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China peilt bis 2030 eine 23,9 Billionen Dollar schwere Wirtschaft an und will die Konsumausgaben ankurbeln

VonNellius IreneNellius Irene
Lesezeit: 2 Minuten
China peilt bis 2030 eine 23,9 Billionen Dollar schwere Wirtschaft an und will die Konsumausgaben ankurbeln
  • China strebt an, seine Wirtschaft bis 2030 auf 170 Billionen Yuan (23,9 Billionen US-Dollar) auszubauen und dabei eine jährliche Wachstumsrate von rund 4 % zu erreichen.
  • Deflation und Preiskriege bremsen das Wachstum und veranlassen Peking, Maßnahmen zu ergreifen, die einen höheren Konsum und fairen Wettbewerb fördern.
  • Ministerpräsident Li Qiang kritisierte die Handelsbarrieren und forderte eine globale Zusammenarbeit zum Schutz der Stabilität der Lieferketten und des fairen Handels.

China hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, seine Wirtschaft bis 2030 auf 170 Billionen Yuan (etwa 23,9 Billionen US-Dollar) auszubauen. Laut Premierminister Li Qiang entspricht dieses Ziel einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 4 % bis 2030, Inflation nicht eingerechnet.

Um diesen herausragenden Erfolg zu erzielen, erklärte der chinesische Ministerpräsident, dass das Wirtschaftswachstum des Landes im bisherigen Tempo fortgesetzt werde. Li bezeichnete China als attraktiven Markt für internationale Unternehmen und ging gleichzeitig auf Bedenken hinsichtlich Handelsungleichgewichten ein.

Chinas prognostiziertes BIP-Wachstum löst hitzige Diskussionen aus 

In einer Rede vor Regierungsvertretern und Wirtschaftsvertretern des Landes auf der China International Import Expo in Shanghai am Mittwoch, dem 5. November, erwähnte Li, dass dieses erwartete Wirtschaftswachstum einen wesentlichen neuen Beitrag zum globalen Wachstum leisten werde.

Der chinesische Ministerpräsident betonte zudem Chinas langjähriges Ziel, die Binnennachfrage, insbesondere durch eine verstärkte Konsumausweitung, um die Marktchancen optimal zu nutzen.

Obwohl er kein konkretes Ziel nannte, könnte die Zahl als Untergrenze für das Wachstum angesehen werden, was laut Michelle Lam, Ökonomin für Großchina bei der Societe Generale SA, darauf hindeutet, dass die Verantwortlichen zunehmend Wert auf die Qualität der Expansion legen.

Lam erklärte weiter, dass diese Zahl zeige, dass das nominale BIP-Wachstum ab dem aktuellen Rekordwert nicht mehr sinken werde. „Letztendlich hat sich der Fokus von der bloßen Steigerung des realen BIP-Volumens hin zur Vermeidung einer Deflation verlagert“, fügte sie hinzu.

Zhaopeng Xing, leitender Stratege der Australia & New Zealand Banking Group, wies hingegen darauf hin, dass ein chinesisches BIP von über 170 Billionen Yuan durchaus eine Spanne zwischen 170 und 180 Billionen Yuan bedeuten könnte. Dies impliziert ein „angemessenes“ jährliches nominales BIP-Wachstum zwischen 4 % und 5 %. 

Analysten haben unter Berufung auf kürzlich veröffentlichte Daten prognostiziert, dass das Land sein reales BIP-Wachstumsziel von rund 5 % in diesem Jahr erreichen könnte. Sie äußerten jedoch Bedenken, dass das nominale Wachstum aufgrund sinkender Preise hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei.

Inzwischen haben Quellen enthüllt, dass die anhaltende Deflation das Wirtschaftswachstumund zu einer höheren Verschuldung, geringeren Gewinnmargen und Kaufzurückhaltung der Verbraucher führt. Diese Situation hat Diskussionen über einen Teufelskreis aus sinkenden Investitionen und schwächerer Konsumbereitschaft angeheizt.

Die Durchbrechung dieses Teufelskreises ist zu einem Hauptziel der Politik geworden. Um diese Behauptung zu untermauern, initiierte Peking eine „Anti-Involutions“-Kampagne mit dem Ziel, den Preiskriegen ein Ende zu setzen.

Diese Preiskämpfe haben verschiedene Branchen, darunter die Lebensmittel-Lieferbranche und die Elektromobilität, erheblich beeinträchtigt. Daher zielen die Behörden darauf ab, den übermäßigen Wettbewerb einzudämmen, damit Unternehmen wieder die Kontrolle über ihre Preise erlangen und letztendlich die Löhne erhöhen können, was wiederum zu höheren Konsumausgaben führt.

Li warnt vor den Auswirkungen von Handelsbarrieren auf die Weltwirtschaft

Als Reporter hochrangige Ökonomen um eine Stellungnahme zu der Situation baten, wiesen diese darauf hin, dass Chinastracals Konsummarkt von mehr als nur der allgemeinen Wachstumsrate des Landes abhängt.

Sie äußerten zudem Bedenken, dass die USA und die Europäische Union häufig darauf hinweisen, dass chinesische Handelspraktiken den fairen Wettbewerb behindern und den Handelsprotektionismus verstärken. Folglich hat diese Situation Herausforderungen im Geschäftsumfeld geschaffen. 

Li lehnt solche Handelsbarrieren ab und warnt davor, dass einseitige und protektionistische Maßnahmen die globale Wirtschafts- und Handelsordnung stark beeinträchtigt haben. Um diesem Problem zu begegnen, erklärte der chinesische Ministerpräsident, China wolle mit anderen Ländern zusammenarbeiten, um die Stabilität und Effizienz globaler Industrie- und Lieferketten zu gewährleisten. 

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