- Yat Siu, Mitbegründer von Animoca, glaubt, dass die Akzeptanz von Kryptowährungen und Web3 in Hongkong breitere Trends auf dem chinesischen Festland widerspiegelt.
- Trotz der bekannten Krypto-Aversion Festlandchinas deuten dessen Engagement für den Fortschritt im Web3 und die Krypto-Entwicklungen in Hongkong auf umfassendere digitale Strategien hin.
- Siu deutet an, dass der Fokus des Landes auf Web3 Teil eines Vorhabens ist, die Abhängigkeit von US-Technologie und US-Währung zu verringern, was mit der Entdollarisierungsstrategie des Landes übereinstimmt.
Während der Krypto-Boom die Welt erfasst, scheint auch Hongkong von ihm erfasst zu werden. Diese Welle der Akzeptanz ist jedoch kein rein lokales Phänomen; sie ist ein deutliches Anzeichen für die Entwicklungen, die in Festlandchina stattfinden.
Das rasante Tempo der Einführung von Kryptowährungen und Web3 in Hongkong, wie es von Animocas Mitbegründer Yat Siu beschrieben wird, spiegelt die tiefgreifenden Veränderungen wider, die sich jenseits der Grenze abspielen.
Die Akzeptanz von Kryptowährungen in Hongkong: Ein Spiegelbild der Absichten Festlandchinas?
Laut Siu geht die Dynamik im Kryptobereich in Hongkong über die Grenzen des Stadtstaates hinaus und deutet auf weitergehende Trends in Festlandchina hin. Diese Veränderungswelle ist faszinierend, angesichts der bekannten Abneigung Festlandchinas gegenüber Kryptowährungen.
Die Begeisterung in Hongkong erscheint paradox, doch Siu glaubt, dass sie eine Erweiterung umfassenderer chinesischer Strategien darstellt.
Im Mai veröffentlichte China ein Weißbuch, in dem es seine Web3-Pläne darlegte und damit die Zukunft des Internets einläutete. Dies geschah nur wenige Tage, nachdem Hongkong seine Absicht bekannt gegeben hatte, Kryptoinvestitionen für Privatanleger zu legalisieren.
Siu vertrat die Ansicht, dass Kryptowährungen zwar im chinesischen Web3-Weißbuch auffällig fehlten, das Engagement des Landes für die Finanzierung des Web3-Fortschritts jedoch ein entscheidender Hinweis auf seine weiter gefassten digitalen Ziele sei.
Siu merkte außerdem an, dass Nachrichten über die Krypto-Regulierungen in Hongkong auch im chinesischen Staatsfernsehen aufgegriffen wurden, wodurch das Thema unter Festlandchinesen allgemein bekannt wurde.
Er argumentierte, dass diese breite Sichtbarkeit darauf hindeute, dass die Entwicklungen in Hongkong nicht nur eine lokale Angelegenheit seien, sondern weitergehende Absichten widerspiegelten, die möglicherweise von höherer Stelle der chinesischen Regierung signalisiert würden. Schließlich weichen Hongkongs Maßnahmen selten von Pekings Zustimmung ab.
Der Krypto-Aufschwung in Hongkong: Eine strategische Neuausrichtung gegen die US-amerikanische Technologiedominanz?
Siu erörterte anschließend Web3 als einen technologischen Paradigmenwechsel, der die technologische Vorherrschaft der USA potenziell gefährden könnte. Er verwies auf die Sicherheitsrisiken, die mit der globalen Abhängigkeit von Technologiegiganten wie Google, Apple und Facebook einhergehen, und unterstrich damit die Dringlichkeit dieses Paradigmenwechsels.
Länder wie Japan, Korea und insbesondere China machen große Fortschritte im Bereich Web3 und sehen darin eine einzigartige Chance, sich von den US-dominierten Technologien abzugrenzen.
Siu wies darauf hin, dass diese Herausforderung für China von besonderer Bedeutung sei, da sie mit dessen umfassenderer Strategie der Entdollarisierung übereinstimme. Durch die Förderung von Web3 könnten Nationen ihre Abhängigkeit vom US-Dollar, der globalen Währung, die den internationalen Handel bestimmt, verringern.
Trotz der strengen Krypto-Haltung auf dem chinesischen Festland, die sich beispielsweise im vollständigen Verbot praktisch aller Krypto-Aktivitäten durch die Chinesische Volksbank im Jahr 2021 zeigt, bleibt das Land ein bedeutendes Zentrum für Krypto-Mining.
Diese Tatsache, gepaart mit Hongkongs fortschrittlichen Krypto-Regulierungen, hat bei Krypto-Enthusiasten die Hoffnung geweckt, dass China sein langjähriges Krypto-Verbot möglicherweise aufheben wird.
Dennoch gibt es weiterhin gegenteilige Ansichten, wobei Führungskräfte wie Chenggang Zhou, CEO von CPIC Investment Management, Chinas harte Anti-Krypto-Haltung erneut betonen.
Die Diskrepanz zwischen der Begeisterung in Hongkong und dem standhaften Widerstand Chinas wirft Fragen über den weiteren Weg auf und darüber, ob China tatsächlich Hongkongs Krypto-Bestrebungen lenkt.
Im hochriskanten Schachspiel der Kryptowährungen und der digitalen Technologie werden die Züge dieser beiden Akteure, die eng miteinander verbunden, aber in ihren Strategien doch verschieden sind, genau beobachtet.
Ob Chinas Einfluss tatsächlich die Krypto-Ambitionen Hongkongs bestimmt, bleibt eine faszinierende Frage, die weiterhin Debatten in Technologie- und Finanzkreisen weltweit anheizt.
Überlassen Sie das Beste immer noch der Bank? Sehen Sie sich unser kostenloses Video zum Thema „ Ihre eigene Bank sein“.
Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)
















