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BRICS-Sherpa: US-Dollar bleibt die wichtigste Weltwährung

VonJai HamidJai Hamid
2 Minuten Lesezeit
Die BRICS-Staaten erwägen eine neue Währung als Konkurrenz zum US-Dollar
  • Der bevorstehende BRICS-Gipfel in Johannesburg wird sich auf die Steigerung des Handels mit ihren nationalen Währungen konzentrieren, nicht auf die Ablösung des US-Dollars.
  • Der Dollar bleibt eine dominierende Weltwährung, und die BRICS-Staaten erkennen seine herausragende Stellung an.
  • Auf dem Gipfeltreffen wird auch über eine mögliche Erweiterung durch die Aufnahme weiterer Länder in die BRICS-Staaten gesprochen.
  • Während China auf eine rasche Expansion setzt, sind Indien und Brasilien vorsichtiger.

Der bevorstehende BRICS-Gipfel – die Koalition aus Brasilien, Russland, Indien, Chinaund Südafrika – in Johannesburg wird mit Spannung erwartet. Eines der brisantesten Themen dabei? Die Rolle des US-Dollars im Welthandel.

Während verschiedene Spekulationen kursierten, hat Südafrikas oberster Vertreter für die BRICS-Beziehungen, Anil Sooklal, Licht auf die tatsächliche Agenda des Gipfels geworfen.

Handel mit nationalen Währungen: Die Realität

Anders als oft angenommen, zielt der Gipfel nicht darauf ab, den Dollar abzuschaffen. Der US-Dollar hat, ob es Kritikern gefällt oder nicht, unbestreitbar eine starketronals vorherrschende Weltwährung.

Die BRICS-Staaten erkennen dies an, und ein vollständiger Ersatz des Dollars wäre eher eine Illusion als eine realistische Strategie. Tatsächlich geht es aber um die Diskussion, wie der Handel innerhalb der BRICS-Staaten mithilfe ihrer nationalen Währungen intensiviert werden kann.

Es geht hier nicht darum, den Dollar herauszufordern, sondern darum, innerhalb des Blocks mehr Autonomie zu erlangen. Indem die BRICS-Staaten die Einrichtung eines gemeinsamen Zahlungssystems erwägen und über die Möglichkeit einer Einheitswährung nachdenken, scheinen sie sich nach innen zu orientieren.

Sie konzentrieren sich auf die Stärkung der Handelsdynamik innerhalb des Blocks, während der Dollar außerhalb weiterhin dominiert.

Erweiterung, nicht Ausschluss

Neben Währungsfragen wird die mögliche Aufnahme weiterer Länder in die BRICS-Gruppe ein zentrales Thema des Gipfels sein. Während die fünf Gründungsmitglieder, darunter der russischedent Wladimir Putin, die Angelegenheit erörtern werden, haben bereits 40 weitere Staats- und Regierungschefs ihre Teilnahme zugesagt, und die Liste könnte sich noch erweitern.

Obwohl die BRICS-Staaten in manchen Darstellungen als Gegengewicht zur G7 oder dem Globalen Norden gesehen werden, verfolgt die Gruppe ein anderes Ziel. Es geht ihr nicht darum, eine Opposition zu bilden, sondern die Probleme und Interessen der Entwicklungsländer in den Vordergrund zu rücken.

Sie wollen keine andere Gruppe oder Ideologie abwerten; ihr Ziel ist es, eine inklusivere Plattform zu bieten.

Wie in jeder Koalition bestehen jedoch auch hier interne Differenzen. Während China Berichten zufolge auf eine rasche Erweiterung des Blocks drängt, scheinen Indien und Brasilien eher zurückhaltend zu sein. Die Gründe für diese Unterschiede sind noch unklar, deuten aber auf die sich ständig verändernde Dynamik innerhalb des Blocks hin.

Die BRICS-Staaten, die beeindruckende 42 % der Weltbevölkerung ausmachen und für 23 % des weltweiten BIP verantwortlich sind, sind unbestreitbar eine Macht.

Ihre neue Entwicklungsbank (NDB) verfolgt ehrgeizige Ziele, wie beispielsweise die Erhöhung des Anteils von Krediten in Landeswährung an ihren Kreditgeschäften in absehbarer Zukunft auf ein Drittel.

Während die Idee einer gemeinsamen Währung als Gegengewicht zum Dollar immer wieder auftaucht, bleiben es langfristige Ziele und keine unmittelbaren Maßnahmen.

Dennoch ist das Ziel der Gruppe, der Stimme des Globalen Südens mehr Gehör zu verschaffen, deutlich erkennbar. Sie bemüht sich um eine repräsentative, gerechte und gleichberechtigte Struktur. Und während sie ihren Horizont erweitert, setzt sie sich gleichzeitig für die Interessen der Entwicklungsländer ein.

Im Grunde genommen rüsten sich die BRICS-Staaten nicht für einen Kampf gegen den Dollar oder irgendeine andere globale Institution. Sie bereiten sich auf eine Zukunft vor, in der sie mehr Kontrolle über ihre Handelsdynamik haben undtronStimme auf der Weltbühne besitzen.

Im Vorfeld des Gipfeltreffens in Johannesburg wird deutlich, dass es bei den BRICS-Staaten eher um Evolution als um Revolution geht.

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