China entlässt Chef-Handelsverhandler nach Bessents „entfesselten“ Äußerungen

- China hat Li Chenggang offiziell von seinem Posten als ständiger Vertreter bei der Welthandelsorganisation (WTO) abberufen.
- Die Änderung erfolgt inmitten eskalierender Handelsspannungen zwischen den USA und China, die durch Sanktionen und Exportbeschränkungen für Seltene Erden noch verschärft werden.
- Ein Treffen zwischendent Trump unddent Xi Jinping wird voraussichtlich Ende dieses Monats im Rahmen des APEC-Gipfels in Südkorea stattfinden.
Laut heutigen lokalen Berichten hat China den bisherigen Chefunterhändler für Handelsfragen, Li Chenggang, der ständiger Vertreter bei der Welthandelsorganisation war, ersetzt.
Die Änderung wurde am Montag bekannt gegeben und erfolgte, nachdem die Spannungen zwischen den USA und China erneut aufgeflammt waren, was zu einer neuen Krise führte, die letztendlich eine massive Liquidation in der Branche auslöste.
Warum Li Chenggang ersetzt wurde
Laut Angaben des Handelsverbandes auf seinem Weibo-Social-Media-Account ist Chinas Vertreterin bei der WTO nun Li Yongjie, die ihredentam 29. September vorlegte.
Während seiner Zeit als WTO-Gesandter und stellvertretender Handelsminister nahm der 58-jährige Li Chenggang an vier aufeinanderfolgenden Runden der US-chinesischen Handelsgesprächeund spielte dabei in allen eine Schlüsselrolle.
Chenggangs Entlassung wird als routinemäßige Umstrukturierung dargestellt, allerdings erfolgte sie, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent viele schockiert hatte, indem er Li namentlich erwähnte und ihn bei einer öffentlichen Veranstaltung als „unberechenbar“ bezeichnete.
„Vielleicht ist der Vizeminister, der am 28. August mit äußerst hetzerischen Äußerungen hier aufgetaucht ist, auf Abwege geraten.“ Bessent sagte am Mittwoch auf einer separaten Pressekonferenz ebenfalls über ihn: „Diese Person war sehr respektlos.“
Berichten zufolge trat Li bei seinem Besuch in Washington im August vielen auf die Füße. Er erschien nicht nur ohne Einladung, sondern forderte auch Treffen auf höchster Ebene, und eine Quelle behauptet, er habe „Chinas falsche Darstellungen wiederholt und die Amerikaner belehrt“
Bessent hatte möglicherweise nicht mit Pekings Reaktion gerechnet und hat seither versucht, die Spannungen vor dem erwarteten Treffen zwischendent Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping Ende dieses Monats am Rande des APEC-Gipfels in Südkorea abzubauen.
Li war eine unerwartete Ernennung und ersetzte den erfahrenen Handelsverhandler Wang Shouwen wenige Tage, nachdem Peking zu Beginn des Handelskriegs Zölle in Höhe von 125 % gegen Washington verhängt hatte. Vor seiner Ernennung hatte Li bereits mehrere Schlüsselpositionen im Handelsministerium inne, unter anderem in Abteilungen, die für Verträge sowie Recht und fairen Handel zuständig waren.
Er ist Absolvent der Eliteuniversität Peking und der Universität Hamburg und verfügt über umfassende Kenntnisse des WTO-Rechts.
Chinas Wirtschaft zeigt Anzeichen von Belastung
Trotz Xi Jinpings Großspurigkeit und der Statistiken, die auf einen letztendlichen Sieg Chinas hindeuten, hat das Wirtschaftswachstum des Landes im dritten Quartal erheblich gelitten und sich auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr verlangsamt, wie Cryptopolitan heute Morgen berichtete. Die schwache Binnennachfrage führte zu einer starken Abhängigkeit vom Exportsektor und schürte die Befürchtung zunehmender struktureller Ungleichgewichte.
Das Wachstum von 4,8 % übertraf zwar nicht die Erwartungen, hält China aber weiterhin auf trac, das Ziel von rund 5 % in diesem Jahr zu erreichen. Die Abhängigkeit der Wirtschaft von der Auslandsnachfrage in dieser entscheidenden Phase wirft jedoch Fragen hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieses Wachstumstempos auf.
Die Stärke der Exporte ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es auf dem heimischen Markt Schwächen gibt, wo die schwache Nachfrage die Hersteller gezwungen hat, Preiskämpfe auf ausländischen Märkten zu führen und Kompromisse bei ihrer Rentabilität einzugehen.
Einem Bericht zufolge verlor ein chinesischer Hersteller von Aluminiumprodukten 20 % seines Umsatzes, da höhere Umsätze in Lateinamerika, Afrika, Südostasien, der Türkei und dem Nahen Osten einen Auftragsrückgang von 80 bis 90 % in den USA nicht vollständig ausgleichen konnten.
Jeremy Fang, ein Vertriebsmitarbeiter des Unternehmens, sagt, er müsse jetzt Spanisch lernen, um gegenüber chinesischen Konkurrenten, die in Märkte außerhalb der USA drängen, einen Schritt voraus zu sein, und reise seither doppelt so oft ins Ausland wie im letzten Jahr.
„Man muss beim Preis gnadenlos konkurrenzfähig sein“, sagte Fang. „Wenn der Preis bei 100 Dollar liegt und der Kunde anfängt zu verhandeln, ist es besser, 10 bis 20 Dollar runterzugehen und den Auftrag anzunehmen. Man darf nicht zögern.“
Der intensive Wettbewerb unter chinesischen Exporteuren verschärft die Schwäche im Inland zusätzlich, da viele gezwungen waren, Löhne und sogar Stellen abzubauen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Es ist offensichtlich, dass dieses Muster nicht tragbar ist und die Behörden deutlich proaktivere Maßnahmen ergreifen müssen, um die Konsumausgaben zu stützen.
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