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Brasilien deckt ein Krypto-Pyramidensystem im Wert von 210 Millionen Dollar auf

VonGiorgi MichelidzeGiorgi Michelidze
Lesezeit: 2 Minuten,
Kryptobetrug in Brasilien

Kryptobetrug in Brasilien

Pyramidensysteme sind weltweit weit verbreitet. Ihr Aufbau ist zwar leicht verständlich, aber im Kern verwerflich. Kürzlich verhafteten brasilianische Behörden zehn Personen, die an einem lokalen Pyramidensystem mit einem Volumen von 850 Millionen BRL (umgerechnet etwa 210 Millionen US-Dollar) beteiligt waren.

Die Operation zur Aufspürung und Verhaftung dieser Betrüger trug den Namen Operation Egypto (passend für eine Pyramide) und wurde am 21. Mai durchgeführt. Beteiligt waren die örtliche Polizei und die nationale Steuerbehörde. 

Das System wurde wie jedes andere Schneeballsystem beworben, sobald es populär wird. Menschen wurden dazu gedrängt, Verwandte und Freunde für das System zu gewinnen, wobei Renditen von bis zu 15 % innerhalb des ersten Monats versprochen wurden. Wir alle kennen das Spiel. Eine einzige Person startet das Schneeballsystem, und es wächst auf Hunderttausende von Opfern an.

50.000 Menschen betroffen

Gegen rund 13 Personen und 5 Unternehmen wurde ermittelt. Dabei stellte sich heraus, dass über 50.000 Menschen Opfer des Betrugs geworden waren. Das bedeutet, dass 50.000 Menschen zum Wohlergehen von nur wenigen beigetragen haben, indem sie ihnen einfach Geld gaben.

Die meisten Investitionen in das System erfolgten in Kryptowährungen. Welche Kryptowährung verwendet wurde, ist derzeit unbekannt, aber wir wissen, dass die Beteiligten beim Versuch, die Gelder abzuheben, festgenommen wurden. Das Unternehmen hieß Indeal und tauchte erstmals auf, als eine Anfrage zum Kauf von 36 Luxusautos und Edelsteinen gestellt wurde.

Die Transaktion wurde zwar durchgeführt, aber sämtliche Vermögenswerte wurden inzwischen beschlagnahmt.

Die meisten Opfer wurden unter Druck gesetzt, möglichst viel einzuzahlen, indem ihnen höhere Renditen versprochen wurden. Im Großen und Ganzen funktionieren solche Betrugsmaschen üblicherweise.

Eine Person wirbt zwei neue Mitglieder an und erhält dafür eine Provision – das ist ihre „Rendite“. Danach hält sie sich zurück, und das Spiel wiederholt sich. Je später jemand in die Kette einsteigt, desto geringer ist natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass er auch nur einen Cent verdient.

80 % der Opfer von Indeal zahlten fast 5.000 US-Dollar ein, andere entschieden sich sogar für noch höhere Beträge.

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Giorgi Michelidze

Giorgi Michelidze

Der aus Georgien stammende Blockchain-Enthusiast Giorgi nutzt seine Erfahrung in der Softwareentwicklung für treffende Marktkommentare und -analysen. Nach einem kurzen Engagement bei Finance Makers berichtet er nun für renommierte Websites über Krypto-News. Dabei hat er aus seiner Erfahrung gelernt: „Wenn Leute die Schwächen deiner Idee ansprechen, betrachte das nicht als Kritik.“

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