rivalität zwischen den USA und China betrachtet werden, in deren Zentrum Taiwan steht.

