NEUESTE NACHRICHTEN
FÜR SIE AUSGEWÄHLT
WÖCHENTLICH
BLEIBEN SIE AN DER SPITZE

Die besten Krypto-Einblicke direkt in Ihren Posteingang.

Warum stellt die BRICS-Erweiterung eine so große Bedrohung für SWIFT und die USA dar?

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
BRICS SWIFT US-Dollar
  • Die BRICS-Erweiterung stellt die Dominanz des US-Dollars und des globalen SWIFT-Zahlungssystems in Frage.
  • Ziel der Gruppe ist es, US-Dollar-Transaktionen bei grenzüberschreitenden Zahlungen durch lokale Währungen zu ersetzen.
  • Dieser Wandel wird als strategischer Schritt zur Verringerung der Abhängigkeit von westlichen Finanzsystemen angesehen.

Die Erweiterung der BRICS-Staaten, eines Bündnisses aufstrebender Volkswirtschaften, löst im Finanzsektor, insbesondere in den USA und im globalen SWIFT-Zahlungssystem, erhebliche Turbulenzen aus. Der wachsende Einfluss der BRICS-Staaten, die mittlerweile neun Nationen umfassen, dürfte die globalen Finanzdynamiken grundlegend verändern. Dieses Bündnis erweitert nicht nur seine Mitgliederzahl, sondern stellt auch die langjährige Dominanz des US- Dollars im internationalen Zahlungsverkehr in Frage. Die Umstellung auf die Abwicklung grenzüberschreitender Zahlungen in lokalen Währungen anstatt in US-Dollar könnte das Volumen globaler SWIFT-Transaktionen deutlich reduzieren.

Der Wandel weg von der Dollar-Dominanz

Der Senator von Florida, Marco Rubio, hob die potenziellen Auswirkungen der BRICS-Erweiterung auf den US-Dollar und das SWIFT-System hervor. Seine Bedenken sind nicht unbegründet. Die BRICS-Staaten verabschieden sich zunehmend von US-Dollar-basierten Transaktionen und suchen nach Alternativen für grenzüberschreitende Zahlungen. Dieser Wandel ist nicht nur eine Finanzstrategie, sondern auch ein geopolitischer Schachzug, um die Abhängigkeit von westlich geprägten Finanzsystemen zu verringern. Die Erweiterung verdoppelt im Wesentlichen die Größe des Bündnisses und macht es zu einem ernstzunehmenden Gegengewicht zur amerikanischen und europäischen Finanzdominanz.

Die BRICS-Mitglieder bündeln nicht nur ihre Ressourcen, sondern erkunden auch neue Wege der finanziellen Zusammenarbeit. Ziel ist es, Entwicklungsländern tragfähige Alternativen zum westlichen Finanzmodell zu bieten. Dieser Ansatz dient nicht nur der Diversifizierung der Wirtschaftsbeziehungen, sondern ist auch ein strategischer Schritt hin zu einer ausgewogeneren globalen Finanzlandschaft.

Eine neue Landschaft der globalen Finanzen

Die Auswirkungen der BRICS-Erweiterung sind weitreichend. Im Jahr 2024 entwickelte sich die Gruppe zu BRICS+ weiter und gewann mit neuen Mitgliedern wie Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten deutlich an wirtschaftlichem und strategischem Gewicht. Jedes dieser Länder bringt beträchtliche Ressourcen und geopolitischen Einfluss ein und stärkt so die kollektive wirtschaftliche und strategische Position der BRICS erheblich.

Ägypten, mit seiner Kontrolle über den Suezkanal und seinen beträchtlichen Erdgasreserven, verleiht BRICS+ eine entscheidende strategische Dimension. Äthiopien leistet trotz seiner wirtschaftlichen Herausforderungen mit seinen riesigen Wasserressourcen und seiner hohen landwirtschaftlichen Produktion einen bedeutenden Beitrag. Der Iran, aufgrund seiner Öl- und Erdgasreserven ein wichtiger Akteur in der globalen Energiepolitik, stärkt die Position der BRICS-Staaten auf den globalen Energiemärkten. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, beide bedeutende Ölproduzenten, bringen nicht nur wirtschaftliches Gewicht mit, sondern signalisieren auch einen Wandel in traditionellen Allianzen und einen Trend zur Unabhängigkeit vom westlichen Einfluss.

Diese Erweiterung beschränkt sich nicht nur auf die Aufnahme neuer Mitglieder; sie bedeutet eine Verschiebung des globalen Machtgleichgewichts. Die BRICS+-Staaten repräsentieren nun einen bedeutenden Anteil der Weltbevölkerung, der Landmasse, der Ölproduktion und des globalen BIP. Diese kollektive Stärke stellt eine direkte Herausforderung für die G7-Staaten dar.

Der Ansatz der BRICS-Staaten zur Entdollarisierung des internationalen Handels umfasst die Neue Entwicklungsbank (NDB) und die Förderung des Handels in nationalen Währungen. Diskussionen über eine gemeinsame Währung und Alternativen zum SWIFT-System deuten zudem auf eine Bewegung hin zu einer neuen Finanzordnung. Dieser Wandel ist ein deutliches Zeichen für die Absicht der Gruppe, eine polyzentrische Weltordnung zu schaffen und sich von einer unipolaren, von westlichen Mächten dominierten Welt abzuwenden.

Der bevorstehende BRICS+-Gipfel in Kasan symbolisiert diesen Wandel. Der mögliche Beitritt weiterer energiereicher Länder könnte die Kontrolle des Blocks über den globalen Energiemarkt weiter festigen. Diese Entwicklung ist mehr als nur ein Wirtschaftsbündnis; sie ist eine geopolitische Neuausrichtung, die die internationale Ordnung grundlegenddefikönnte.

Lesen Sie Krypto-News nicht nur, sondern verstehen Sie sie. Abonnieren Sie unseren Newsletter. Er ist kostenlos.

Diesen Artikel teilen

Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

MEHR … NACHRICHTEN
DEEP CRYPTO
CRASH-KURS