CertiK begrüßt die US-Gesetzgebung zu Stablecoins und der Verwahrung digitaler Vermögenswerte als förderlich für den Krypto-Boom.

- Der Bericht wies darauf hin, dass der GENIUS Act das erste bundesweite Lizenzierungssystem für Emittenten von Stablecoins einführt.
- Der CLARITY Act soll die Aufsichtsbefugnisse zwischen der SEC und der CFTC klar aufteilen und die Rolle der CFTC auf den digitalen Rohstoffmärkten ausweiten.
- Die Aufhebung von SAB 121 durch die SEC beseitigt Kapitalbarrieren für Banken, um die Verwahrung von Kryptowährungen anzubieten, und fördert so die Beteiligung institutioneller Anleger.
Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen CertiK hat einen Bericht zur US-Digital-Asset-Politik veröffentlicht, der die Auswirkungen der wichtigsten Gesetzesinitiativen in den Vereinigten Staaten untersucht. Der aktuelle Bundesrahmen entstand durch den GENIUS Act, den CLARITY Act (der vom US-Repräsentantenhaus verabschiedet wurde und sich noch in der Beratung im Senat befindet) sowie die Aufhebung des Staff Accounting Bulletin 121.
Certik hob hervor, dass diese neuen Bundesgesetze und Reformen der Marktstruktur den bisher klarsten Rahmen für die Ausgabe von Stablecoins, die Klassifizierung von Vermögenswerten und die institutionelle Verwahrung geschaffen haben.
Laut CertiK soll der Bericht „Finanzinstituten, Anbietern digitaler Vermögenswerte und politischen Entscheidungsträgern, die die Überschneidungen zwischen Bundes- und Landesvorschriften bewerten, eine maßgebliche Informationsquelle bieten“.
„Dieser Bericht zeigt einen entscheidenden Wandel in der Regulierung und Aufsicht digitaler Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten auf“, sagte Kayvon Hosseini, Leiter der Beratungsabteilung von CertiK. „Durch die Analyse von Bundesgesetzen und Marktstrukturvorschlägen sowie von Verpflichtungen auf Ebene der Bundesstaaten verdeutlicht die Studie die operativen Anforderungen, denen sich Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte in den kommenden Jahren stellen müssen.“
Bundesgesetze legen klare Standards für Stablecoins und deren Verwahrung fest.
Der GENIUS Act, der im Juli dieses Jahres in Kraft trat, schafft erstmals einen bundesweiten Lizenzierungsrahmen für Emittenten von Zahlungs-Stablecoins, legt strenge Reservevermögens- und Einlösungsregeln fest und verbietet die Ausgabe von dollargedeckten Token ohne bundesstaatliche Genehmigung.
Das Gesetz wurde weithin als Meilenstein in der US-Gesetzgebung für digitale Vermögenswerte bezeichnet und von Krypto-Unternehmen, Banken und Fintechs, die sich auf den Einstieg in den Stablecoin-Markt vorbereiten, begrüßt.
Der CLARITY Act treibt unterdessen die langjährige Debatte über die Klassifizierung digitaler Token voran, indem er die Grenze zwischen Wertpapieren und digitalen Rohstoffen festlegt.
Der von den republikanischen Senatoren unterstützte Vorschlag würde die Aufsichtsbefugnisse der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und der SEC klar defi. Er soll außerdem die Aufsicht der CFTC über digitale Rohstoffmärkte ausweiten und wertpapiergebundene Produkte der SEC vorbehalten.
Der Bericht untersuchte auch die Auswirkungen der Aufhebung von SAB 121 durch die SEC und hob hervor, dass die Rücknahme „die bisherigen Kapitalbeschränkungen für Verwahrer digitaler Vermögenswerte beseitigt und eine breitere Beteiligung von Banken ermöglicht“.
Ein weiteres Ergebnis des Berichts ist, dass trotz eines einheitlichen Mindeststandards für Cybersicherheit und die Einhaltung der AML-Vorschriften auf Bundesebene weiterhin fragmentierte staatliche Lizenzierungsregelungen bestehen, wodurch eine „Präemptionslücke für in mehreren Bundesstaaten tätige Unternehmen“ entsteht.
Unterdessen ebnet ein Gesetz zur Marktstruktur im Senat den Weg dafür, dass CFTC-registrierte Börsen Spot-Kryptoprodukte listen können. Dieser Schritt könnte die Handelsplätze für Vermögenswerte, die gemäß dem CLARITY-Rahmenwerk als Rohstoffe eingestuft werden, grundlegend verändern.
Die amtierende CFTC-Vorsitzende Caroline D. Pham gab heute Vormittag bekannt, dass börsennotierte Spot-Kryptowährungsprodukte ab dem 4. Dezember erstmals an US-amerikanischen, bundesweit regulierten Märkten an CFTC-registrierten Terminbörsen gehandelt werden.
Ein weiteres wichtiges Ergebnis des Berichts sind institutionelle Pilotprojekte wie das Regulated Liability Network und Project Guardian, die eine beschleunigte Einführung der Infrastruktur für genehmigte Abwicklungsverfahren demonstrieren sollen.
Regulatorische Klarheit hält Einzug in diesen Bereich weltweit
Über die USA hinaus ordnet der CertiK-Bericht diese Entwicklungen in einen globalen Trend ein, bei dem Jurisdiktionen auf der ganzen Welttracdie Einführung von Regulierungen für Stablecoins und digitale Vermögenswerte
Laut dem globalen Politikbericht 2025/26 von TRM Labs, in dem darauf hingewiesen wurde, dass „Stablecoins ein wichtiger Schwerpunkt für politische Entscheidungsträger weltweit waren, wobei über 70 % der Jurisdiktionen im Jahr 2025 Fortschritte bei der Regulierung von Stablecoins erzielten.“
CertiK erklärte: „Für Finanzinstitute verlagert sich der strategische Fokus hin zu genehmigungspflichtigen digitalen Vermögenswerten: der Nutzung von Blockchain-basierten Abwicklungssystemen innerhalb klar defiregulatorischer Rahmenbedingungen. Da die Liquidität zunehmend nach Jurisdiktionen segmentiert wird (beispielsweise zwischen US-amerikanischen und EU/MiCA-konformen Pools), wird die Fähigkeit, regulatorische Lücken zu identifizieren und eine konforme, jurisdiktionsübergreifende Infrastruktur aufzubauen, in den nächsten Jahren ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein.“
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