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ChatGPT veröffentlicht den KI-Agenten „Operator“ in verschiedenen Ländern, nachdem die Marke von 400 Millionen wöchentlichen Nutzern überschritten wurde

VonShummas HumayunShummas Humayun
3 Minuten Lesezeit
ChatGPT veröffentlicht den KI-Agenten „Operator“ in verschiedenen Ländern, nachdem die Marke von 400 Millionen wöchentlichen Nutzern überschritten wurde
  • OpenAI hat den KI-Agenten Operator von ChatGPT in mehreren Ländern eingeführt.
  • Diese Ankündigung erfolgte unmittelbar nachdem die Zahl der wöchentlich aktiven Nutzer 400 Millionen überschritten hatte.
  • Das Unternehmen plant, in den nächsten 5 Jahren für seine Rechenzentrumsbedürfnisse von Microsoft auf das von Softbank unterstützte Unternehmen Stargate umzusteigen.

OpenAI hat heute seinen KI-Agenten Operator für ChatGPT Pro-Nutzer in Australien, Kanada, Japan, Südkorea, Brasilien, Indien, Großbritannien, Singapur und einigen weiteren Ländern eingeführt. Laut OpenAI wird der KI-Agent in fast allen Ländern verfügbar sein, in denen ChatGPT zugänglich ist, mit Ausnahme von Island, Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen und der EU.

OpenAI hat Anfang Januar in den USA den KI-Agenten Operator eingeführt, der im Auftrag von Nutzern Aktionen ausführen kann. Nutzer können ihn beispielsweise mit Aufgaben wie Restaurantreservierungen, dem Ausfüllen von Spesenabrechnungen, Online-Einkäufen oder Ticketbuchungen beauftragen. Aktuell ist Operator jedoch nur für Nutzer von ChatGPT Pro verfügbar, das 200 US-Dollar pro Monat kostet. Die Nutzung ist ausschließlich über eine spezielle Webseite möglich. OpenAI plant jedoch, den KI-Agenten künftig allen Kunden zugänglich zu machen.

OpenAI ist nicht das einzige Unternehmen, das sich der Entwicklung von KI-Agenten für solche Aufgaben widmet. Auch Google, Rabbit und Anthropic arbeiten an ähnlichen Projekten. Googles Projekt ist jedoch noch nicht veröffentlicht, während Anthropic über eine API Zugriff auf eine Agentenschnittstelle bietet. Das Modell von Rabbit hingegen ist nur für Gerätebesitzer verfügbar.

OpenAI kündigte Operator an, nachdem ChatGPT die Marke von 400 Millionen aktiven Nutzern überschritten hatte

Die Ankündigung bezüglich des Betreibers erfolgte unmittelbar nachdem ChatGPT die Marke von 400 Millionen wöchentlich aktiven Nutzern überschritten hatte. Brad Lightcap, COO von OpenAI, gab dies vor einem Tag in einem X-Post bekannt und erklärte: „ChatGPT hat kürzlich die Marke von 400 Millionen wöchentlich aktiven Nutzern überschritten. Wir fühlen uns sehr geehrt, jede Woche 5 % der Weltbevölkerung zu erreichen.“

Er wies außerdem darauf hin, dass die Nutzung der Reasoning-API von OpenAI seit der Einführung des o3-Mini-Modells um das Fünffache gestiegen ist. Dieses Modell verfügt über besser strukturierte Problemlösungsfähigkeiten mit logischen Schlussfolgerungen. Im selben Beitrag gab Lightcap zudem bekannt, dass GPT-4.5 und GPT-5 in Kürze veröffentlicht werden sollen. Ein genaues Datum für die Veröffentlichung dieser Modelle hat OpenAI jedoch noch nicht genannt.

Das OpenAI-Team teasert die Veröffentlichung jedoch schon seit einer Woche an. Am 12. Februar veröffentlichte Sam Altman eine aktualisierte Roadmap für GPT-4.5 und GPT-5. Er erwähnte, dass die Modelle in den kommenden Wochen/Monaten veröffentlicht werden, nannte aber kein konkretes Datum. Dennoch nimmt die Nutzung von OpenAI in großen Unternehmen deutlich zu, nicht nur als Chatbot, sondern auch als Business-Tool. So haben beispielsweise Unternehmen wie T-Mobile, Uber und Morgan Stanley die Modelle in ihre Geschäftsprozesse integriert.

Was kommt als Nächstes für OpenAI?

Einem Bericht von The Information zufolge plant OpenAI, seine Abhängigkeit von Rechenleistung künftig stärker von Unternehmen zu verringern. Aktuell ist OpenAI stark von Microsoft abhängig. Bis 2030 will OpenAI jedoch drei Viertel seiner Rechenzentrumskapazität von Stargate beziehen.

Stargate wurde maßgeblich von SoftBank finanziert, das gleichzeitig auch OpenAI finanziell unterstützt. Microsoft ist zwar weiterhin ein wichtiger Anteilseigner von OpenAI, doch das KI-Unternehmen plant eine Umstrukturierung.

Berichten zufolge wird dieser Wandel jedoch nicht über Nacht erfolgen. Das Unternehmen plant weiterhin, in den kommenden Jahren verstärkt in Rechenzentren von Microsoft zu investieren. Der KI-Konzern rechnet bis 2027 mit Ausgaben von bis zu 20 Milliarden US-Dollar, deutlich mehr als die 5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024. Laut OpenAI werden die Kosten für die Inferenz (Ausführung von KI-Modellen) deutlich höher sein als die Trainingskosten dieser Modelle.

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