Die Zentralbanken und Libra treffen sich am Montag in der Schweiz, und es ist wahrscheinlich, dass das Treffen positive Ergebnisse für Facebooks Stablecoin-Projekt bringen wird.
Neuesten Berichten zufolge werden sich Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) und 25 internationale Zentralbanken mit Libra treffen, um die Risiken des Libra-Projekts für die Finanzstabilität zu bewerten.
Am 16. September treffen sich Vertreter von Libra mit dem Ausschuss für Zahlungsverkehr und Marktinfrastruktur (CPMI) der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in der Schweiz.
Das CPMI ist ein von der BIZ beauftragter internationaler Regelsetzer und gleichzeitig Mitglied des Finanzstabilitätsrats, dem 28 Mitgliedsbanken angehören, darunter die Bank of England, die Federal Reserve Bank of New York und die Deutsche Bundesbank.
Berichten zufolge wäre dies das erste bedeutende Treffen zwischen den Gründern von Libra und globalen politischen Entscheidungsträgern seit der Bekanntgabe von Facebooks Plan für ein Stablecoin-Projekt.
Treffen der Zentralbanken und der Libra-Gruppe: Was ist zu erwarten?
Der EZB-Direktor Benoit Coeure, der den Vorsitz der Sitzung führen wird, erklärte, dass die Anforderungen an die regulatorische Genehmigung für Libra in der Europäischen Union sehr hoch sein werden.
Der EU-Finanzminister erklärte in Helsinki, dass die Regulierungsbehörden nun die digitale Währung der Zentralbank in Betracht ziehen sollten.
Ein EZB-Vertreter erklärte, die EZB habe bereits lange vor dem Start von Libra mit der Arbeit an ihrem wenig bekannten Kryptowährungsprojekt begonnen. Coeure wird voraussichtlich im kommenden Oktober dem Finanzminister der G7 einen Bericht über Kryptowährungen vorlegen.
Zuvor hatte die BIZ davor gewarnt, dass die von führenden Unternehmen wie Google, Facebook und Amazon angebotenen Finanzdienstleistungen neue Risiken für das Bankwesen bergen können.
Zentralbanken und Libra treffen sich in der Schweiz